Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Sozialcurriculum "Vom Ich zum Wir" - Konzept zur Förderung sozialer und personaler Kompetenzen mit einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Bausteine
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Sozialcurriculum "Vom Ich zum Wir" - Konzept zur Förderung sozialer und personaler Kompetenzen mit einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Bausteine


kORNTAL_TEXT Ein Schulentwicklungsprojekt des "" Gymnasiums Korntal-Münchingen 

Schulort:

70825 Korntal-Münchingen  Schul-Logo

Schulart:

Gymnasium

Größe der Schule:

1003 Schüler, 77 Lehrer/innen, 39 Klassen

Diese Texte und Materialien wurden von der vorgenannten Schule erstellt und von der Redaktion des LS zusammengefasst. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Schule.

Konzeption

Soziales Lernen: Vom Ich zum Wir

Die gymnasiale Bildungs- und Erziehungsarbeit fördert insbesondere die Entwicklung von Toleranz, Solidarität und Verantwortung.
Auf der Basis personaler Kompetenzen, die wir in einem ersten Schritt stärken, bieten wir unseren Schülern viele Gelegenheiten, ihre sozialen Kompetenzen im Miteinander und Füreinander zu entwickeln und zu erproben. So lernen sie, mit sich selbst und anderen angemessen umzugehen.

Übersicht:  "Soziales Lernen: Vom Ich zum Wir"

Schwerpunkte
Überblick

Klasse 5

  • Die Klassenlehrerstunde (kein Fachunterricht) gibt in einer ersten Phase bis etwa zu den Weihnachtsferien dem Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler in der neuen Klasse Raum. In dieser Stunde werden die Schülerinnen und Schüler von den Klassenlehrern betreut; hier werden auch Klassenregeln erstellt.
  • Die so genannte Fünferübernachtung, die die Paten zusammen mit der SMV und den Verbindungslehrern ausrichten, trägt ebenfalls zum besseren Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler auf der Klassenstufe 5 bei.
  • " " STUPS baut das Selbstbewusstsein der Schüler gezielt auf. Dazu gehört auch, dass die Schüler lernen „nein“ zu sagen, insbesondere dann, wenn Mitschüler versuchen zu hänseln, auszulachen, aggressiv zu werden.  Der Kurs ist als freiwillige Arbeitsgemeinschaft konzipiert, an der aber in der Vergangenheit fast alle Kinder der fünften Klassen teilnahmen.  Erfahrene Kollegen führen diese Kurse über einen Zeitraum von etwa sieben Doppelstunden am Nachmittag durch.
  • Die Sozialarbeiterin am Gymnasium bietet auf Nachfrage der Klassenlehrer das Projekt "Klassenrat" an. In drei Doppelstunden (während der Unterrichtszeit) lernen die Schülerinnen und Schüler, auftauchende Probleme innerhalb der Klasse selbst zu regeln. 

Klasse 6

  • Im Herbst steht der erlebnispädagogische Tag auf dem Programm; er ist obligatorisch für alle Klassen der Stufe.
  • Ebenfalls verpflichtend ist die Teilnahme an " " "KUCKMAL". Hier lernen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines etwa 12-stündigen Kurses (der in der Klassenlehrerstunde stattfindet) Konfliktlösung und Teamfähigkeit.
  • Darüber hinaus nehmen alle Schülerinnen und Schüler an einer Veranstaltung zur Gewaltprävention teil, die von der Polizei Ditzingen an einem Unterrichtsvormittag im Frühjahr durchgeführt wird.

Klasse 7

  • Am Ende des 7. Schuljahres fahren die Schülerinnen und Schüler ins Schullandheim. Dieser Aufenthalt im Schullandheim wird unter dem Aspekt der Stärkung der Klassengemeinschaft und der Förderung des sozialen Miteinander ausgewählt. So sind ein Segelkurs am Chiemsee oder ein Aufenthalt in einer Jugendherberge im Allgäu oder Schwarzwald mit einem entsprechenden erlebnispädagogischen Programm möglich. In Einzelfällen sind auch andere Ziele denkbar. 
  • Die Fächer Biologie, Deutsch, Religion bzw. Ethik und Sport unterrichten am Ende des ersten Schulhalbjahres im Rahmen einer Themenschwerpunktwoche fächerverbindend das Thema " " "Suchtprävention".
  • Die Sozialarbeiterin bietet ein Kommunikationstraining im Rahmen des Unterrichts an. Hier werden besonders erlernte Strategien aus KUCKMAL (Klasse 6) vertieft.
  • Soziales Verhalten im Internet ist Thema im ITG-Unterricht. In 3 Doppelstunden werden Ursachen, Auswirkungen und Prävention von Cyber-Mobbing reflektiert.
  • Von Klasse 7 an können sich die Schülerinnen und Schüler sowohl in der Ersthelfer-AG als auch in der Streitschlichter-AG des Gymnasiums engagieren.

Klasse 8

  • Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer des Fachbereichs Religion und Ethik bereiten mit Schülerinnen und Schülern, die sich freiwillig engagieren, den Seniorennachmittags der Christuskirche im Advent vor.
  • Zwei in Erlebnispädagogik ausgebildete Lehrer der Schule führen mit den 8. Klassen einen erlebnispädagogischen Tag durch, bei dem es u. a. um gemeinsame Problemlösungen geht. Ziele dieses Tages sind ein besseres Miteinander und ein stärkerer Zusammenhalt in der Klasse, da erfahrungsgemäß gerade in der Mittelstufe pubertäre Probleme zu sozialen Konflikten führen können.
  • Die Schulsozialarbeiterin führt für interessierte Mädchen eine AG zur Selbstbehauptung durch.
    Geplant ist in dieser Klassenstufe im Rahmen der Suchtprävention der Schwerpunkt 'Essstörungen'.

