Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Schülerinnen und Schüler in längerer Krankenhausbehandlung

Die Verwaltungsvorschrift Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf vom 22.08.2008 (Download) verweist in den allgemeinen Zielen und Grundsätzen darauf, dass die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen (also auch die Förderung von kranken Schülerinnen und Schülern) Aufgabe aller Schularten ist und begründet damit die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der allgemeinen Schulen und der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung, den ehemaligen Schulen für Kranke.
In den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zum Förderschwerpunkt Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler vom 20.03.1998 (Download) wird ein besonderer und sonderpädagogischer Förderbedarf bei Krankheit, Krankenhausaufenthalt und bei lang andauernden und chronischen Erkrankungen sowie die Notwendigkeit der Kooperation formuliert und beschrieben.

Am sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung werden Schülerinnen und Schüler  staatlicher oder privater Schulen unterrichtet, wenn eine länger dauernde Krankheit eine Unterbrechung des regulären Schulbesuchs erforderlich macht. Der Unterricht dient der erfolgreichen leistungsmäßigen und sozialen Wiedereingliederung. Er findet in den Räumen des Krankenhauses statt und wird als Einzel-,  Gruppen- oder Klassenunterricht erteilt. Der Unterricht orientiert sich an den Bildungsplänen der Herkunftsschulen und berücksichtigt emotionale und soziale Auswirkungen der Krankheit. Er wird auf die medizinischen Behandlungspläne abgestimmt. Der Unterricht erfolgt in enger Kooperation mit der Herkunftsschule. Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum unterstützt andere Schulen bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern, die krankheitsbedingt besonderen Förderbedarf haben, baut regionale Netzwerke auf und entwickelt Materialien zu bestimmten Krankheitsbildern.