Francophonie

Lien du moment

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Les drones - Unterrichtseinheit

Drohnen erleben eine immer weitere Verbreitung, im Freizeit- wie im professionellen und militärischen Bereich. Eine Unzahl von Einsatzmöglichkeiten haben sich herausgebildet, von Konzertaufnahmen, Zählen der Koalas über die Lieferung von Blut in unzugängliche Gegenden bis hin zu illegalen Paparazzi-Aufnahmen oder Drogentransport. Sie können ein aktuelles landeskundliches Thema im Französischunterricht bilden, bei dem viele Kompetenzen gefördert werden können: Texterarbeitung und -zusammenfassung, Präsentation der Geräte, ihrer Technik und ihrer Funktionen, Reflexion über die Regeln ihrer Anwendung, kritische Argumentation, Sprachmittlung und kreative Aufgaben. Unterrichtseinheit mit Vokabular und Materialien auf dem LBS.
(12.10.2017)

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Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue 1/2017

Was ist guter Geschichtsunterricht über Krieg und Frieden in Deutschland und Frankreich? Über einen Vortrag zu dieser Fragestellung berichten die aktuellen Nouvelles du bilingue der AG Franz-Biling und des Deutsch-Französischen Instituts. Außerdem informieren sie über deutsch-französische Jugendcamps, Unterrichtsprojekte, Ratgeber, Veranstaltungen und anderes mehr.
(4.10.2017)

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Vive la cuisine ! – Französisch für Genießer

Die Ferien stehen vor der Tür – vielleicht bietet sich ja eine Gelegenheit, ein nettes Abschiedsfrühstück in den Französisch-Klassen mit ein wenig Landeskunde zu verbinden. Nicht zuletzt, da das französische Essen ja seit 2010 als UNESCO-Weltkurturerbe gilt…

Bon appétit et bonnes vacances !

  • Eine ausführliche Übersicht über die regionalen französischen Spezialitäten und ihre Herkunft. Ohne Bilder, aber inhaltlich unmfassend.
  • Alix Creusé, Mitarbeiterin des Institut français von Madrid, hat ein Vokabelblatt zum Thema „Gastronomie“ erstellt, das als übersichtliche Grundlage für Gespräche über und rund ums Essen dienen kann. Merci !
  • Zum Weltkulturstatus  des französischen Essens hat sich das Réseau de création et d’accompagnement pédagogique (CANOPÉ) ins Zeug gelegt und für Französisch-Lerner Einheiten auf verschiedenen Sprachniveaus rund ums Essen  entworfen. Die eingebundenen  Video- und Audio-Dateien lassen sich auch gut in anderen Zusammenhängen, z.B. zum Thema „Clichés“, einsetzen.
  • Eher an Anfänger (A2) richtet sich die auf zwei Schulstunden veranschlagte Einheit von Sylvie Guinot. In ihrem Blog „Bonjour de France“ lädt sie dazu ein, Lyon und seine kulinarischen Traditionen zu entdecken. In Bezug auf die Grammatik geht es um den Teilungsartikel.
  • Und zum Schluss: Genuss in der Südsee! Die Küche Madagaskars entdecken Greg und seine „popotes“, wenn es heißt:  „À table“ ! Rund 2,5 Stunden schlägt der Sender TV5Monde für die Arbeit mit dem kurzen Video (2:15) vor und stellt dafür umfangreiches Material bereit.

(14.7.2017)

 
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Zum Tod von Simone Veil

Sie war eine große Stimme Frankreichs in Europa und eine große Stimme der Frauen in der Welt. Am 30. Juni ist Simone Veil gestorben.

  • TV5Monde zeichnet das Leben Simone Veils nach und zeigt einige ihrer berühmten Reden.
  • Die Huffington Post würdigt Simone Veils Leben und Wirken und erinnert an die wichtigsten Stationen.
  • Der Cercle d’étude de la Déportation et de la Shoah fasst Simone Veils Leben in einer Auseinandersetzung mit ihrer Autobiographie « Une vie » (2007) zusammen.
  • Ein ausführliches Dossier zu Simone Veils Leben mit umfangreichem Material aus dem Archiv stellt Le Point zur Verfügung.
  • An Schülerinnen und Schüler wendet sich das Porträt von Simone Veil von 1jour1actu. In der Ich-Form erzählt die Politikerin und Frauenrechtlerin aus ihrem Leben. Sprachlich nicht sehr komplex, aber durchaus anspruchsvoll.
  • Ein Unterrichtsvorschlag zum Thema Gleichberechtigung mit der Auswertung der berühmten Rede von Simone Veil zum Recht auf straffreie Schwangerschaftsunterbrechung.
  • Zwei Filme zur Geschichte der Frauenrechte („Le procès de Bobigny“ von 2006 und „Simone Veil, une loi au nom des femmes" von 2010), zu beziehen über die Medienzentren, dazu eine ausführlich ausgearbeitete Unterrichtseinheit.
  • Eine Unterrichtseinheit der Académie de Rouen mit Schwerpunkt auf den historischen Kontext der 70er Jahre mit zahlreichen ergänzenden Dokumenten. Überlegt konzipiert, anspruchsvoll umgesetzt. Für fortgeschrittene Lerngruppen geeignet.

