Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Lernstandserhebungen bundesweit
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Lernstandserhebungen bundesweit


Bedeutung der Vergleichsarbeiten

Die Vergleichsarbeiten VERA werden als standardisierte Tests nach wissenschaftlichen Kriterien konzipiert. Als Grundlage dienen die Methoden der empirischen Sozialforschung.

Die Vergleichsarbeiten stellen ein verpflichtendes Instrument der Selbstevaluation dar und sind ein Element der Qualitäts- und Schulentwicklung. Sie sind keine individualdiagnostischen Verfahren und ersetzen keine Klassenarbeiten. VERA wird nicht benotet.

Zuständigkeiten im Verfahren

Die Vergleichsarbeiten VERA werden länderübergreifend konzipiert und bundesweit an Grundschulen eingesetzt.

Die Entwicklung der Aufgaben und die Zusammenstellung der Tests erfolgen am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), Berlin unter Mitwirkung aller Bundesländer. Mit der operativen Durchführung der Vergleichsarbeiten in Baden-Württemberg hat das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport das Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) beauftragt. Der Support wird vom Service Center Schulverwaltung (SCS) übernommen.

Entwicklung der Tests

Im Auftrag des IQB wird jährlich eine Vielzahl von Testaufgaben von einer Gruppe von länderübergreifend arbeitenden Grundschullehrkräften in Kooperation mit Expertinnen und Experten verschiedener Hochschulen entwickelt

.

Im Rahmen einer Pilotierung werden die Aufgaben etwa ein Jahr vor dem Einsatz an mehreren Hundert Grundschülerinnen und Grundschülern erprobt. Hierzu werden die Pilotierungsschulen in einer Stichprobenziehung zufällig ausgewählt. Die Pilotierung dient dazu, die Qualität der Aufgaben zu ermitteln, um anschließend gute Aufgaben auswählen zu können. Unter anderem können die Aufgabenschwierigkeiten ermittelt und die Aufgaben somit in die Kompetenzstufenmodelle eingeordnet werden.

Mit einer Auswahl von Aufgaben, die sich in der Pilotierung als geeignet erwiesen haben, stellt das IQB die Schülertesthefte zusammen. Zu jedem Testheft werden Durchführungserläuterungen, Auswertungsanleitungen und umfangreiche Didaktische Handreichungen erarbeitet. Diese Materialien werden den Ländern zur Verfügung gestellt.

Verfahrensschritte an der Schule

Das Verfahren VERA 3 wird seit dem Jahr 2012 über ein landeseigenes VERA-Online-Portal durchgeführt. Dieses Portal ermöglicht es den Schulen, ihre Klassen zu verwalten, die Materialien herunterzuladen, die Testergebnisse der Schülerinnen und Schüler einzugeben und die Ergebnisrückmeldungen abzurufen.

In Baden-Württemberg werden die Testbereiche in Deutsch an zwei Terminen und in Mathematik an einem Termin verpflichtend eingesetzt. Die Termine werden bundesweit vorgegeben. Um die eigene diagnostische Kompetenz in dem unterrichteten Fach zu erfassen, haben Lehrkräfte die Möglichkeit am Verfahrensschritt Diagnosegenauigkeit teilzunehmen. Dieser Verfahrensschritt wird zum freiwilligen Einsatz angeboten. Hierzu gibt die Lehrkraft pro Aufgabe eine Einschätzung ab, wie viele Schülerinnen und Schüler ihrer Klasse die jeweiligen Aufgaben lösen werden. Nach der Durchführung erhalten die Lehrkräfte einen Vergleich der eingeschätzten Aufgabenschwierigkeiten mit den tatsächlich erreichten Werten und damit die Möglichkeit, Tendenzen der Überschätzung oder Unterschätzung hinsichtlich der Einzelaufgaben ebenso wie hinsichtlich des Gesamtwerts festzustellen.

Nach dem Einsatz und der Korrektur der Vergleichsarbeiten werden die anonymisierten Testergebnisse in das landeseigene VERA-Online-Portal eingegeben. Die eingegebenen Daten werden vom Landesinstitut für Schulentwicklung teststatistisch analysiert und in Form von Ergebnisrückmeldungen aufbereitet.

Den Schulleitungen und den teilnehmenden Lehrkräften werden jeweils spezifische Ergebnisrückmeldungen für die Schule und die Klassen im geschützten Portal zum Download bereitgestellt.

Ergebnisrückmeldungen für Lehrkräfte enthalten für jeden Testbereich Informationen auf Schülerebene, Aufgabenebene und Klassenebene, jeweils mit landesweiten Vergleichswerten. Ergebnisrückmeldungen für die Schulleitungen enthalten für jeden Testbereich zusammengefasste Informationen auf Ebene der Parallelklassen, jeweils mit landesweiten Vergleichswerten. Im Anschluss an die Rückmeldungen sollten die Ergebnisse von den beteiligten Lehrkräften und in Fach- beziehungsweise Gesamtlehrerkonferenzen diskutiert werden. Der Prozess der Nutzung der Daten muss systematisch gestaltet werden mit der Zielsetzung

  • die Daten zu analysieren und zu interpretieren,
  • Konsequenzen für die Weiterentwicklung zu ziehen und
  • die Sicherung des Umgangs mit den Ergebnissen der Vergleichsarbeiten für die schulinterne Qualitätsdokumentation festzulegen.
Weitere Informationen zur Konzeption, zu Zielen, Testentwicklung und den Kompetenzstufenmodellen finden Sie auf den Seiten
Zuletzt geändert am 22.2.2012
Landesinstitut für Schulentwicklung

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Die Entwicklung, Bereitstellung und Auswertung der Diagnose- und Vergleichsarbeiten in Baden-Württemberg erfolgt durch das Landesinstitut für Schulentwicklung.

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