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2014/11/13

"Bodenökologie - Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen"

"Bodenökologie - Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen" lautet der Titel eines Tagesseminars
der Gartenakademie Baden-Württemberg e.V., das am Donnerstag, 11. Dezember 2014 in Heidelberg
stattfindet. Es sind noch Plätze frei!

Die Pflege fruchtbaren Bodens ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass gärtnerische
Bemühungen zum Erfolg führen und in den Gärten gesunde Pflanzen gedeihen. Doch wie sieht
der Schutz des Bodens in der Praxis aus? Welche Maßnahmen sind für eine wirksame Bodenpflege
in Zeiten des Klimawandels geeignet? Wie kann der Boden bewirtschaftet und gleichzeitig
Rohstoffe geschont werden? Dieses Seminar vermittelt Wissenswertes über umweltfreundliche
und naturnahe Bewirtschaftungsmethoden. Reduzierte Bodenbearbeitung im Ökologischen Landbau,
deren Auswirkung auf organischen Kohlenstoff und den Nährstoffhaushalt sind Thema des Eröffnungsvortrags.
Im Anschluss daran erfahren die Teilnehmer, wie naturnahes Gärtnern für den Klima- und
Bodenschutz funktioniert. Als "Revolution aus dem Regenwald" und Beitrag zum Klimaschutz
wird Terra Preta, die schwarze Erde aus dem Amazonasgebiet bezeichnet. Bekannt dafür, auch
Jahrhunderte später reiche Ernten hervorzubringen und klimaschädliches CO2 zu binden, kultivieren
nicht nur hiesige Landwirte oder Institutionen wie der Botanische Garten Berlin nach jeweiligen
regionalen Beschaffenheiten ihre eigene Terra preta nova, sondern zunehmend auch Freizeitgärtner
und Kommunen. Fruchtbare Schwarzerde und Dünger und aus dem Klo gibt es im Hamburger Hauptbahnhof.
Die dortigen, Humus produzierenden Sanitäranlagen werden in einem weltweit einmaligen System
in Kreislaufwirtschaft betrieben. Ein großes Thema in der Bodenökologie ist auch die Reduzierung
der Nutzung der aus den Mooren gewonnenen Torferde. Um den hiesigen Bedarf an Torf zu befriedigen,
kommt schon heute ein großer Teil der derzeitig in Deutschland verwendeten Torfe aus den
baltischen und russischen Hochmooren, wo die Moorzerstörung fortgesetzt wird. Aber ist
Gärtnern komplett ohne Torf überhaupt möglich? Und wie kann Torf weiterhin schonend verwendet
und nachhaltige Entwicklung der Substratwirtschaft möglich sein? Die Firma Brill beispielsweise
gewinnt ihren Torf nur in von Naturschutzbehörden der jeweiligen Landkreise genehmigten
Abbauflächen. Die Nachnutzung wird wie die Kompensationsmaßnahmen behördlich festgelegt.
Auch eine Führung über das Gelände der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau schafft
den Bezug zum Thema Substrate. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen für einen Rasenplatz
gehört das Düngen. Für professionelle Anwender interessant ist der Abschlussbeitrag über
Bodenverbesserung und organische Dünger für eine erfolgreiche Sportplatzpflege- und regeneration.
Beim Einsatz organischer Dünger wird aufgrund geringer Auswaschungsverluste eine Vorratsdüngung
möglich, die arbeits- und kostenintensive Nachdüngungen überflüssig macht.



Die Veranstaltung richtet sich an alle in der Freizeitgartenbauberatung Tätige wie Fachwarte,
Fachberater, Kreisfachberater, Interessierte aus Vereinen, aus Gartenbaubetrieben, aus
Kommunen.

Datum: Donnerstag, 11. Dezember 2014, 9.30 ? 15.30 Uhr.

Ort: Gesellschaftshaus Heidelberg-Pfaffengrund, Schwalbenweg 1/2, 69123 Heidelberg

Gebühr: 55,00 €, für Mitglieder der Gartenakademie 50,00 €

Anmeldung: Formlose Anmeldung unter Telefon: 06221/ 7484810 oder per Email an: gartenakademie@lvg.bwl.de

Weitere Informationen: 14 12 Bodenoekologie_Seminar_Ausschreibung.pdf