 (7.7.2017)

 
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Le Prix des Lycéens allemands 2018


Source : Institut français

Der Prix des Lycéens allemands, ein Literaturprojekt des Institut français und des Klett-Verlags für die gymnasiale Oberstufe, wird auch im Schuljahr 2017/2018 angeboten.
Vier französischsprachige Jugendromane stehen zur Wahl; s. Termine (Anmeldung, Tournee der Autoren, Jurys und Preisverleihung am 16. März 2018 auf der Leipziger Buchmesse), Anmeldeformular und Bestellung der Bücher. Mit der Lehrkraft bearbeiten Schülerinnen und Schüler Verständnis- und Produktionsaufgaben und bereiten sich darauf vor, als Mitglied einer literarischen Jury zu fungieren; entsprechende Dossiers pédagogiques stehen ab September 2017 zur Verfügung. Ziel dieses Preises ist, den deutschen Jugendlichen die französische zeitgenössische Literatur näher zu bringen. Die Auseinandersetzung mit den Texten trägt zudem dazu bei, die Lese- und Argumentationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler im Französischen und ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu verbessern.
(22.6.2017)

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Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Die gemeinnützige GmbH Bildung & Begabung führt wieder den Bundeswettbewerb Fremdsprachen durch. Anmeldungen sind bis zum 6. Oktober als Team und / oder als Solo-Teilnehmer möglich.
Lehrerinnen und Lehrer melden ihre Teams aus den Klassen 6 bis 10 online an. Ihre Aufgabe: Mündlicher (Video) und schriftlicher fremdsprachiger Beitrag. Jedes Team wählt selbst ein Thema. Die besten Teams qualifizieren sich für die Teilnahme am Sprachenfest.
Bei SOLO / SOLO Plus melden sich Schülerinnen und Schüler selbst an, Klassen 8 bis 10 mit einer Wettbewerbssprache und Klassen 10 bis zum Abitur mit zwei Wettbewerbssprachen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer drehen mit dem Smartphone ein Video mit eigenem thematischen Schwerpunkt; wichtig sind dabei die Recherche zum Hintergrund des Themas und eine eigene Meinung. Bei SOLO Plus kommt ein Audiobeitrag in der zweiten Wettbewerbssprache hinzu. Auf die jüngeren Schülerinnen und Schüler (SOLO) warten am Wettbewerbstag, dem 25. Januar 2018, weitere Aufgaben. Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom SOLO qualifizieren sich für die Teilnahme am Sprachenturnier. Die besten Preisträgerinnen und Preisträger vom SOLO Plus werden in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.
Auszubildende und Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen können sich in Teams zum TEAM BERUF anmelden, der gesondert angekündigt wird und für den ein anderer Anmeldeschluss gilt (28. Februar 2018).
(6.6.2017)

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Chanter en classe

Singen macht Freude, födert Gemeinschaftsgefühl und Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen - und im Fremdsprachenunterricht Aussprache, Intonation und ein Gefühl für Prosodie. Selbst hartgesottene Sprechmuffel entwickeln oft Freude am Singen und nehmen im musikalischen Zusammenhang dann ganz unbefangen die Fremdsprache "in den Mund".
Als Stütze für chorische Versuche im Französischunterricht können die zahlreichen Karaoke-Seiten im Internet dienen - inzwischen finden sie sich fast immer zu aktuellen Liedern. Stimmungsvoller wird es mit Live-Begleitung im Klassenzimmer. Keyboards in mittlerer Qualität sind leicht zu transportieren, recht günstig und eine Alternative zur guten alten Gitarre. Und wenn man die Instrumente nicht selber beherrscht, gibt es fast in jeder Klasse Musiktalente unter den Schülerinnen und Schülern. Viel Spaß!

  • Cecilia, musikbegeisterte Fanzösischlehrerin, gibt Tipps für mehr Musik und Rhythmus im Unterricht.
  • Wir kriegt man eine Klasse zum Singen? Ideen zur Vorbereitung und Durchführung eines Gesangprojekts.
  • Carmen Vera Pérez betreibt einen Blog speziell zum Thema „chansons en classe de fle“; er enthält eine sehr praktische Suchmaske, mit der man das passende Lied je nach Anforderungen (Grammatik, Wortschatz, Phonetik, Thema...) finden kann. Auch online-Übungen zur Vertiefung des Textverständnisses oder der Grammatik werden angeboten.
  • Etwas ältere, aber auch sehr übersichtliche Seite mit vielen Liedern. Es gibt oft weiterführende Übungen zu bestimmten Grammatik-Themen. Nach Niveaus geordnet.
  • Jean-Baptiste Voinet, Musiklehrer, stellt Noten mit Text und Begleitung, teilweise in verschiedenen Versionen und viele davon gratis zur Verfügung.
  • Musik-Video mit Schülerinnen und Schülern als Protagonisten und einfachen filmischen Mitteln. Witzig und vielleicht inspirierend für ein eigenes Projekt?

(30.05.2017)

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Macron président

Das Aufatmen nach dem zweiten Wahlgang verstärkt sich noch einmal. Allerdings stellt sich jetzt auch die Frage: Wie geht es weiter? Eine Fülle von unterschiedlichen Ressourcen im Netz machen es einem leicht, Ideen und Informationen über die Präsidentschaft, über die französische Demokratie und über die Zukunft Frankreichs in den Unterricht zu tragen.

