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2016/03/07

Gemalte Rache. Vortrag über Artemisia Gentileschi und Tracey Emin

Das 4. Kunsthistorische Forum Irsee eröffnet am 18. März mit einem Abendvortrag über Malerinnen, die sich mit ihrer Kunst an Gewalttätern rächen. Der Freiburger Kunsthistoriker Dr. Tobias Lander stellt die berühmte Barockmalerin Artemisia Gentileschi und die zeitgenössische britische Künstlerin Tracey Emin ins Zentrum seiner Beobachtungen.

Artemisia Gentilschis bekanntestes Werk ist die circa 1620 geschaffene Enthauptung des Holofernes durch Judith. Nach Roland Barthes wirken Gentileschis Frauen wie "Arbeiter, die gerade dabei sind, ein Schwein zu schlachten". Das dramatische Gemälde der alttestamentlichen Szene wurde als Reaktion der Künstlerin auf eine erlittene Vergewaltigung interpretiert. Auch Tracey Emin verarbeitet in ihrer Kunst eine Vergewaltigung, einerseits in anklagenden Zeichnungen, andererseits in gestickten Bildern voller sexueller Obsession. Die Künstlerinnen aus den beiden zeitlich weit entfernten Epochen verbindet ihr selbstbewusstes, mutig gegen die gesellschaftlichen Konventionen gerichtetes "doing gender". Der Vortrag bildet den Auftakt zur Tagung mit dem Thema "Künstlerinnen - Neue Perspektiven auf ein Forschungsfeld der Vormoderne". Interessierte können sich bei der Schwabenakademie Irsee zur Teilnahme anmelden.

Öffentlicher Abendvortrag, Kloster Irsee, Freitag, 18. März 2016, 20.00 Uhr, Eintritt frei.


Schwabenakademie Irsee - Klosterring 4 - 87660 Irsee
markwart.herzog@schwabenakademie.de
Tel. 08341 906-660 - Fax 08341 906-669
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