Bildquelle: Wikipedia; Fotografie von Julius Schorzmann


Drugs: Use and Abuse

Umgang mit Drogen: Tradition und Tabu

Health warning: psychoactive drug - Soziokulturelles Wissen - Interkulturelle kommunikative Kompetenz - Landesbildungsserver Baden-Württemberg Englisch


"Challenges and Choices in an Insecure World"(Focus USA)
Das Schwerpunktthema ab Abitur 2015 lenkt den Blick auf individuelle, gesellschaftliche und globale Probleme.
Beispielsweise können Drogen aller Art persönliche, letztlich auch globale Folgen und Folgekosten nach sich ziehen.

"The War on Drugs"
Der deutsche Begriff "Drogen" lässt an illegale Substanzen denken, das englische "drugs" dagegen an Heil-, Genuss- und Rauschmittel allgemein.
Obwohl Substanzen wie Marihuana schon sehr lange medizinisch genutzt worden waren, erklärte Präsident Nixon 1972 den so genannten "War on Drugs". Dieser hat Geld und Opfer gekostet, könnte aber allenfalls mit internationaler Kooperation gewonnen werden, weil im Zeitalter der Globalisierung auch Herstellung, Handel und Vertrieb weltweit stattfinden. Das Geschäft mit "illicit substances" ist so einträglich, dass die Händler mächtiger als manche Sicherheitskräfte sind und so genannte "failed states" destabilisieren.

"The Noble Experiment"
Das Beispiel der Prohibition in Amerika weist auf die Heilsbotschaft des "American dream" hin und zeigt, welche unbeabsichtigten Folgen das Verbot eines Genussmittels haben kann. Der Markt bietet auch Verbotenes, wenn auch zu wechselnden Preisen, in unzuverlässiger Qualität und steuerfrei, d. h. zulasten des Gemeinwesens. "The War on Drugs" ist zwar erfolglos, wird aber fortgesetzt.

"The Least Bad Solution"
Daraus schloss "The Economist", dass der Gebrauch von Rauschmitteln zu missbilligen, zu kontrollieren und zu besteuern sei, wie etwa der zunehmend verpönte Konsum von Tabak. So könnten Verbraucher etwa Drogen auf Rezept konsumieren, ohne kriminell zu werden und ohne dass Kriminelle bzw. Terroristen profitieren. Diesem Ansatz folgt seit Anfang 2014 der Bundesstaat Colorado mit der Freigabe von Cannabis für den Verkauf und folgt damit der Mehrheit. Mittlerweile erlauben viele Staaten Marihuana "for medicinal use". - Auch ein Praktiker empfiehlt Legalisierung und geregelte Vermarktung. Sein Vortrag (ca. 15') ist zu finden und als Hördatei herunterzuladen unter "Four Thought" und den Stichwörtern "Peter Bleksley 22 Apr 15".

"Drug warriors"
Selbstverständlich gibt es valide Gegenargumente, auch seitens Drogenerfahrener, und dadurch sind "drugs" in der Kommunikationsprüfung ein möglicher Gegenstand des Meinungsaustauschs.
Argumente für und wider die Legalisierung beispielsweise von Cannabis mit Linksammlung und fertigen Formulierungen für Rollenkarten in "mock exams" liefern "IDEA" oder "ProCon".

Probleme verlangen Entscheidungen
Verbreitete Sucht, Steuerausfall, lokaler bzw. internationaler Kriminalität, überlasteter Justiz- und Sicherheitsorgane haben sich weder mit Gewalt noch mit Geld lösen lassen.
Betroffen vom weltweiten "war on drugs" sind alle in irgendeiner Form. Was also können wir, die potenziellen Endverbraucher bzw. Leidtragenden, tun?
Im Übrigen müssen die Einzelnen entscheiden, ob sie bestimmte Genuss- bzw. Rauschmittel überhaupt konsumieren und sich ggf. abhängig machen wollen. Auch Wähler können Einfluss nehmen, sei es, um die bestehenden Gesetze zu verschärfen, sei es, um sie sozialverträglich umzugestalten.

"Life, liberty, the pursuit of happiness - and profit"
In Nord- und Südamerika setzt sich die Erkenntnis durch, dass trotz berechtigter gesundheitlicher und sozialer Bedenken die Legalisierung und kontrollierte Abgabe von milden Rauschmitteln wie Marihuana Justiz und Polizei entlastet, dem organisierten Verbrechen Einkünfte entzieht und so schwache Regierungen in Entwicklungsländern stabilisiert. In "A Point of View", einer Reihe von 10-minütigen Radio-Essays, fasst Sarah Dunant diese Tendenz zusammen in "The all-American drive to legalise marijuana", das als Transkription und MP3 vorliegt.

"A matter of opinion"
Eine Auswahl fertig aufbereiteter Argumente zu gängigen Streitfragen:

 

letzte Änderung: 2016-02-21