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2013/11/14

Stuttgarter Symposion 2013 - "Erst stirbt die Natur ...": Der Wandel des Umweltbewusstseins

Namhafte Umwelthistoriker und Naturschützer vollziehen beim Stuttgarter Symposion 2013 den Wandel des Umweltbewusstseins vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach. Die zweitägige Kooperationsveranstaltung des Hauses der Geschichte Baden Württemberg und der Stadt Stuttgart im Großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt am Donnerstag, 28. November, um 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist unter besucherdienst@hdgbw.de oder 0711/2123989 erforderlich.

Der Umbau der Flüsse, das Verschmutzen der Luft oder die Ausnutzung der Böden - lange Zeit schien der Beherrschung der Natur keine Grenze gesetzt. Solange der ökonomische Gewinn überwog, spielten ökologische Bedenken keine Rolle.
Der Konflikt über das in Whyl geplante Atomkraftwerk und das vor allem im Schwarzwald wahrgenommene "Waldsterben" veränderten das Umweltbewusstsein.
Bis heute bleibt die Frage nach dem Gewinn und den Kosten des Umweltschutzes umstritten - wie jüngst der Konflikt um den Nationalpark Nordschwarzwald beispielhaft verdeutlichte.

Die Referenten des Symposions zählen zu den bekanntesten Vertretern ihres Faches. Der gebürtige Mössinger Manfred Grohe ist einer der renommiertesten Fotojournalisten Deutschlands und Experte für Luftbildfotografie. Hansjörg Köster lehrt als Professor für Pflanzenbiologie an der Universität Hannover. Mit seinem 2012 veröffentlichten Buch "Die Entdeckung der Landschaft" hat er einen innovativen Blick auf die Veränderung von Landschaft gewagt.
Der Bielefelder Historiker Joachim Radkau ist für das Thema Whyl der ideale Referent: Durch sein globales Forschungsinteresse, das sich nicht zuletzt in seiner Weltgeschichte "Die Ära der Ökologie" eindrucksvoll darstellt, kann er den Streit um Whyl auch jenseits der deutschen Grenzen historisch einordnen.
Die Umweltgeschichte zählt zu den zentralen Forschungsgebieten des Freiburger Historikers Franz-Josef Brüggemeier. Vor allem das Thema Luftverschmutzung beschäftigte ihn immer wieder.

Das genaue Programm ist unter
externer Link www.hdgbw.de/stuttgarter-symposion-2013
zu finden.

Das 24. Stuttgarter Symposion beginnt am Donnerstag, 28. November,um 13 Uhr und geht bis 20 Uhr. Am Freitag, 29. November, fängt es um 9.30 Uhr an und endet um 12.30 Uhr.
Gegründet wurde das alle zwei Jahre statt findende Symposion im Jahre 1985 vom früheren Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel und dem Landeshistoriker Otto Borst.