Bevölkerungsentwicklung bis 2060

pyramide
Schaubild: Statistisches Bundesamt

Die Prognose für die Bevölkerungsentwicklung bis 2060 sieht düster aus: Die Einwohnerzahl Deutschlands wird von derzeit 80,8 Millionen bis 2060 auf ca. 73,1 Millionen sinken. Sollte die Zuwanderungen geringer ausfallen, als angenommen, kann es passieren, dass die Einwohnerzahl auf unter 70 Millionen sinkt. Niemand kann sicher voraussagen, ob diese Entwicklung eintritt, da es nur Prognosen sind, aber dass es zu einem gesellschaftlichen Wandel kommen wird, steht fest. Die Gesellschaft wird älter, die Bevölkerung sinkt. Schon jetzt sterben in den meisten Gemeinden mehr, als geboren werden, die  Geburtenrate liegt seit Jahren unter der Sterberate.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einer animierten Bevölkerungspyramide des Statistischen Bundesamtes und werten das Material aus. Dabei wird deutlich, dass es eine Verschiebung geben wird, die massive politische und gesellschaftliche Folgen haben wird.

Mithilfe des Arbeitsauftrags (Schülerseite), der auch als Arbeitsblatt zum Download zur Verfügung steht, sollen die Lernenden herausarbeiten, dass die gesellschaftlichen und politischen Probleme immens sind. Es wird sich in Zukunft die Frage stellen, wer für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung aufkommen wird, denn es wird viel mehr alte und weniger junge Menschen geben, der Arbeitskräftemangel wird die Wirtschaft und alle anderen Bereiche, wie z.B. das Gesundheitswesen und die Gastronomie vor große Probleme stellen. Es wird wahrscheinlich zu (fast) verwaisten Dörfern und Gegenden, gerade im Osten der Republik, kommen, zudem ist denkbar, dass Schulen und Kindergärten wegen zu weniger Kinder geschlossen werden. Die Versorgung auf dem Land wird unweigerlich noch schlechter werden, Einkaufsmöglichkeiten oder eine ärztliche Versorgung wird nur noch in größeren Orten / Städten möglich sein und angeboten werden. Schon jetzt ist es schwierig, einen Hausarzt auf dem Land zu finden. Seniorenheime und Krankenhäuser werden zu wenige Pflegekräfte anwerben können, sodass sich die Frage stellt, wer in vierzig Jahren die dann ca. 10 Millionen über 80-jährigen pflegen soll (vgl. Stat. Bundesamt).