Die Präsidentschaftswahl 2017

  • Eine kurze Analyse des Wahlergebnisses, sprachlich einfach, bei 1jour1actu.
  • Portrait Macrons. Video, Aufgaben für verschiedene Niveaus, Lösungsvorschläge, bei TV5MONDE.
  • Blog von Schülern des deutsch-französischen Zuges des Lycée Nelson Mandela in Nantes zur Wahl: Themen, Essays, Analysen
  • HugoDécrypte… ist das Programm des Youtube-Channels eines 19jährigen, der zu aktuellen politischen Ereignissen Stellung bezieht. Hier stellt er sich die Frage, wie es jetzt nach dem zweiten Wahlgang weitergeht.
  • Übersicht über die Berichterstattung zur Präsidentschaftswahl mit immer wieder aktualisierten Beiträgen; unter anderem einer Auswahl des internationale Presseechos zur Wahl Macrons bei TV5MONDE.
  • Der Tag nach der Wahl – und was alles geschah. Eine Chronik der Ereignisse bei Les Echos.

Politisches System Frankreichs

  • Info-Grafik zu den Pflichten und Befugnissen des Präsidenten bei Mon Quotidien.
  • Ansprechend gestaltetes Dossier (als pdf) über den Präsidenten als Institution mit viel Hintergrundwissen und bunten Bildern, mit Arbeitsblättern bei Bout de Gomme.
  • Wozu ist ein Präsident eigentlich da? Das Dossier von MilanPresse enthält auch didaktische Hinweise zur Arbeit im Unterricht.
  • Dossier zum Thema „Wählen“ – auch im Klassenverband, für jüngere Lernende, bei Gomme et Gribouillages.
  • Noch ein sehr umfangreich gestaltetes Dossier (als pdf), das die Wahl im Großen auf die Verhältnisse in der Klasse überträgt, bei Range ta classe.
  • Nicht schlecht, sich ab und zu mal wieder an die Grundsätze der französischen Verfassung zu erinnern – sehr amüsant, wenn Titeuf dabei assistiert. Quelle: Französische Regierung.
  • Les élections en France : Vocabulaire de base (DOCX oder PDF) hier auf dem LBS.

(11.05.2017)

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Frankreich hat gewählt

Ein Aufatmen ging durch den Kontinent – der erste Wahlgang in Frankreich hat die Wahrscheinlichkeit, dass unser Nachbarland künftig von europafeindlichen Rechtspopulisten regiert wird, enorm gesenkt. Jetzt kommt es darauf an, welche Wahlempfehlungen die gescheiterten Kandidaten aussprechen und wie die heiße Phase des Wahlkampfs weiter verläuft. Es bleibt also spannend – auch im Unterricht.

Eine aktuelle Fundgrube rund um den Wahlkampf bietet 1jour1actu. Das Dossier speziell für Kinder versammelt Text- und Videodateien zu Ereignissen und Hintergründen. Sprachlich leicht zugänglich; die Videos sind kurz und unterstützen in der Regel durch die Animationen das Sprachverständnis.

An interessierte Erwachsene und Lehrende wendet sich das Angebot des Conseil Constitutionnel. Auch hier gibt es- sprachlich und inhaltlich komplexer – eine Fülle von Informationen zur Wahl.

Eine aktuelle Wikipedia-Seite zur Wahl 2017 gibt kompakt Auskunft über Organisation und Ergebnisse.

Wer hat wen gewählt? Damit beschäftigt sich eine Analyse von RTL.

Das (privatwirtschaftliche) Meinungsforschungsinstitut IPSOS veröffentlicht eine Analyse des ersten Wahlgangs. Mit Slideshow zur Präsentation.

Le Monde veröffentlicht eine Übersicht über die Reaktion weltweiter Presseorgane auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs.

Auch Le Point versammelt internationale Pressestimmen zum ersten Wahlgang.

So sehen Kinder die Kandidaten: Le Parisien stellt in einem Artikel (mit Link) ein Youtube-Video vor, in dem junge Schauspieler den Wahlkampf parodieren. Sehr treffend, sehr lustig und sehr erfolgreich!

Was tun die Kandidaten eigentlich für junge Franzosen? Unicef schlägt ihnen acht wichtige Themen für die Verbesserung der Situation von Kindern vor.

(02.05.2017)

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Réfugiés : "Eux, c'est nous."

45 französische Kinderbuchverlage haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Broschüre "Eux, c'est nous." herauszugeben (3 €). Anhand von acht mots-clés wird darin versucht, Flucht, ihre Gründe und die Aufnahme der Geflüchteten in Frankreich darzustellen. Das Büchlein richtet sich an Kinder ab 9 Jahren und ist entsprechend verständlich. Eine Unterrichtseinheit: Eux c'est nous. zur Broschüre für Mittel- und Oberstufe, Einführung, Arbeitsblätter mit Lösungsvorschlägen, weitere Hinweise und Vorschläge finden Sie hier auf dem LBS.
(1.3.2017)

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Bonjour l'amour! - Thema "Liebe" im Französisch-Unterricht

Unbestreitbar liegt da etwas in der Luft – die Sonne scheint heller, die Vögel zwitschern lauter, und kommt mit dem Frühling nicht auch die Liebe? Ein Thema, das in jedem Alter und immer wieder Überraschungen bietet. Besonders im Fach Französisch.

