UNESCO-Welterbe Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb: Kunst – eine „Geheimwaffe“ des Menschen?

Autor: Markus Fiederer

- Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte RP Tübingen -

Die Venus vom Hohle Fels: Die älteste Frauendarstellung der Welt

 

Kurzbeschreibung der Einheit/des Moduls:

Die weltweit ältesten Zeugnisse für figürliche Kunst und Musikinstrumente aus den Höhlen des Lonetals und Achtals ermöglichen den Schülern nicht nur einen einzigartigen Einblick in die Lebens- und Geisteswelt der Menschen vor 40.000 Jahren. Sie führen auch zurück zu den geistigen Wurzeln unserer Zivilisation heute. Nach heutigem Kenntnisstand geht die Kunst der Eiszeit ausschließlich auf den vor ca. 45.000 Jahren aus Afrika nach Europa eingewanderten modernen Menschen zurück. Mit der Verbreitung des Homo sapiens in Europa verschwindet allmählich der Neandertaler als eigene Menschenform. Gut möglich, dass zwischen dem evolutionären Erfolg des modernen Menschen und seiner Kunstfähigkeit ein ursächlicher Zusammenhang bestand: Verlieh die kreative Gestaltungskraft der Kunst dem Homo sapiens einen wichtigen Selektionsvorteil gegenüber dem Neandertaler?

Die Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb ermöglicht den Schülern, im Anfangsunterricht Geschichte der Sekundarstufe I auf exemplarische Weise den Kreislauf historischen Denkens nachzuvollziehen. Sie erkennen, dass die Beschäftigung mit Überresten der Vergangenheit zu neuen Erkenntnissen führt (Sachkompetenz) und zur Reflexion über die Geisteswelt einer vergangenen Kultur anregt (Reflexionskompetenz), nicht zuletzt aber auch dazu beitragen kann, die Grundlagen unserer modernen Zivilisation besser zu verstehen (Orientierungskompetenz: Bedeutung der Kunst für die moderne Zivilisation).

1 Hintergrund
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2 Methodenvorschlag
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  Didaktische Hinweise
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  Vertiefungen/Erweiterungen/Lernorterkundung
3 Materialien und Medien
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