Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Projektnachmittag - Konzeption und Angebote
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Projektnachmittag - Konzeption und Angebote

Vorlage Ein Schulentwicklungsprojekt der  Wiestorschule Überlingen

Schulort:

88662 Überlingen

Schulart:

Grund- und Werkrealschule

Größe der Schule:

Besonderheiten: 

Regeln des Zusammen-Arbeitens und des Zusammen-Lebens

Diese Texte und Materialien wurden von der vorgenannten Schule erstellt und von der Redaktion des LS zusammengefasst. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Schule.

Implementierung der "Grüner-Regeln" - ein Konzept zur Förderung des Schullebens

Im November 2006 entwickelten Lehrer/innen der Wiestorschule gemeinsam mit Diplom - Psychologe und Leiter des  Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg, Herrn Thomas Grüner, ein gemeinsames Fundament des Lernens.

1. Die Wiestorschule und Soziale Kompetenz 

Das Erlernen wichtiger sozialer Kompetenzen steht im Mittelpunkt des Schulalltages der Wiestorschule. Menschen leben schon immer in Gemeinschaft mit anderen. Diese bietet dem Einzelnen Schutz, Stärke und Sicherheit. Sie fordert aber auch vom Einzelnen: Werte, Regeln, Anpassung. Die zentrale Aufgabe von Erziehung - schulischer wie häuslicher - ist es, junge Menschen zu einem selbst- und sozialverantwortlichen Handeln in der Gemeinschaft zu befähigen. Die Schule ist zunehmend die zentrale Institution, in der alle Kinder erreicht werden und ein gesellschaftlicher Werte- und Verhaltenskonsens vermittelt werden kann.
Neben ihrer grundlegenden gesellschaftlichen Bedeutung sind soziale Kompetenzen auch für modernen und erfolgreichen Unterricht eine unerlässliche Voraussetzung: Dies beginnt bei einfachen partnerschaftlichen Arbeitsformen, geht über individuelle Regeln der Klassen bis hin zur Schulordnung (siehe unter 3.6).
Solch eine umfassende Aufgabe und Zielsetzung lässt sich nur umsetzen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und zu wirklichen Erziehungspartnern werden: Lehrer, Eltern und Schüler.
Soziale Kompetenzen wie Selbstbewusstsein, Empathie, die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation, sowie die Fähigkeit, Konflikte fair und gewaltfrei auszutragen sind Voraussetzung für eine konstruktive Konfliktlösung und gegenseitiger Respekt und Toleranz. Sie werden auf ganz verschiedenen Ebenen gefördert. Der tägliche Unterricht mit entsprechenden Methoden und Sozialformen spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Ausgestaltung des Schullebens. Die "Grüner Regeln“ wurden als zentraler Baustein zum Erlernen dieser Kompetenzen in der Wiestorschule eingeführt.
Durch einheitliche und für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern transparente Regeln soll das Zusammenleben und -arbeiten so beeinflusst werden, dass das "Recht auf störungsfreien Unterricht“ durchgesetzt werden kann. Sie unterstützen zudem die Schülerinnen und Schüler dabei, soziale Spielregeln für einen respektvollen Umgang miteinander zu erlernen.
Oberstes Ziel der "Grüner - Regeln“ ist es, einen störungsfreien Unterricht zu ermöglichen. Die Regeln sollen den Schülerinnen und Schülern Sicherheit durch einheitliche, transparente  und konsequente Durchsetzung geben, jedoch nicht bestrafend wirken. Sie sollen ihnen Halt und Struktur im Schulalltag, sowie eine gute Arbeitshaltung und soziale Werte vermitteln.


Präsentation als Ergebnis einer Selbstevaluation, hier für den Bereich Hauptschule

2. Soziale Kompetenz und Prävention: Absprachen zur Umsetzung der Grüner-Regeln

Betrifft Alle Schüler der Klassen 1-10
Lehrkräfte aller Klassen
Schulleitung/SL-Team
Prozess → Feststehende Regeln des Zusammen-Arbeitens an der Wiestorschule von Klasse 1 – 10