Bonjourdumonde, ein FLE-Blog aus Griechenland, widmet sich in einem ausführlichen Dossier ganz der Liebe. Sprichwörter über das Thema finden sich dort, Arbeitsvorschläge zum Disney-Film „Paperman“ (den man leicht z.B. auf Youtube finden kann, der Link funktioniert nicht mehr), Anregungen zum Verfassen eines Liebesgedichts oder einer Heiratsanzeige. Besonders verdienstvoll: Der Autor verlinkt auch zum Video "Allez l’amour" (3:41) von Ludéal, in dem bekannte Kuss-Szenen aus großen Liebesfilmen zitiert werden – und liefert eine Liste dieser Filme.

Ganze 16 Gratis-Arbeitsblätter zum Themenfeld „Liebe“: Zu Liebesliedern mit allen inhaltlichen Facetten (z.B. „On va s'aimer“, „Reviens mon amour“, „Sous le vent“, „L'amour“, „La maladie d'amour“...), zum Valentinstag oder zum ersten Rendez-vous. Ein Schatzkästchen.

Der gute alte Blog von Mme José beschäftift sich auch mit der Liebe: Die Autorin schlägt ein Video von Louis Clichy vor und hat dazu ein ausführliches Dossier von Cavilam (PDF) ausfindig gemacht.

Das Dossier von „Télémaque“ stammt zwar schon aus dem Jahr 2007, die Analysen und Lektüretipps zum Thema „Liebe“, verbunden mit einer nützlichen Bibliographie, sind aber immer noch wertvoll.

Eine Prezi-Präsentation über Paris als die Stadt der Liebe – mit vielen Bildern und leicht verständlichen Texten.

Liebevolle Gesten vor Pariser Kulisse – ein komplettes Atelier über die Liebe mit Video (1:27), Übung zum Textverständnis, Spielen und einer weiterführenden Rechercheangabe. Für Anfänger.

Ein äußerst unterhaltsames Dossier mit drei eingebundenen Kurzfilmen und komplett ausgearbeiteten Unterrichtseinheiten dazu (jeweils auf etwa 50 Minuten Unterricht abgestimmt). Lustig! - Teilweise auch für Anfänger geeignet.
(15.02.2017)

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Nachrichten für Kinder und Jugendliche

Das neue Jahr bringt viele wichtige Ereignisse mit sich – insbesondere die anstehenden Wahlen halten Frankreich in Atem. Tagesaktuelle Nachrichten, inhaltlich und sprachlich für Kinder und Jugendliche aufbereitet, lassen sich oft gut im Unterricht einsetzen. Das Angebot im Internet ist breit gefächert.

Die Inhalte von "1jour1actu" wenden sich an Kinder ab 8 Jahre – das einzigartige Angebot ist aber oft so nett gemacht, dass sich auch die Größeren noch begeistern lassen. Die Redaktion legt Wert auf Aktualität. Ein groß bebildertes Thema des Tages wird jeweils mit Hintergründen präsentiert. Kurze Videos von 100 Sekunden Länge erklären wichtige Themen aus Frankreich und der Welt – unter anderem, wie man Präsidentschaftskandidat wird.

In der Video-Rubrik wird die Frage beantwortet: "A quoi ça sert, un président de la République ?". Unter "Outils du jour" kann man eine PDF-Version der Informationen oder kleine Aufgaben herunterladen, wie das "dossier pédagogique" (PDF) zum französischen Präsidenten.

Der Verlag MilanPresse hat unter dem Titel "Les enfants pour la cité" ein Projekt zu den Präsidentschaftswahlen organisiert. Kinder und Pädagogen sind dazu aufgerufen, sich mit den Werten der Republik auseinanderzusetzen. Die Startausgabe unter dem Motto Bien vivre ensemble, comment faire ? (PDF) kann man kostenlos herunterladen.

Les Petits Citoyens - L’espace citoyen des 7-11 ans bietet Nachrichten, Videos (YouTube-Kanal), Audiodateien u.a.

le P'tit Libé der Tageszeitung Libération erklärt einmal im Monat 7- bis 12-Jährigen aktuelle Themen in Wort und Bild.

Den ganz Kleinen erklärt eine Schnecke die Welt: Bei Hugo l'escargot gibt es kleine Beiträge zu den Fragen des Alltags, zu Festen und Bräuchen. Über die Stichwortsuche findet man bestimmte Themen am zuverlässigsten. Politik spielt dort eher eine untergeordnete Rolle – aber auch Hugo l'escargot hat die Präsidentschaftswahlen im Blick.

Für das Online-Angebot des Petit Quotidien muss man sich zwar anmelden – einige hübsch gestaltete Info-Blätter (PDF) zu einem breiten Themenangebot kann man aber auch anonym gratis herunterladen. Es gibt unter anderem eine übersichtliche Frankreich-Karte oder ein bunte Darstellung zur Verbreitung der französischen Sprache.

Eine Übersicht über Presse-Erzeugnisse für Kinder und "Ados" und deren teilweise attraktive Online-Angebote.

Die werktäglichen, sechsminütigen Fernsehnachrichtren für 10- bis 14-Jährige des ARTE Journal Junior kann man in einem YouTube-Kanal eine Woche lang nach Ausstrahlung anschauen, auf Deutsch und Französisch. "Au programme : un décryptage du monde et de ses enjeux à travers deux sujets d’actualité et, tout au long de la semaine, un feuilleton en cinq épisodes sur un même thème."

