Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Wehrdienst
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Grundwehrdienst oder Karriere bei der Bundeswehr?

Die Wörter "Wehrdienst" und "Kriegsdienst" werden inhaltlich weitestgehend synonym externer link verwendet, sind jedoch klar zu trennen, da die Bundesrepublik Deutschland nur einen Verteidigungskrieg führen darf.
Angriffs- oder Präventivkriege sind durch grundgesetzliche externer link (Art. 26 I) und strafrechtliche (§§ 80, 80a StGB externer link) Vorschriften streng verboten. Der Dienst in den deutschen Streitkräften ist daher per se Wehr-Dienst. Der Ausdruck "Kriegsdienst" impliziert, daß deutsche Soldaten (beliebig) für Kriege eingesetzt werden können. Das ist jedoch nach Art. 87a II (Außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zuläßt) GG unzulässig. Insofern sind die unterschiedlichen Schreibweisen in den Gesetzestexten missverständlich.
Mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs externer link können deutsche Männer auf Grund von Artikel 12a GG externer link zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz externer link oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden. Die einfachgesetzliche Grundlage für die Wehrpflicht bildet das Wehrpflichtgesetz (WPflG). Gemäß § 1 WPflG sind alle Männer vom vollendeten 18. Lebensjahr an wehrpflichtig, die Deutsche im Sinne des GG sind. Die Dauer des Wehrdienstes ist ebenfalls im WPflG geregelt und beträgt derzeit neun Monate. Die Allgemeine Grundausbildung externer link (AGA) beansprucht davon drei Monate, hinzu kommt eine Spezialgrundausbildung (SGA), die auf die konkrete Aufgabe vorbereitet.
Es besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Dienstes auf bis zu 23 Monate. Ebenso besteht die Möglichkeit, den Wehrdienst in drei Abschnitten von sechs und anderthalb Monaten abzuleisten.
Nach den Grundrechten im Grundgesetz externer link darf niemand gegen sein Gewissen externer link zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Die Kriegsdienstverweigerer externer link müssen dann einen Wehrersatzdienst externer link bzw. Zivildienst externer link leisten. Eine immer wieder fälschlicherweise angenommene Wahlmöglichkeit zwischen Grundwehrdienst und Ersatzdienst besteht nicht. Grundsätzlich ist der Grundwehrdienst abzuleisten.
Mit der Verkleinerung der Bundeswehr nach dem Ende des kalten Krieges externer link nimmt auch die Zahl der Wehrdienstleistenden von Jahr zu Jahr ab. In diesem Zusammenhang gewinnt die öffentliche Diskussion über die "Wehrgerechtigkeit externer link " an Gewicht, nachdem gegenwärtig nur noch ca. 15% der Männer eines Jahrganges mit der Einziehung zur Bundeswehr rechnen muss. Aus diesem Grund haben auch schon einige Gerichte entsprechenden Widersprüchen gegen die Einberufung stattgegeben.
Konzepte zur Umwandlung der Bundeswehr in eine reine Berufsarmee mit vollkommen veränderter Aufgabenstruktur ('Out of Area'-Einsätze) werden zunehmend über die verschiedenen politischen Lager hinweg entwickelt. Eine solche Umwandlung zur Berufsarmee würde auch das Aus für den Zivildienst externer link bedeuten, da dieser so konstruiert ist, dass seine Existenz von der eines Wehrdienstes abhängt

(Quelle: Wikipedia)


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Das Ziel, an den Hochschulen der Bundeswehr allgemein anerkannte Diplome vergeben zu können (Universität wurde die heutige Helmut-Schmidt-Universität durch Verleihung des Promotions- und Habilitationsrechts zu Beginn der 80er Jahre), bedingte eine inhaltliche Orientierung an, teils auch Übernahme der curricularen Vorgaben für Diplomabschlüsse der Landesuniversitäten. Der anfangs oft geäußerte Verdacht, es sollten hier wissenschaftliche Lehr- und Forschungsgegenstände "militarisiert" werden, entbehrt demnach der Grundlage.
Die Universität besteht aus einem universitären und einem Fachhochschul-Bereich. Insgesamt werden 13 Studiengänge an sieben Fakultäten und drei Fachbereichen angeboten. Das Trimestersystem, ein Studium der kurzen Wege auf der Campus-Universität und die individuelle Betreuung der Studierenden in Kleingruppen ermöglichen ein erfolgreiches Studium innerhalb kurzer Zeit. Nach 3 ¼ Jahren Regelstudienzeit erreichen die Studierenden Abschlüsse, die denen an Landesuniversitäten gleichwertig sind. Forschung und Lehre an der Universität der Bundeswehr sind frei, und hervorragende wissenschaftliche Einrichtungen ermöglichen international konkurrenzfähige Forschung auf hohem Niveau.
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