Im November 2006 entwickelten Lehrerinnen und Lehrer der Wiestorschule gemeinsam mit Diplom - Psychologe und Leiter des Instituts für Konflikt-Kultur in Freiburg, Herrn Thomas Grüner, ein gemeinsames Fundament des Lernens.
Dieses wurde zum 27.11.2006 sowohl für alle Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler verbindlich eingeführt.
Mit klaren Grenzen und Konsequenzen will die Schule den Schülerinnen und Schülern unter dem Motto "Weiße Wiestor Weste" Sicherheit, Struktur und Halt geben und dabei Arbeitshaltungen und Werte vermitteln.
Die Schule baut auf ein Anerkennungs- bzw. Belohnungssystem durch positive Motivation.
Probleme und Fragen die bei der Durchsetzung der Regeln entstehen, werden in regelmäßigen Abständen in den Gesamtlehrerkonferenzen besprochen und gegebenenfalls genauer festgelegt, abgewandelt oder ergänzt.
Zwischenzeitliche Fragen können mit dem Projektteam besprochen werden. Ebenso sollen neue Kollegen durch dieses Team eingewiesen werden.

Die genauen theoretischen und praktischen Hintergründe können durch entsprechende Literatur von Herrn Grüner in der Lehrerbücherei nachgelesen werden.

Jeder Klassenlehrer erhält zu Beginn eines Schuljahres einen "Grüner Ordner", in dem eine Kurzzusammenfassung der Regeln, sowie deren Umsetzung beinhaltet ist, sowie sämtlicher Vorlagen für die benötigte Feedbackliste, Stempelkarten, Joker, Gutscheine, Elternbriefe, etc.
Dieser Ordner wird in regelmäßigen Abständen vom Schulleiter eingesehen und auf die Durchsetzung der Regeln geprüft (nach größeren Ferienabschnitten).
Ziele Fundament des Lernens!
Oberstes Ziel der Grüner - Regeln ist es, einen weitgehend störungsfreien Unterricht zu ermöglichen.

Freiheit in Grenzen!
Die Regeln sollen unseren Schülern Sicherheit durch einheitliche und konsequente Durchsetzung geben, jedoch nicht bestrafend wirken. Sie sollen ihnen Halt und Struk-tur im Schulalltag geben, sowie eine gute Arbeitshaltung und soziale Werte vermit-teln.

An einem Strang ziehen!
Gemeinsames Handeln macht stark
Lehrer verfolgen ein einheitliches Erziehungsprofil
Schulentwicklung
(Kurze Beschreibung der Regeln und ihrer Durchführungen siehe unten)
Team/Leitung Die Gesamtlehrerkonferenz bestimmt ein Team, das als Ansprechpartner für neue Kollegen und Fragen zu den Grüner-Regeln zuständig ist.

3. Das Wichtigste auf einen Blick: Die Grüner-Regeln



Download Download der Regeln Download

4. Regeln des Zusammen-Lebens in der Wiestorschule

Betrifft Alle Schüler der Klasse 1 bis 10
Lehrkräfte aller Klassen
Schulleitung
Schulsozialarbeit
Prozess → Feststehende Regeln des Zusammen-Lebens
    an der Wiestorschule von Klasse 1 bis 10

Hierbei wird wie folgt vorgegangen:
  • Gegenseitiges Kennenlernen
  • Schüler äußern sich schriftlich oder mündlich zu Dingen, die ihr Zusammenleben in der Schule stören.
  • Mögliche Konfliktlösungen werden gesucht und formuliert
  • Formulierung der "STOPP, HÖR AUF" - Regel:  "Stopp, ... (Name) ..., hör auf ...!
    Bsp: "Stopp, Max, hör auf mich Depp zu nennen!“
  • Konsequenzen bei Regelverletzungen werden erarbeitet:
    1. Schüler entschuldigt sich (Eigenregie)
    2. Regelverletzung wird dem LehrerIn gemeldet
    3. Vereinbarung einer Wiedergutmachung zwischen den Schülern mit Hilfe der Lehrkraft
Ziele 1. Mit der STOPP, HÖR AUF – Regel lässt sich die Grenze zwischen Spaß und Ernst individuell und situationsabhängig definieren.
2. Die Zahl der eskalierenden Konflikte sinkt.
3. Die Streitereien können von den Schülerinnen und Schülern öfters alleine gelöst werden.
4. Die "Opfer“ können nicht mehr als "Petzer“ hingestellt werden.
Team/Leitung XXXX (Teamleitung)
Team (Die Gesamtlehrerkonferenz bestimmt ein Team, das als Ansprechpartner für neue Kollegen und Fragen zu den Regeln zuständig ist.)


Zuletzt geändert am 11.1.2012
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