Kamishibai-Theater

Kamishibai
Bild: M. Schweigert, Kamishibai
vom Don Brosco Verlag

Ein Kasten aus Holz mit zwei Flügeltüren. Diese öffnen sich langsam, auf der Bühne wird das erste Bild einer Geschichte sichtbar. Der Erzähler beginnt, Bild für Bild zu erzählen. Wer einmal einen Kamishibai-Vortrag erlebt hat, ist verzaubert und weiß, dass man schnell in den Bann gezogen wird.

„Kamishibai“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Papiertheater". Der Vortragende zeigt Bilder und trägt zu diesen eine Geschichte oder ein Märchen vor. In der klassischen Form sind es pro Geschichte sieben Bilder. Dabei ist in einem Guckkasten immer ein Bild zu sehen, mit dem die Erzählerin / der Erzähler seine Geschichte illustriert. Das nächste Bild wird in dem Moment sichtbar, wenn das vorige aus dem Kasten herausgezogen wird.

Mit Hilfe des Arbeitsblattes können die Schülerinnen und Schüler eigene Bildkarten herstellen. Dabei können sie sich entweder selbst eine Geschichte ausdenken oder mit Hilfe eines Textes Karten erstellen. Es bieten sich zum Beispiel Märchen oder Kurzprosatexte an. Sollten die Schülerinnen und Schüler nicht gerne zeichnen, können auch Standbilder fotografiert werden, ähnlich einem Fotoroman.

Bau eines Kamishibais

  • Das Landesmedienzentrum bietet eine Vielzahl verschiedener Karten und Kamishibais an, sodass der Einsatz im Unterricht sehr einfach ist.
  • Der Bildungsserver Berlin-Brandenburg zeigt, wie der Bau eines Kamishibais problemlos umgesetzt werden kann. Zudem wird das Konzept für ein kleines Kamishibai vorgestellt.
  • Die Projektarbeit zeigt, wie mit Kamishibais Leseförderung betrieben werden kann.

Schülerinnen und Schüler können zudem eigene Karten erstellen, um Textinhalte komprimiert wiederzugeben und das Erzählen zu lernen. Der Einsatz des Kamishibais ist in allen Klassenstufen denkbar.

 

Weiterführende Links: