Ruhige Inseln oder Lärmwüsten - ein Fotowettbewerb der GRÜNEN LIGA e.V.
In der Stadt und auf dem Land, überall gibt es sie: ruhige Inseln und Lärmwüsten. Sie sind Gegenstand dieses Fotowettbewerbs.
Ein Fotowettbewerb zum Thema Schall oder Lärm scheint sich zu widersprechen. Ist es möglich, Lärm oder Ruhe zu fotografieren? Ist es möglich, die Auswirkungen von Lärm beziehungsweise Ruhe im Foto zu erfassen?
Gehen Sie auf Entdeckungsreise. Fotografieren Sie Ihre Lieblingsmotive!
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Wie sehen Ihre Lärmwüsten und/oder ruhigen Inseln aus?
Wir sind gespannt.
Senden Sie uns Ihre Fotos!
Hintergrund
In den letzten Jahrzehnten hat die Belastung der Bevölkerung durch Lärm erheblich zugenommen. In Deutschland sind nach Berechnungen des Umweltbundesamtes rund 13~Millionen Menschen allein schon durch Straßenverkehr mit Geräuschpegeln belastet, die lärmbedingte Gesundheitsrisiken und zunehmende Schlafstörungen verursachen.
Dies hat dazu geführt, dass die EU 2002 die Umgebungslärmrichtlinie beschlossen hat. Mit ihrer Hilfe soll es leiser werden, um gesundheitliche Schäden abzuwenden. Dazu werden in verschiedenen Phasen Lärmkarten und Aktionspläne von den Kommunen erstellt.
Gesundheitliche Auswirkungen des Lärms
Lärm ist „unerwünschter Schall“. Diese Definition deutet bereits darauf hin, dass es nicht ganz einfach ist, zwischen Lärm und anderem Schall zu unterscheiden. Was für manchen erwünscht ist, kann für andere in der gleichen Lautstärke und am gleichen Ort unerwünscht sein. Die Einstufung als Lärm hängt nicht von der Lautstärke ab, sondern ist eine individuelle Entscheidung. Man denke nur an Techno-Musik, Formel-1-Rennen und das Summen einer Mücke beim Einschlafen.
Trotzdem hat sich gezeigt, dass Lärm für viele Menschen ein großes Problem sein kann. Das fängt bei Konzentrationsschwierigkeiten an, geht über "`Genervtsein"' bis hin zum Dauerstress und den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen wie zum Beispiel erhöhtes Herzinfarktrisiko.
Dies belegt die aktuelle Studie Noise and Risk of Myocardial Infarction (NaRoMI) deutlich, die den Zusammenhang zwischen Herzinfarktrisiko und Lärmbelastung herausgearbeitet hat. Männer haben ein 30 Prozent höheres Herzinfarktrisiko bei Tagespegeln über 65 dB (A).
Umgebungslärmrichtlinie
In zwei Phasen, gestaffelt nach Verkehrs- und Einwohnerzahlen, werden Lärmkartierungen seit 2006 durchgeführt und Aktionspläne aufgestellt. In der ersten Phase werden Aktionspläne für Ballungszentren mit mehr als 250 000 Einwohnern sowie Orte an Straßen mit mehr als 6 Millionen Kraftfahrzeugen und/oder Schienenwegen mit mehr als 60 000 Zügen pro Jahr sowie für Großflughäfen aufgestellt.
In der zweiten Phase müssen bis Mitte 2012 die Kartierungen und bis Mitte 2013 die Aktionspläne für Ballungszentren mit mehr als 100 000 Einwohnern, für Orte an Straßen mit mehr als 3 Millionen Kraftfahrzeugen und Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30 000 Zügen pro Jahr erstellt werden. Dieses Vorgehen muss laut Richtlinie alle fünf Jahre wiederholt werden.
Fotos
Die Qualität der Fotos ist nicht ausschlaggebend. Ob Handykamera, Profigerät oder analoger Apparat -- alle Bilder sind willkommen und unterliegen keiner Beschränkung. Auf Motiv und Idee kommt es uns an.
Teilnahme
Es gibt keine Teilnahmebeschränkung. Alle Arbeiten sind willkommen, ganz gleich, ob von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Profis oder Amateuren eingereicht.
Wertung
Eine Fachjury bewertet die eingereichten Arbeiten und lädt die besten Fotografinnen und Fotografen verschiedener Kategorien Ende 2010 zu einer gemeinsamen Ausstellung und entsprechender Prämierung der Arbeiten ein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bild des Monats
Auf der Internetseite http://www.uglr-info.de/foto.html wird bis zum Einsendeschluss ein „Bild des Monats“ veröffentlicht. Schauen Sie mal nach, ob Ihres dabei ist.
Einsenden
Die Bilder können digital oder als Papierversion oder Dia eingereicht werden. Dabei sind unbedingt der Name und das Alter der/des Fotografin/Fotografen und die Adresse/E-Mail-Adresse anzugeben. Außerdem interessieren uns der Ort des Fotos und eventuell die Geschichte zum Foto.
Digitale Bilder können mit den oben genannten Angaben an die E-Mail-Adresse:
fotowettbewerb@grueneliga.de
geschickt werden.
Analoge Bilder bitte an die folgende Adresse schicken:
GRÜNE LIGA e.V.\\Netzwerk Ökologischer Bewegungen
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Die eingereichten Fotos oder Datenträger können aus Kostengründen nicht zurückgeschickt werden.
Nutzungsrecht
Mit der Einsendung des Fotos an die GRÜNE LIGA e.V. erhält diese die Nutzungsrechte an den eingereichten Bildern. Außerdem wird mit der Einsendung automatisch bestätigt, dass die Bilder frei von Rechten Dritter sind und dass die abgebildeten Personen mit einer Veröffentlichung einverstanden sind. Bei Kindern müssen die Eltern das Einverständnis geben.
Einsendeschluss
Der Einsendeschluss ist der 15. September 2010.
Nachträglich eingesandte Bilder können nicht mehr berücksichtigt werden.
Anmeldeschluss: 2010-09-15
Einsendeschluss: 2010-09-15
Weitere Informationen: uglr-info.de
GRÜNE LIGA e.V.
Netzwerk Ökologischer Bewegungen
Greifswalder Straße 4
10405
Berlin
Tel.: 030/2044745
Fax: 030/2044468
E-Mail: fotowettbewerb@grueneliga.de
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