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2012/03/07

Erinnerungskultur - Erinnerungskonflikte: Gespräche über aktuelle Fragen zur Vergangenheit

In Deutschland hat sich eine lebendige Erinnerungskultur etabliert. Ihrem Wandel und den Kontroversen über sie spürt die Gesprächsreihe "Erinnerungskultur - Erinnerungskonflikte" nach. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) und die Stadtbibliothek Stuttgart laden gemeinsam dazu ein. Drei Podiumsgespräche am 28. März, 18. April und 26. Juni 2012 führen Schriftsteller und Künstler sowie Wissenschaftler und Praktiker aus den Gedenkstätten zusammen. Gemeinsam stellen sie sich aktuellen Fragen zum Umgang mit dem "Dritten Reich" und der Shoah.

"Warum Rituale allein nicht genügen" lautet der Titel der Auftaktveranstaltung am 28. März 2012, bei der die Berliner Schriftstellerin Iris Hanika ihren Roman "Das Eigentliche" präsentiert. Mit der Autorin diskutieren der Mannheimer Historiker Prof. Dr. Peter Steinbach und Thomas Stöckle, Leiter der Gedenkstätte Grafeneck für die Opfer der NS-"Euthanasie", über Rituale und Erkenntnisgewinne des Erinnerns.

Der zweite Abend am 18. April 2012 fragt danach "Wie die Einwanderungsgesellschaft ihre Geschichtsbilder verhandelt". Vorgestellt wird das Projekt "Was geht mich eure Geschichte an?" des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg in Ulm. Mit dessen Leiterin, Nicola Wenge, debattieren die Stuttgarter Künstlerin Ülkü Süngün, die sich in ihrer Arbeit mit der nationalsozialistischen Zeit befasst, und der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli, der den türkischen Blick auf die Vergangenheit untersucht - über den Ansatz der europäischen Erinnerungskultur.

Davon, dass Bürger sich mit Recherchen vor Ort die Vergangenheit aneignen, handelt der dritte Abend mit dem Titel "Was lokale Geschichtsforschung bewegt" am 26. Juni 2012. Der Schöpfer der Stolpersteine, der Künstler Gunter Demnig, erzählt von seinem Werk und Netzwerk. Er spricht mit Elke Martin, Mitglied der Stolpersteine Stuttgart, und der Schriftstellerin Uta-Maria Heim, deren neuester Kriminalroman "Feierabend" sich um verdrängte Familiengeschichte, einen Stolperstein und die Wirkungskraft von Opfergeschichten rankt.