Zweimal pro Woche bringt der Privatfernsehsender LCI mit Journalisten von Mon quotidien für 10- bis 15-Jährige Le Petit JT. Auszüge früherer Sendungen kann man als Replay anschauen.

Radio: franceinfo junior ist eine werktägliche Nachrichtensendung des Radiosenders franceinfo mit didaktischen Zielen. Spezialisten antworten auf Fragen von Kindern. Frühere Sendungen kann man als Replay anhören, dazu gibt es einige ergänzende schriftliche Informationen und Grafiken.
(01.02.2017)

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Französische Filme bei der Schulkinowoche

Vom 16. bis zum 22. März findet zum elften Mal die alljährliche Schulkinowoche Baden-Württemberg in 93 Kinos in ganz Baden-Württemberg statt. Für den Französischunterricht ist sie interessant, weil sie mehrere französischsprachige Filme im Original mit Untertiteln bietet.
Es handelt sich dabei um folgende Filme:

Der französische Animationsfilm Mein Leben als Zucchini (Original: Ma vie de Courgette) und die Neuverfilmung des Klassikers Krieg der Knöpfe (Original: La Nouvelle Guerre des boutons) werden leider nur auf deutsch gezeigt.

Zu allen Filmen sind neben ausführlichen Informationen und den (deutschsprachigen) Trailern - die französischen sind problemlos auf YouTube zu finden - auch umfangreiche pädagogische Materialien zu finden, die außer fertigen Stundenabläufen alles zu bieten haben, was das Lehrerherz sich wünschen kann: Aufschlüsselungen des Films bis hin zu Sequenzübersichten, Analysen einzelner Sequenzen, thematische Betrachtungen und Fragestellungen für den Unterricht, Lehrplanbezüge und viele Hinweise auf weiterführende Literatur und Internetseiten.

Der Eintritt in die Filme der Schulkinowoche kostet die Schüler 3,50 Euro, bis zu drei Begleitpersonen sind inklusive. Welche Filme genau in welchem Kino angeboten werden, kann man dem Programm entnehmen. Zu manchen Filmen werden im Anschluss Filmgespräche angeboten. Die Anmeldung zu den Vorstellungen, sowie zur Eröffnungsfeier am 15.03.2017 in Rastatt läuft bereits.

Ein besonderer Hinweis noch zu dem Film Die Schüler der Madame Anne, der im Rahmen der Schulkinowoche in manchen Kinos zu sehen ist: Der Film erzählt die wahre Geschichte einer Banlieue-Klasse, die 2009 unter Anleitung der geduldigen Lehrerin Anne Guéguen erfolgreich an dem renommierten Concours national de la Résistance et de la déportation teilnimmt. Durch die zentrale Rolle, die das Thema des Holocausts und seiner heutigen Rezeption spielt, und durch die Darstellung der multikulturellen Klasse der Pariser Banlieue Créteil eignet sich dieser Film in besonderem Maße für das Sternchenthema der Kursstufe und bietet Anknüpfungspunkte zu beiden Lektüren.

(19.01.2017)

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Bonjour de France – le couteau suisse du prof de FLE

Die Webseite Bonjour de France bezeichnet sich selbst als „cyber-magazine éducatif“. Jedoch handelt es sich inzwischen um weit mehr, als diese unscheinbar klingende Bezeichnung verrät: auf dem Webportal findet man so ziemlich alles, was man für den Französischunterricht braucht – und das ganz kostenlos.

Neben Übungen und Materialien für die Niveaustufen A0 bis C1 gibt es auch Werkzeuge, die im Unterricht, aber auch für die Hausaufgaben eingesetzt werden können. Das große Potenzial der Webseite liegt in der Möglichkeit der Binnendifferenzierung, verbunden mit Medienbildung (Leitperspektive des Bildungsplans 2016, Teil: Lernen mit Medien). Was will man mehr?!

Die Übungen für Lernende umfassen u.a. Grammatikübungen, die aus einer Erklärung und Übungen mit Auto-Feedback bestehen. Des Weiteren gibt es Hörverstehensaufgaben, Übungen zum Wortschatz und zu Redewendungen, Informationen zur Francophonie und zur Landeskunde, sowie Materialien zur Vorbereitung der DELF-Prüfung. Außerdem gibt es Unterrichtsmodule, die ganz einfach mit einem Klick downloadbar sind.

Unter der Rubrik „Outils“ finden sich u.a. Diktate, Lieder in Karaokeform, ein Konjugationstool und ein Synonymwörterbuch. Außerdem gibt es den „Prononciateur“. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug zum Aussprachtraining. Das Prinzip ist simpel: Die Schülerin oder der Schüler hört zu, spricht das Gehörte ins Mikrofon und der Computer wertet aus, wo Fehler bei der Aussprache gemacht werden. Aufbauend darauf kann der oder die Lernende an seiner oder ihrer Aussprache arbeiten. (Hinweis: Tool wird offenbar momentan gewartet)

Die Seite ist kompatibel mit mobilen Endgeräten, d.h. sie kann auf Tablets und Smartphones ebenso genutzt werden wie am PC.