Klasse 9

  • Die Schülerinnen und Schüler absolvieren das Sozialpraktikum, das eine Schulwoche umfasst, in einer karitativen Einrichtung in der nahen Umgebung der Schule. Das Praktikum wird von den Lehrerinnen und Lehrern der Fachschaft Religion/Ethik inhaltlich vorbereitet und eng begleitet. Auf diese Weise kommen die Schülerinnen und Schüler mit ehrenamtlicher Tätigkeit in Kontakt und lernen andere Lebenswelten kennen. Über ihre Erlebnisse schreiben sie einen Bericht. Am Informationsabend für die Eltern präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen.
  • In Zusammenarbeit mit der SMV wird der Tag "" "Mitmachen Ehrensache" (Anfang Dezember zum "Internationalen Tag des Ehrenamtes") an der Schule vorbereitet.
  • "Mitmachen Ehrensache" ist ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Programm, das vorsieht, dass Schülerinnen und Schüler einen Tag in einem Betrieb arbeiten und den in dieser Zeit verdienten Lohn an eine gemeinnützige Einrichtung im Raum Stuttgart abführen. Mitmachen können einzelne Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren (Jugendschutzgesetz). Die Teilnahme ist freiwillig; der Erfolg dieses Projekts hängt entscheidend von der Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler ab, sich hier zu engagieren.
  • In der Klassenstufe 9 ist ein Vormittag den Benimmregeln gewidmet. Den "Benimmkurs" führt die Sozialarbeiterin durch. Insbesondere mit Blick auf  " " BOGY in Klassenstufe 10 wird richtiges, d. h. der Situation angemessenes Verhalten wichtig (Bewerbung, Bewerbungsgespräch).

Klasse 10

  • Die Schülerinnen und Schülern dieser Stufe können sich den neuen "Fünfern" als Paten zur Verfügung stellen. Diese gestalten den "Fünfer-Nachmittag", führen im Laufe des Schuljahres mit den neuen Fünfern verschiedene Unternehmungen durch (Übernachtung im Schulhaus mit Programm, Ausflug mit Grillen, Kinobesuch, Tischtennisturnier, etc.) und stehen grundsätzlich als Ansprechpartner für vielerlei Anliegen zur Verfügung. Ziel dieser Patenschaft ist es, die neuen "Fünfer" an die Schule heranzuführen, die Schulgemeinschaft und das soziale Miteinander, hier u. a. der älteren und der ganz jungen Schülerinnen und Schüler, zu stärken.
  • Ab Klasse 10 können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms die Hausaufgabenbetreuung übernehmen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich als Schülermentor/in (u. a. in Sport, Musik) ausbilden zu lassen, um mit dieser Ausbildung andere Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer AG anzuleiten.

Klasse 11

  • Die Schülerinnen und Schülern der ersten Kursstufe führen eine Studienfahrt nach Berlin durch. Ziel ist hier nicht nur das Kennenlernen der Hauptstadt, sondern nach der Auflösung des Klassenverbandes auch das Zusammenwachsen in der gesamten Kursstufe.

Alle Klassenstufen

  • Bei auftretenden Mobbingfällen wird unter Zuhilfenahme von bewährten, der jeweiligen Situation angepassten Strategien interveniert. Ansprechpartnerin ist die Schulozialarbeiterin. Sie kann persönlich angesprochen oder auch über das "Offene Ohr", einen Briefkasten im Sekretariat, kontaktiert werden. Unterstützt wird sie durch die "Buddy-Guards", eine Gruppe von Schülerinnen und Schülerni ab Stufe 10, die eine "Anti-Bullying"-Ausbildung durchlaufen haben. Zudem führen sie Präventionsstunden zum Thema Cyber-Bullying durch.
  • Der Klassenrat wird in vielen Klassen der Unter- und Mittelstufe weitergeführt.
  • Über alle Klassenstufen hinweg findet eine breite Palette an weiteren, häufig direkt mit dem Unterricht verknüpften Aktivitäten statt, die die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken:
    SMV-Veranstaltungen, Schulfest, Wandertag, Klassenfest, Klassenkonzert, Schüleraustausch, Theateraufführung, Musik-Patenschaft für Altersheime etc.

Anmerkungen zum Projekt:

  • Die Planungsphase erstreckte sich über 7 Jahre, um alle Angebote zu installieren. Für die Umsetzung waren zusätzliche Projektmittel nötig für die Umsetzung der erlebnispädagogischen Tage (Ausbildung der Kollegen in Erlebnispädagogik und Geräte aus dem Hochseilgarten), diese Mittel kamen aus Förderprogrammen des Sparkassen- und des Schulvereins.
  • Tipps zur Umsetzung des Prozesses:
    - Transparenz bei Nutzen, Planung und Entscheidungen für Kollegen, Eltern, Schüler
    - das Gesamtkonzept im Blick behalten
    - gemeinsame Erarbeitung der Ziele im Kollegium= Abstimmungsprozess
    - Ziele sollen umsetzbar sein, zum Profil der Schule passen und von allen getragen werden können
  • Gewinn, der durch das Projekt für Schüler und Lehrkräfte entsteht:
    - besseres soziales Miteinander im Schulleben
    - stärkerer Rückhalt im gesamten Kollegium, deshalb auch größere Nachhaltigkeit
    - Identitätsstiftung bei Schülern
    - Entwicklung von Kompetenzen bei Schülern und Lehrern
    - Teambildung im Kollegium
    - Instrument der Qualitätsentwicklung


Übersicht:  "Soziales Lernen: Vom Ich zum Wir"
Übersicht über Schwerpunkte, soziale Projekte und Aktivitäten
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Beschreibung des Sozialcurriculums des Gymnasiums Korntal
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