Quoi de neuf 1/2017 - Concours d'éloquence transfrontalier" im Maison de la Région in Straßburg

Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue - 1/2017

"Concours d'éloquence transfrontalier"
im Maison de la Région in Straßburg

Am 22.März 2017 fand zum zweiten Mal ein Finale des Concours d'éloquence transfrontalier statt. Ort der Begegnung war das Maison de la Région in Straßburg. Dort wurden die zahlreichen Gäste und die Schülerinnen und Schüler aus Gymnasien im Elsass und in Baden-Württemberg von Frau Liselotte Schneider, Präsidentin der AMOPA Süddeutschland e.V., begrüßt. Die fünfzehn (9 Deutsche, 6 Franzosen) eingeladenen Kandidaten waren auf Grund ihrer schriftlichen Arbeiten zum Thema: "Le tandem franco-allemand: idéal et/ ou réalité?" "Das deutsch-französische Tandem: Ideal und/oder Wirklichkeit?" aus einer Bewerbungsgruppe von 25 Schülerinnen und Schülern zum Finale eingeladen worden. Jeweils in der Sprache des Nachbarn trugen sie im Hémicycle des Maison de la Région in sowohl sprachlich als auch inhaltlich beeindruckender Weise ihre Argumente zu dem Thema vor.

DFH-Treffen
Die Preisträger und Mitglieder der Jury im Maison de la Région in Straßburg. - Foto: Michel Barrois

In allen Beiträgen wurde unterstrichen, wie wichtig die deutsch-französische Freundschaft in Hinblick auf die Zukunft Europas ist.

Es folgen Beispiele aus den Reden der drei ersten Preisträger aus dem Elsass und Auszüge aus den Beiträgen der drei ersten Preisträger aus Baden-Württemberg.

1. Preis: Nicolas de Vries, Lycée Camille-See, Colmar. Er beendet seinen Vortrag mit den Worten:

"Langer Rede kurzer Sinn: die deutsch-französische Freundschaft, einst ein Ideal von den Staatsoberhäuptern De Gaulle und Adenauer, ist heute längst mehr als das. Den jungen Menschen wird von klein auf eine Verbundenheit mit dem anderen Land vermittelt und die Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich sind heute nur noch auf der Karte zu sehen. Diese gelebte Freundschaft ist die Basis für eine friedliche und vielversprechende gemeinsame Zukunft, zu der wir alle gehören, und auf die wir stolz sein können".

2. Preis: Maxim Lagrandeur-Bouressy, Gymnase J-Sturm, Straßburg. Er fasst seine Überlegungen folgendermaßen zusammen:

"Zum Schluss erinnere ich Sie eindringlich daran, dass wir als deutsche, französische und europäische Bürger deshalb die Pflicht haben, Europa vor jeder Gefahr und um jeden Preis zu schützen".

3. Preis. Salomé Feigenbügel, Gymnase J-Sturm, Straßburg:

"De Gaulle aber auch Jean Monnet erklärt, was für Deutschland und Frankreich eine Realität während 30 Jahren war. Eine Pflicht: Die Versöhnung. Ein Ziel: Europa. Ein Ideal: sozialer Fortschritt und die Demokratie. François Mitterrand hat dem nicht widersprochen, sondern hat mit Helmut Kohl den Aufbau der europäischen Union im Einflussbereich von Deutschland und Frankreich beschleunigt."

Von den deutschen Bewerbern ging der 1.Preis an David Kubach, Gymnasium Waiblingen. Er beendet seinen Vortrag wie folgt:

"Il faut que la France et l'Allemagne soient capables d'agir dans le futur. Cela demandera un certain courage politique et je suis convaincu que la France aura la force et la volonté pour cette tâche. Durant de nombreuses décennies le tandem a joué un rôle de précurseur en Europe. De Gaulle et Adenauer ont été animés par des idéaux qu'ils ont pu mettre en réalité. Si nous maintenons nos idéaux et si nous faisons face à la réalité le tandem franco-allemand aura assez de force pour faire avancer l'intégration européenne, pour garantir la paix et pour augmenter la prospérité pour tous les Européens. A condition que le tandem fonctionne - nos deux Etats disposeront d'une puissance énorme !"

Der 2. Preis wurde zweimal verliehen: an Anika Sattler, Gymnasium Neureut, und an Melina Maier, Gymnasium Biberach.

"L'effet de la coopération franco-allemande sur la politique européenne est aussi perceptible. Quand les deux pays travaillent ensemble, ils trouvent souvent le même objectif pour une bonne perspective de l'union européenne. Pendant la crise économique on a vu aussi des opinions différentes mais les femmes et hommes politiques importants ont réussi à les franchir. Après les attentats terroristes en France, il y a eu beaucoup de solidarité des Allemands et la politique a envisagé les problèmes du terrorisme." (Anika Sattler.)

Melina Laura Maier fasst zusammen : "Le tandem franco-allemand représente un idéal qui est devenu réalité et qui donc démontre que la paix et la prospérité sont accessibles même dans un monde si complexe qu'aujourd'hui. Le tandem franco-allemand est un trésor."

Die drei ersten Preise waren jeweils Buchgeschenke. Die Bücher an die französischen Schüler hat der Klettverlag gespendet, der auch Schreibutensilien für jeden Finalteilnehmer bereitstellte. Die deutschen Gewinner erhielten Bücher, die von der Sektion Bas-Rhin ausgesucht worden waren.

Zudem erhielten alle 15 Teilnehmer am Finale die CD "Keine Liebe auf den ersten Blick, Deutsche und Franzosen auf dem Weg zum Elysée-Vertrag" von Ruth Jakoby, 2012, eine CD, die das Deutsch-französische Institut Ludwigsburg zusammen mit dem SWR 2 erstellt hat. Der CD beigefügt war eine Broschüre, die die Aufgaben des DFI Ludwigsburg beschreibt.

Die Preisverleihung fand in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus dem Elsass und aus Baden-Württemberg statt. Frau Dr. Volmer vom Ministerium für Jugend, Sport und Kultur und der französische Generalkonsul und Direktor des Institut français Stuttgart, Nicolas Eybalin, hielten kurze Ansprachen.

Der Beitrag des Goethe-Instituts, vertreten durch Violaine Varin, die auch der Jury angehörte, war eine Aufführung des Improvisationstheaters Lux Theater des Moments, welches für eine heitere Stimmung unter allen Beteiligten sorgte.

Marie-Christine Creton, Präsidentin der Alliance française Strasbourg Europe vergab einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt an David Kubach (1.Preis) vom Gymnasium Waiblingen.

Martin Bruder, Präsident der Sektion Bas-Rhin der AMOPA, sprach gegenüber allen Beteiligten seinen Dank aus, der vor allem dem Präsidenten der Région Grand-Est galt, denn er hatte zu einem "verre d'amitié" mit köstlichen Häppchen eingeladen.

Auch 2018 wird wieder ein Concours d'éloquence transfrontalier stattfinden. Zur Vorbesprechung haben sich die beiden Sektionen am 29.Mai 2017 im Institut français Stuttgart getroffen. Dort wird auch am 14.März 2018 das Finale des dritten Concours ausgetragen werden.

Das Thema für 2018 und weitere Daten sind dem Bewerbungsformular zu entnehmen.

Dr. Hildegard Schede h.schede@t-online.de, AMOPA Süddeutschland e.V.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 1/2017 von Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue


Den gesamten Newsletter zum Download als PDF-Datei finden Sie hier.

Wenn Sie "Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue" abonnieren wollen, folgen Sie bitte diesem Link.

Hier können Sie frühere Ausgaben von "Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue" online lesen.