Zum Projekt „Bonjour de France“ gehört auch das Portal Bonjour du Monde. Es ist für den Austausch unter Französischlehrerinnen und -lehrern aus aller Welt gedacht. Zu diesem Austausch gehören Blogbeiträge einzelner Kolleginnen und Kollegen, aber auch die Erstellung der Aufgaben, die auf „Bonjour de France“ für Lernende bereitgestellt werden. Mit anderen Worten: jede und jeder Französischlehrende kann dazu beitragen, dass den Lernenden nie die Aufgaben ausgehen.

Wer nicht nur virtuell zusammenarbeiten, sondern auch Französischlehrerinnen und -lehrer aus aller Welt treffen möchte, kann dies im Rahmen der Universités du Monde tun. Hier werden 6 Wochen lang im Sommer Fortbildungen für Lehrende im sonnigen Nizza angeboten, die zum einen von Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt durchgeführt werden, zum anderen von Französischkolleginnen und -kollegen aus aller Herren Länder besucht werden.

Wer sich für „Bonjour de France“ bzw. „Bonjour du Monde“ und die „Universités du Monde“ interessiert, kann im Februar an zwei kostenlosen Online-Präsentationen teilnehmen, die über das Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlands (LPM) angeboten werden. Moderiert werden sie von Jürgen Wagner, der vielleicht einigen Kolleginnen und Kollegen durch seinen Fremdsprachen-Newsletter bekannt ist.

  • 8. Februar 2017: Bonjour du Monde (Infos (PDF))
  • 15. Februar 2017: Les Universités du Monde (Infos (PDF))

Beide Präsentationen finden von 19h00 bis 20h30 statt.
Die Anmeldung ist ganz einfach: Online anmelden und am Abend der Veranstaltung auf den mitgeteilten Link klicken. Name und Vorname angeben, zurücklehnen und zuhören. Während und nach der Präsentation können Fragen im Chat gestellt werden, nach der Veranstaltung gibt es eine nachbereitende Mail und eine Teilnahmebescheinigung.

Alors, vous attendez quoi?! À vos claviers! ;)

(12.01.2017, Gastbeitrag von Stephanie Wössner)

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La bûche, la dinde etc. – Festtagsbräuche auf Französisch

Weihnachten ist eine Zeit, in der man sich auf Bräuche und Traditionen besinnt – und die sind so bunt wie die Welt, in der wir leben. Es lohnt sich, sich auf Entdeckungsreise zu begeben. Schon in Frankreich selbst gibt es da viel zu staunen – und noch vielfältiger wird die Weihnachtszeit, wenn man den Blick auf die Länder der Francophonie richtet. Gute Reise und "joyeuses fêtes"!

  • Somptuöses Fest im Süden: Die Provence feiert um die Weihnachtszeit die Heiligen und die Genüsse. Eine Übersicht über die Bräuche vom Tourismusverband Var – mit den wichtigsten Begriffen auf okzitanisch.
  • Alle besonderen Veranstaltungen zum Fest lassen sich für die Region rund um Monaco auf einer interaktiven Karte finden – unter anderem auch der "circuit des crêches" in Lucéram oder der große "foire aux santons" in Mouans-Sartoux.
  • Weihnachten am Strand? Auf Martinique und Gouadeloupe erklingen die traditionellen Lieder unter Palmen oder bei einem der beliebten Treffen zum gemeinsamen Liedersingen bei Freunden oder auf dem Dorfplatz. Eine Übersicht über die Weihnachtsbräuche auf den Antillen.
  • Bei Blakes France kann man in einer kleinen Dokumentation (14:47) auch einen Eindruck davon gewinnen, wie fröhlich bei "chanté nwèl" gefeiert wird; auch wenn es vereinzelt Widerstand gegen die vermeintliche "tapages nocturnes" gibt.
  • Für ein wenig Exotik reicht gelegentlich der Blick über die Grenze: In Belgien ziehen in der Vorweihnachtszeit zum Beispiel traditionell die Studenten feucht-fröhlich durch die Stadt und bepudern geizige Bürger mit Mehl.
  • Ein kleines virtuelles Weihnachtsmuseum bietet Einblicke in aktuelle und historische Weihnachtsbräuche in Kanada.
  • …und noch ein letztes gemeinsames Lied vor den Ferien (oder auch in Erinnerung an die Feiertage danach) – mit "deutsch-französischer Geschichte": Xavier Lermercier hat "Petit Papa Noël", inzwischen eines der populärsten Chansons in der Vorweihnachtszeit, 1944 in eine Operette von Emile Audiffred im Odéon von Marseille eingebaut. In seinem Text bittet ein Junge den père Noël um die Rückkehr seines Vaters aus der deutschen Kriegsgefangenschaft. Für die heute gängige Version hat Raymond Vincy den Text umgeschrieben und alle Anklänge an den Krieg entfernt. Le Point du FLE (PDF) stellt für eine schnelle Hörverstehensaufgabe zwei Arbeitsblätter mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad und den ganzen Text zur Verfügung.
  • Viele Interpreten haben "Petit Papa Noël" im Repertoire – unvergessen ist aber immer noch die Version von Tino Rossi.
  • Weitere Hinweise auf gute Internet-Seiten zum Advent, zu Weihnachten und zur "galette des Rois", nicht nur für die Grundschule, gibt es hier auf dem LBS.
  • Falls sich für die letzte Stunde vor (oder die erste nach) Weihnachten noch ein Computerraum findet: Ein zauberhafter Blog mit bunten "Aktivitäten" rund um Weihnachten für verschiedene Sprachniveaus.

