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Schülerinnen und Schüler interessieren sich für Strahlenschutz

Der Deutsch-Schweizerische Fachverband für Strahlenschutz e.V. will Schülerinnen und Schüler zur Beschäftigung mit Fragen rund um das Thema Radioaktivität und Strahlenschutz motivieren. "Wir möchten bei jungen Leuten das Interesse für den Strahlenschutz wecken und so einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten", sagte Dr. Gabriele Hampel vom Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Direktoriumsmitglied im Fachverband Strahlenschutz. Der Fachverband hat zu diesem Zweck einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem zunächst verschiedene Projekte gefördert und die besten am Ende der Projektphase honoriert werden.

Die Initiative "Nachwuchsförderung im Strahlenschutz" richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 10. Schulklasse im Alter von mindestens 16 Jahren. Die Schüler planen mit ihren Lehrern, dem Schülerlabor, dem Lernort Labor oder der Forscherwerkstatt ein Projekt, stimmen es mit dem Fachverband für Strahlenschutz ab und führen es dann gemeinsam durch. Das Spektrum möglicher Themen umfasst die Bestimmung von Radionukliden in Umweltproben und Lebensmitteln, die Strahlendosis in Wohnungen, Luft- oder Raumfahrt, Radioaktivität im Alltag, Strahlung in der Medizin oder beispielsweise auch die Konstruktion von Strahlungsmessgeräten. Grundsätzlich ist es möglich, bei den Projekten auch mit anderen Einrichtungen, die im Strahlenschutz tätig sind, zusammenzuarbeiten.

Die vom Fachverband für Strahlenschutz genehmigten Projekte - gefördert werden können Einzelpersonen oder Gruppe bis zu drei Schülern - werden mit 500 Euro pro Einrichtung unterstützt. Nach einer Laufzeit von maximal acht Monaten wird das Ergebnis des Projekts beim Fachverband für Strahlenschutz eingereicht. Für die fünf besten Arbeiten werden Schüler und Betreuer zur Vorstellung ihres Projekts beim Fachverband eingeladen. Der Gewinner erhält eine Einladung zur Jahrestagung des Fachverbands, wo er sein Projekt im Rahmen eines Vortrags vorstellen kann. Neben dem Deutsch-Schweizerischen Fachverband für Strahlenschutz wird das Projekt auch vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) unterstützt. Hier können die Schüler im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthalts die Strahlenschutzaufgaben bei der GSF in München kennen lernen.

Vorab startet das Institut für Kernchemie zusammen mit dem NaT-Lab für Schülerinnen und Schüler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz jetzt einen Testlauf. Zwei Schüler werden die Auswirkungen von radioaktiv belasteten Böden auf Pilzkulturen untersuchen. Dazu werden sie geeignete Pilzkulturen auf unterschiedlichen Böden züchten und die Aufnahmefähigkeit der radioaktiven Stoffe in Pilzen ermitteln. Die Pilze sollen mittels Gammaspektroskopie untersucht werden. Auf der Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz im September 2006 in Dresden können die Schüler ihr Projekt dann vorstellen.

Schüler und ihre Betreuer, die an der Initiative "Nachwuchsförderung im Strahlenschutz" teilnehmen möchten, können ihre Unterlagen bis zum 1. Juni 2006 einreichen. Die Förderung beginnt dann ab dem 1. September 2006.

Anmeldeschluss: 2006-06-01
Einsendeschluss: 2006-06-01

Weitere Informationen: www.kernchemie.uni-mainz.de/

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. rer. nat. Gabriele Hampel

Mainz
Tel.: 06131 39-25324
Fax: Fax 06131 39-26047
E-Mail: gabriele.hampel@uni-mainz.de