Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Initiativen zur Förderung naturwissenschaftlich-technischer Interessen
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Initiativen zur Förderung naturwissenschaftlich-technischer Interessen


Der Förder­verein Science und Technologie e.V. hat in Zusammen­arbeit mit dem Europa-Park ein Science House geschaffen. Das Science House bietet verschiedene Workshops an, bei denen Schülergruppen anhand vorbereiteter Themen zielgerichtet experimentieren und entdecken können. Die Workshops greifen Themen aus Natur(-wissenschaft) und Technik auf und bieten den Gruppen die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung. Die Teilnehmer lösen Rätsel, führen Experimente durch oder bearbeiten nach Vorgabe bzw. ganz der eigenen Phantasie folgend konstruktive Aufgaben. Dabei werden sie während des gesamten Workshops von Mitarbeitern des Science House Teams betreut.
Jeder Schüler der Jahrgangstufen 9 bis 12 kann kontinuierlich, in der Jahrgangsstufe 13 optional an dem Life-Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums teilnehmen. Schüler können sich ab der Klasse 8 bewerben. Die Förderung besteht aus einem außerschulischen Programm in Form von zentralen Vorträgen, sich selbst organisierenden Arbeitsgruppen unter der Leitung jeweils dreier Mentoren (Molekularbiologie, BioInformatik, Neuro-Wissenschaften, Bio- und Gentechnologie, Philosophie und Ethik, ...), Wochenendseminaren und Ferienakademien.
Kinder und Jugendliche kommen an Wochenenden und in den Ferien in das Schülerforschungszentrum Südwürttemberg (SFZ) in Bad Saulgau, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen: forschen. Dort treffen sie ihre Freundinnen und Freunde, die mit der gleichen Leidenschaft die Freizeit hier verbringen. Das Spektrum der Themenbereiche ist groß: Geologie, Physik, Chemie, Biologie, Biotechnologie, Mathematik, Informatik, Robotics, Technik. Haben sich die Teams erst mal gefunden, läuft die SFZ-Forschung oft wie von selbst. Die SFZler korrespondieren mit ihren Betreuern und suchen Kontakte zu Experten der Universitäten und der Firmen. Die Termine können sie selbstständig vereinbaren und forschen so lange sie wollen.
Mit dem phaenovum - Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck e.V. sollen geeignete Nachwuchskräfte für die Wissenschaft und Forschung für Industrie und Hochschulen frühzeitig gefördert werden. Forschungszentren der Universitäten und Unternehmen haben die Möglichkeit, mit den Jungforscherinnen und Jungforschern aus dem phaenovum in engen Kontakt zu treten. Interessierten und talentierten Schülerinnen und Schülern wird im phaenovum die Möglichkeit gegeben, sich ohne Unterrichtsdruck und starren Lehrplan kreativ zu entfalten und ungelösten wissenschaftlichen Rätseln interdisziplinär selbstständig nachzuspüren. Die Jugendlichen werden inspiriert, Theorien zu entwickeln und Experimente zu planen und durchzuführen. Dieser Eigenverantwortung spornt an und ruft Fähigkeiten in den Jugendlichen wach, derer sie sich oftmals selbst nicht bewusst waren. Weiteres zentrales Anliegen des phaenovums ist auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Schülerinnen und Schüler aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland sollen in naturwissenschaftlichen und technischen Experimenten zusammenarbeiten und in Kontakt kommen.
Mit dem Programm "SCOUT Science Outlined" setzt die Landesstiftung Baden-Württemberg ihr Engagement zur Förderung technisch-naturwissenschaftlicher Interessen und Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen fort. Die positiven Erfahrungen aus dem vorangegangenen Ideenwettbewerb "PUSH - Baden-Württemberg" zeigen, dass Themen aus Wissenschaft und Forschung durch kreative und innovative Didaktik verständlich und praktisch vermittelt werden können. Ziel des Programms ist es, innovative Projekte zur Wissensvermittlung von Naturwissenschaft und Technik für Kinder und Jugendliche im Land Baden-Württemberg zu unterstützen. Ging es im vorangegangenen Ideenwettbewerb in erster Linie um die Förderung modellhafter Projekte, liegt nun bei SCOUT der Fokus auf dem Aufbau dauerhafter Initiativen und Maßnahmen. Es sollen Projekte gefördert werden, bei denen die geschaffenen Aktivitäten, Strukturen und Materialien auch nach der Förderdauer weiter genutzt und fortentwickelt werden. Somit soll eine Vermittlung von Technik und Naturwissenschaft an Kinder und Jugendliche über den Förderzeitraum hinaus sichergestellt werden.
Seit Frühjahr 2003 informiert "BioLab Baden-Württemberg on Tour – Forschung, Leben, Zukunft" landesweit über den aktuellen Forschungsstand und die Entwicklungspotenziale der modernen Lebenswissenschaften und der Biotechnologie. Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat diese Bildungsinitiative als eigenes Projekt ins Leben gerufen und wird durch die Chemie-Verbände Baden-Württemberg unterstützt. Mit Praxisangeboten, Lehrinhalten sowie umfassenden landesspezifischen Informationen über Ausbildungs-, Studien- und Berufswege spricht sie insbesondere Schüler an und ermöglicht ihnen einen Blick in den praktischen Laboralltag junger Forscher.