(21.12.2016)

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Dunkle Tage, dunkle Seele – Depression bei Jugendlichen

Wenn die Tage kürzer werden, nehmen die Symptome oft zu: Die Antriebslosigkeit ist kaum noch zu überwinden, die Anforderungen des Alltags überfordern die Betroffenen und die Schule wird als übergroße Belastung wahrgenommen. Depressionen unter Jugendlichen sind in Deutschland und Frankreich weit verbreitet. Laut aktuellen Zahlen der HAS (la Haute Autorité de Santé) sind rund 8 Prozent aller Jugendlichen während ihrer Adoleszenz zeitweilig davon betroffen. Für Mitschüler und Lehrer ist es wichtig, das Krankheitsbild zu kennen, um den Betroffenen helfen zu können.

  • Ein ausführliches Dossier über Depression bei Jugendlichen hat die AFPSSU (Association Française de Promotion de la Santé dans l’environnement Scolaire et Universitaire) zusammengestellt.
  • Video-Dossier: Kurze Filmsequenzen (zwischen 1½ und 4 Minuten) über verschiedene Aspekte der Depression. Leicht verständlich, gut zugänglich.
  • Ein älterer Artikel (2014) über den Gesundheitszustand von Jugendlichen – im Großen und Ganzen sind die Fakten aber immer noch zutreffend.
  • Wer ist wann gefährdet, in eine Depression abzurutschen? Vier Lebensabschnitte sind besonders kritisch.
  • Fil Santé Jeunes versteht sich als Notfalltelefon in Krisenfällen. Der Internet-Auftritt informiert über Gesundheitsthemen, die vor allem Jugendliche betreffen - auch über "mal-être", das zu einer Depression werden kann.
  • Liebeskummer und die Frage nach der eigenen Identität können zuweilen sehr belastend sein. Im Forum des Fil Santé Jeunes geben Experten Rat.
  • Bin ich betroffen? Ein Test (ziemlich plakativ aufgemacht), der auf wissenschaftlichen Grundlagen basieren soll, soll Risikofaktoren bewusst machen.
  • "Reiß dich doch zusammen!", hören Betroffene oft. Warum es so schwer ist, gegen die Depression anzukämpfen, illustriert ein Comic.
  • Und wenn man einfach darüber lachen würde? Ein belgischer Comic über einen depressiven Looser setzt auf die Kraft des Humors.
  • Die Spuren der Depression finden sich in den Werken der Weltliteratur - von "Madame Bovary" bis zu Houellebecqs "Extension du domaine de la lutte". Eine kleine Liste.
  • Die "Melancholie", eine besondere Form der Schwermut, die wir heute wohl als Form der Depression bezeichnen würden, wurde von Künstlern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts geradezu kultiviert. Victor Hugo hat diesen Seelenzustand in seinem Gedicht "Melancholia" dargestellt und – als engagierter Poet – die bedrückenden Verhältnisse der Arbeitswelt als Ursache benannt.
    Im Rahmen des Kunstunterrichts hat sich eine Schulklasse mit dem Gedicht auseinandergesetzt und die eindrucksvollen Ergebnisse veröffentlicht.
  • Angehörige und Freunde sind oft hilflos. Was kann man tun? In WikiHow gibt ein ansprechend illustrierter Beitrag mit kurzen, leicht verständlichen Sätzen konkrete Hinweise.
  • Die Fans wussten es schon immer: Rap soll depressive Zustände bekämpfen.
  • "Bibliothérapie" heißt der Einsatz von Büchern bei krankhaften Leiden: Bücher, die helfen sollen, Depressionen zu überwinden – die zu lesen sich aber auch lohnt, wenn man sich vollkommen glücklich fühlt.

(30.11.2016)

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Das Ende des Dschungels – Flüchtlingslager in Calais wird geräumt

Sie wollten Krieg und Elend in ihrer Heimat entkommen, träumten von einer goldenen Zukunft in Europa – und landeten in einer Sackgasse. Lange Zeit haben die französischen Behörden das Flüchtlingscamp von Calais, "la jungle" genannt, geduldet. Bis zu 8 100 Menschen sollen dort gelebt haben. Jetzt hat die Räumung begonnen. Für viele Flüchtlinge bedeutet das das Ende des Traums vom Leben in Großbritannien – und weiterhin eine völlig ungewisse Zukunft.

