Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Bus auf Beinen - Aktion "Sicherer Schulweg"
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Bus auf Beinen - Aktion "Sicherer Schulweg"

Ein Schulentwicklungsprojekt der  Grund- und Werkrealschule (GWRS) Bissingen

Schulort:

74321 Bietigheim-Bissingen

Schulart:

Grundschule, Werkrealschule, jeweils 2-zügig

Größe der Schule:

 360 Schülerinnen und Schüler
 40 Lehrerinnen und Lehrer 

Besonderheiten: 

Grundschule: "Bus auf Beinen" - Aktion "Sicherer Schulweg"
Werkrealschule: Ganztagesschule, internationale Vorbereitungsklasse

Diese Texte und Materialien wurden von der oben genannten Schule erstellt und von der Redaktion des LS zusammengefasst. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Schule.

Projektbeschreibung:


Start des PilotprojektesWas ist ein "Bus auf Beinen" (BaB) ?
  • Der BaB ist eine Gehgemeinschaft von Grundschülern „auf Beinen“, die gemeinsam ihren Schulweg erleben.
  • Die Gehgemeinschaft startet zu Fuß von einem Ausgangspunkt (analog einer Bus-Haltestelle) und geht nach einem Fahrplan (wie bei einem Bus).
  • Die Schüler werden von einem Erwachsenen begleitet.
  • Die Begleitperson ist Ansprechpartner, hilft in schwierigen Situationen und passt mit auf.
Der "Bus auf Beinen" an der Waldschule ist am 18.1.2010 gestartet:  Download Zeitungsbericht Download und Download Video



Planungsphase

Anlass für das Projekt waren die Schulwegsicherung (es gab bisher keinen Schulwegeplan) und Mobilitätsverbesserung (hohes Aufkommen an "Elterntaxis") bei den Schülerinnen und Schülern.
Die Waldschule liegt in einem verkehrsarmen Wohngebiet und kann von den Schülerinnen und Schülern der Grundschule auf gesicherten Wegen zu Fuß erreicht werden. Viel Kinder müssen dabei allerdings den Weg durch das Saubachtal nehmen. Viele Eltern hatten aber Bedenken, ihre Kinder vor allem im Winter ohne Begleitung durch das dunkle Tal und den angrenzenden Wald zu schicken.

Pädagogische Ziele des Projektes:
  • die Schulkinder sollen die Freude an der Bewegung finden bzw. diese bewahren.
  • sie sollen zur Selbstständigkeit im Straßenverkehr begleitet und schneller hingeführt werden sowie
  •  ihre sozialen Kontakte pflegen und ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern.
  • da mehrere Jahrgänge am Bus auf Beinen teilnehmen, haben die älteren Grundschülerinnen und Grundschüler die Möglichkeit, sich um die Jüngeren zu kümmern. Die Sozialkompetenz wird dadurch gestärkt.
Die Planungphase durch die Schulleitung und die Eltern erstreckte sich von September 2009 bis zum Start des "BaB" im April 2010 mit insgesamt ca. 150 Stunden (ohne die Vorarbeiten wie z.B. die Erstellung des Schulwegeplanes).

Als außerschulische Kooperationspartner waren beteiligt:
  • die Stadt Bietigheim-Bissingen (insbesondere Straßenverkehrsbehörde, Hoch- und Tiefbauamt, Öffentlichkeitsarbeit, Stadtgärtnerei und der Oberbürgermeister als Schirmherr).
  • die Kreisverkehrswacht Ludwigsburg, die Landesverkehrswacht BW, die Polizeidirektion Ludwigsburg, das Landesinstitut für Schulsport, Schulmusik und Schulkunst BW (LIS) in Ludwigsburg, das Innenministerium BW und Sponsoren.
In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Polizeidirektion und der Kreisverkehrswacht Ludwigsburg wurden in der Planungsphase wichtige Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit realisiert:
Ein neuer Zebrastreifen wurde eingerichtet, außerdem können sich die Schüler nun über ausreichende Beleuchtung ihres Schulweges freuen. Wo früher nur Schummerlicht durch das Saubachtal führte, sind nun helle Straßenlaternen installiert worden. Auch die wild wuchernden Büsche wurden zurückgeschnitten, sowie Halteverbotsschilder und Querungshilfen an gefährdenden Straßenstellen installiert.

Ablauf 

  • Für die Organisation des "Bus auf Beinen" ist der BaB-Beirat (aus Elternvertretern, Kollegium, Schulleitung) verantwortlich.
  • Zwei Mütter erstellen den Plan, welche Eltern jeweils den "BaB" begleiten; die Trapezreflektoren hat die Kreisverkehrswacht zur Verfügung gestellt und die Haltestellenschilder der "BaB"-Stationen die Stadt.
  • BaB-Kinder erhalten eine "BaB-Fahrkarte". Diese wird abgezeichnet. Nach einer vorher festgelegten Anzahl von Fahrten bekommen die Kinder eine Belohnung.
  • Gemeinsame Aktionen, wie Preisverleihung beim Wettbewerb "Schüler-Fair-Verkehr", fördern die Motivation.
  • Der "Bus auf Beinen" wird jeweils von zwei Schülern angeführt. Diese sind verantwortlich, dass der BaB sicher ankommt. Die Begleitperson führt den Bus nicht an, sondern steht als Ansprechpartner in schwierigen Situationen zur Verfügung.

Tipps für die Umsetzung

  • Finanzielle Mittel der Schule und aus Förderprogrammen sind zur Projektdurchführung nicht notwendig.
  • Wichtig ist, dass alle Grundschulkinder - auch die Kinder, die andere Schulwege nehmen - einbezogen werden.
  • Die BaB-Kinder sollten weder in positiver noch in negativer Sicht eine Sondergruppe darstellen.
  • Die BaB-Kinder sollten ihre Trapezreflektoren mit Stolz tragen. Dies wurde durch einen gemeinsamen Malwettbewerb für das BaB-Haltestellenschild erreicht.

Zuletzt geändert am 26.1.2011
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