NaT-Working steht für "Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich". Im Jahr 2000 wurde das erste NaT-Working-Projekt gefördert. Seitdem unterstützte die Robert Bosch Stiftung rund 120 NaT-Working-Kooperationsprojekte von Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern in Naturwissenschaft und Technik mit etwa 6,8 Millionen Euro. Mit dem Programm soll die Neugier der Schüler für Naturwissenschaften und Technik geweckt werden. Ein aussichtsreicher Weg hierfür sind Vermittlung und Pflege von persönlichen Partnerschaften zwischen in der Forschung tätigen Natur- und Ingenieurwissenschaftlern, Lehrern und Schülern. Gefördert werden Aktivitäten wie Praktika für Schüler und Lehrer in den Labors der Forscher, Sommerschulen, Schülerkongresse oder spielerische Praxisprojekte in der Freizeit.
Das von der Heidehof Stiftung GmbH getragene Kepler-Seminar für Naturwissenschaften ist eine Einrichtung zur Förderung naturwissenschaftlich besonders interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II. Außerhalb der Schulzeit werden Vorträge mit Diskussionen, Besuche von naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten, Arbeitsgemeinschaften, sowie in den Ferien mehrtägige Kurse und Praktikumsversuche angeboten. Ziel ist, das Interesse an naturwissenschaftlichen Fragen zu pflegen und zum Weiterdenken anzuregen. Kontakte und Beratungsgespräche mit Persönlichkeiten aus Hochschule und Industrieforschung sind Orientierungshilfen für den weiteren Weg nach der Schule. Damit versucht das Seminar, eine Ergänzung des Bildungsangebots der Gymnasien zu sein.
Die JuniorAkademie - Science Academy Baden-Württemberg, steht unter der Projektleitung des Regierungspräsidiums Karlsruhe und hat die Förderung mathematisch und naturwissenschaftlich-technisch besonders interessierter und begabter Mittelstufenschüler zur Aufgabe. Zugleich sollen Lernprozesse eingeleitet werden, die zur Entwicklung fächerübergreifender Kompetenzen und bildungsrelevanter Persönlichkeitsmerkmale beitragen. Die Akademie in Adelsheim bietet Schülern der Mittelstufe (Klasse 8 und 9) der Realschulen und Gymnasien Baden-Württembergs Kurse in den Bereichen Genetik/Molekularbiologie/Bioethik, Informatik/Mathematik/Physik, Chemie, Robotik, Pharmazie/Medizin/Biologie und Angewandte Forschung/Entwicklung/Wirtschaft an. Die fachliche Arbeit in den Kursen wird durch übergreifende Angebote (wie Sport, Musik, Kunst, Theater, Literatur, Exkursionen und Vorträge) abgerundet.
TheoPrax ist eine Lehr-und Lernmethode, die möglichst früh Theorie und Praxis miteinander verbindet. Durch die Bearbeitung industrieller Fragestellungen können Schüler und Studenten, sowie Lehrer und Professoren erlerntes Wissen praktisch anwenden. Seit 1996 entstand ein verbindendes Netzwerk zwischen Schulen, Hochschulen und Firmen. Über Baden-Württemberg hinaus umfasst der Verbund mittlerweile Partner in ganz Deutschland - ihre Zahl wächst ständig. Zur regionalen Betreuung sind bundesweit neben dem TheoPrax®-Zentrum am Fraunhofer ICT inzwischen 10 Kommunikationszentren in 10 Bundesländern entstanden. Außerdem schreibt die TheoPrax Stiftung den jährlich vergebenen TheoPrax Preis aus, der bei der TheoPrax Tagung verliehen wird.
Das TECHNORAMA ist ein Science Center. Science Centers sind Experimentier-Ausstellungen oder Experimentier-Felder. Sie sind naturwissenschaftlich orientiert und verschaffen somit auch einen Einblick in Grundlagen der Technik. Das Verständnis wird durch Hands-on, durch selbstbestimmtes Mittun, nachhaltig erleichtert. Damit jeder und jede sich im TECHNORAMA Zeit und Musse nehmen kann, gibt es mittlerweile über 500 Experimentierstationen. Beim Selber-Tätigwerden und eigenständigen Handeln stellt sich die Faszination am Phänomen, unmittelbar am Objekt, ein und Vorgänge und Dinge lassen sich sinnlich beobachten. So kommt es immer wieder zum Glück des Aha-Erlebnisses.
Das Vaisseau ist ein Projekt des Generalrats des Departements Bas-Rhin. Es dient der Bildung, der Entdeckung von Wissenschaft und Technik. Kinder unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nationalitäten, mit und ohne Behinderung, können hier einander begegnen. Das Vaisseau bietet den Kindern die Möglichkeit, die Welt, in der sie leben, sowie deren Zukunft zu entdecken und besser zu verstehen. Des Weiteren dient das Vaisseau als pädagogisches Hilfsmittel für Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen. Die gesamten kulturellen Aktivitäten des Vaisseau (wissenschaftliche Workshops, Vorführungen,…) sind in beiden Sprachen an das deutsche und französische Publikum angepasst.
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