Hier finden Sie Informationen zu den Bildungsplänen im Fach Geschichte, außerdem Unterrichtsmaterialien, Linksammlungen, Werkzeuge zur Eigenrecherche und Hinweise auf außerunterrichtliche Lernorte.

Übersicht: Fenster zur Welt - Globalgeschichte

Stärkung der Fragekompetenz im Fenster zur Welt: ein Mystery zu Abul Abaz

Wie kann man die Fragekompetenz stärken und zugleich ein Fenster zur Welt für die Schülerinnen und Schüler öffnen? Das aktualisierte Unterrichtsmodul zu Abul Abaz versucht dieser Herausforderung mit der Methode des Mystery auf die Spur zu kommen. Schülerinnen und Schüler lernen hier zum einen die Verflechtungsgeschichte zwischen Morgen- und Abendland kennen und reflektieren zum anderen historische Fragen.


Historischer Vergleich: Kaisertum im antiken Rom und im Chang'an der Qin- und Han-Dynastie

Der neue Bildungsplan setzt einen starken Akzent auf außereuopäische Geschichte. Diese können Schüler aber nur mit dem Blick auf Bekanntes einordnen, weshalb sich der historische Vergleich als Methode anbietet. Im vorliegenden Modul werden der römische Augustus und der chinesische Kaiser auf folgende Fragestellungen hin miteinander verglichen: Wie wird man Kaiser? Wie regiert ein Kaiser? Wie göttlich ist ein Kaiser?


Mesopotamische Hochkultur: Keilschriftliche Zeugnisse

Anhand von vier ausgewählten Beispielen lernen die Schülerinnen und Schüler die mesopotamische Hochkultur kennen. Die Schriftzeugnisse zeigen auf unterschiedliche Weise, welche Rolle die Schrift im Alltag des Zweistromlandes gespielt hat. Das Modul eignet sich als Ergänzung zur Befassung mit dem Codex Hammurapi.


Angriff aus dem Westen: eine muslimische Darstellung der Kreuzzüge

Traditionell kennen die Schüler die Darstellung zu den Kreuzzügen aus christlich-abendländischer Perspektive. Oft werden auch Kulturimporte aus dem Orient thematisiert. Meist jedoch wird nicht berücksichtigt, wie der "Angriff aus dem Westen" auf die arabische Hochkultur im Orient gewirkt hat, ebenso wenig, wie die Kreuzzüge in einer muslimischen Geschichtsschreibung der Moderne dargestellt werden. Dieser Beitrag betont die Multiperspektivität der zeitgenössischen Historiographie.


Die Mongolen kommen!

In diesem Modul wird das durch den Bildungsplan von 2016 neu in den Blick genommene Thema "Mongolen" aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: ausgehend vom Erscheinen der Mongolen in Europa lernen die Schüler den Großkhan in seiner Hauptstadt und das überlegene Militär der Mongolen kennen. Drei europäische Reisende schildern ihre Eindrücke vom mongolischen Hof und Reich, bevor anhand der Kategorien Wirtschaft, Infrastruktur, Herrschaft und Religion das "Fenster zur Welt" abgerundet wird.


Umweltgeschichte global: Die Tamborakrise als historisches Mystery

Dieses Modul thematisiert die weltweiten Auswirkungen, die der Vulkanausbruch des indonesischen Tambora im Jahre 1815 hatte. Mithilfe eines Wirkungsgefüges, das die Schülerinnen und Schüler über ein Mystery erstellen, wird klar, dass diese Naturkatastrophe bis nach Württemberg gewirkt hat: Die Einrichtung des Cannstatter Volksfests sowie der Aufbau der späteren Universität Hohenheim sind mittelbar hierauf zurückzuführen.


Abul Abaz - der Elefant Karls des Großen (Sek. II)

Kann man die Biographie eines Elefanten schreiben? Mithilfe der wenigen Nachrichten über den legendären Abul Abaz, den Karl der Große von Harun al-Raschid geschenkt bekommen hat, sollen die Schüler Grundelemente der historischen Biographik kennen lernen und mithilfe ausgesuchter Quellentexte selbst Rückschlüsse ziehen und diese mit Sekundärliteratur vergleichen.


"Hidden Atlantic": Transatlantischer Menschenhandel im 19. Jahrhundert (Sek. II)

Schülerinnen und Schüler recherchieren zum transatlantischen Sklavenhandel im 19. Jahrhundert. Dabei arbeiten Sie mit Statistiken, Landkarten, Biographien und Sekundärtexten. Schließlich wird eine kausale Verbindung zwischen dem "Menschenkapitalismus", der Modernisierung in der Karibik sowie deren Rückwirkungen auf Europa offenbar.


Die Ursprünge der modernen Welt

Auf der Basis von einem Ausschnitt aus dem Werk "Die Ursprünge der modernen Welt" von Robert B. Marks sollen die Schüler einen Einblick in den globalgeschichtlichen Ansatz erhalten. Mithilfe eines Strukturdiagramms, das Interdependenzen historischer Prozesse abbildet, sollen die Zusammenhänge der eurasischen Welt in der Frühen Neuzeit bis 1800 unter einem neuen Paradigma in den Blick nehmen.


Transatlantische Zwangsmigration: Aus Afrikanern werden Sklaven

Schülerinnen und Schüler recherchieren zum transatlantischen Sklavenhandel in der Frühen Neuzeit. Dabei arbeiten sie mit Statistiken der Transatlantic Slave Trade Database (zunächst eng geführt, dann mit individuellen und selbst gewählten Schwerpunkten). Das Modul ist nicht nur, aber vor allem im bilingualen Unterricht attraktiv.


Historischer Vergleich: Römischer Limes und Große Mauer

Der neue Bildungsplan macht die Verbindung von landeskundlichen mit globalgeschichtlichen Aspekten möglich. Bei der Behandlung der römischen Geschichte blickt man komparativ auf das chinesische Reich. In diesem Modul werden die Grenzanlagen, der obergermanisch-rätische Limes und die Mauer im Nordosten des chinesischen Reiches, entlang von verschiedenen Kriterien miteinander verglichen.


Orient und Okzident: Sklaven gegen Luxus?

Die Schülerinnen und Schüler lernen frühmittelalterliche Fernhandelsbeziehungen zwischen Europa und dem Vorderen Orient kennen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den gehandelten Gütern: Vor allem wechseln europäische Menschen gegen Luxusgüter aus dem Nahen Osten den Besitzer. Dieser Zusammenhang wirft ein neues Licht auf die Bewertung des frühmittelalterlichen Europa.