  • Kaum einer, der nicht selbst dort war, kann sich das Leben im "jungle" vorstellen. "France Info" hat zehn eindrucksvolle Bilder ausgewählt, die die Atmosphäre der letzten Tage einfangen. Weiter unten auf der Seite gibt es Videos, die "le démantèlement", den Abriss, dokumentieren.
  • Mit einem Großaufgebot an Redakteuren, Fotografen und Reportern hat "Le Monde" die Räumungsaktion begleitet. Ein Chat, in dem Redakteure vor Ort am ersten Räumungstag Leserfragen beantwortet und die Standpunkte der maßgeblichen Politiker vorgestellt haben, dokumentiert die Ereignisse.
  • Auch der "Figaro" versteht sich als Chronist der Ereignisse und liefert eine anschauliche und übersichtliche Dokumentation.
  • Natacha Bouchart, die Bürgermeisterin von Calais, gibt in "Le Point" Auskunft darüber, wie sie die Räumung erlebt hat, welche Gründe zu diesen Maßnahmen geführt haben und wie sie sie bewertet.
  • Von der anderen Seite der Welt richtet "Radio Canada" seinen Blick nach Calais. Die Redakteure beantworten knapp, aber gehaltvoll die fünf wichtigsten Fragen zum Camp und seiner Räumung. Die Texte sind verständlich formuliert und eignen sich – eventuell mit einigen vereinfachenden Retuschen – gut für den Unterricht.
  • Bilder für die Ohren: Die Journalistin Antoine Marette hat für "France Culture" eine Radio-Reportage über die Schwierigkeiten des Lebens im Dschungel verfasst. (3'46)
  • ... und Bilder für die Augen: Die Filmemacherin Yolande Moreau hat für "Arte" unter anderem das Camp von Calais besucht. Ihre Reportage mit dem Titel "Nulle part en France" vom Januar 2016 steht in ganzer Länge (31:15) zur Verfügung.

(26.10.2016)

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Versöhnung und Lüge - "Frantz" von François Ozon

In historisierendem Schwarz-Weiß gehalten ist François Ozons neuer Film "Frantz". Das Remake von Ernst Lubitschs "Broken Lullaby" beschäftigt sich mit dem deutsch-französischen Verhältnis nach dem ersten Weltkrieg. Ozons melodramatischer Thriller dreht sich um Identität, Identifikation und um die Frage, wieviel Wahrheit Versöhnung braucht.

  • Französische "bande d'annonce" und eine ausführliche Übersicht über Kritiken von Zeitungen und Zuschauern gibt es bei "Allociné".
  • "Erzählen heißt of lügen": François Ozon über Wahrheit und Lüge in der filmischen Fiktion. Ein Interview mit dem Regisseur im "Parisien" - sprachlich ziemlich einfach.
  • "Libération" äußert sich nicht sehr begeistert: "«Frantz», trop poilu pour être honnête" fasst der Autor seinen Eindruck von Ozons neuem Werk zusammen.
  • "Ozon, libre et inspiré" wird der Regisseur hingegen in der "Humanité" gefeiert. Jean Roy würdigt in seiner Kritik vor allem Ozons Spiel mit cineastischen Traditionen.
  • Dossiers für den Unterricht zu älteren Filmen von Ozon: Zu "Dans la maison" (PDF) aus dem Jahr 2015 und "Potiche" (PDF) von 2012 gibt es ein Dossier bei Cinéfête Österreich.
  • Ebenfalls zu Potiche gibt es eine Analyse und Beobachtungs- und Interpretationsfragen bei "Les grignoux" aus Belgien.
  • Mit "Huit femmes" feierte François Ozon seinen größten Erfolg. Ein kleines Dossier dazu gibt es bei "Film français en Flandre".
  • Zu "Huit femmes" haben auch die Lehrerinnen und Lehrer am Institut français in Madrid ausführliche Unterrichtsvorschläge für das Niveau B1-B2 mit Grammatik- und Wortschatzübungen entwickelt.
  • Ein wunderbares kleines "Lexikon" (PDF) für die Arbeit mit Filmen stellen auch in diesem Jahr wieder die unermüdlich kreativen Mitarbeiter von Cinéfête bereit. Ausdrucken, austeilen, losarbeiten!

(05.10.2016)

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Nie wieder! Die Schlacht von Verdun

Die offiziellen Reden sind längst gehalten - 100 Jahre nach der Schlacht von Verdun gibt es aber sicher das ganze Schuljahr über die eine oder andere Gelegenheit, sich mit diesem erschütternden Ereignis auseinanderzusetzen. Das deutsch-französische Jugendwerk fühlt sich ganz besonders der Erziehung zum Frieden verpflichtet und stellt ausführliches Material dazu bereit.

  • Bis zum 1. November können Schulklassen und Jugendgruppen im Rahmen des Programms "100 projets pour la paix" noch Projektvorschläge einreichen (und nachschauen, was sich die anderen ausgedacht haben).
  • Vielfältige Dokumentation: Kurzes Video (3:22) auf Deutsch und Französisch über die Jugendbegegung am offiziellen Gedenktag, Darstellung der offiziellen Feierlichkeiten auch aus der Sicht der Jugendlichen.
  • Die Seite der Huffington Post dokumentiert die Gedenk-Choreografie der deutschen und französischen Jugendlichen und die sehr unterschiedlichen Reaktionen darauf. Auf der gleichen Seite etwas weiter unten gibt es noch ein Video (00:41)von Angela Merkel und François Hollande.
  • Thibaut Poirot verteidigt in "Le monde" die Choreographie der Gedenkfeier.
  • Die Offizielle Gedenkseite mit vielfältigem und reichhaltigem Inhalt. Hier kann man sich ausführlich über die Ereignisse vor 100 Jahren informieren – und auf der interaktiven Karte auch gleich seinen (Klassen-) Aufenthalt vor Ort planen.
  • Die Académie Nancy-Metz hat einen eindrucksvollen interaktiven "parcours pédagogique" entwickelt, der es erlaubt,verschiedene Themen rund um Verdun online zu vertiefen.
  • Dort findet sich im Reiter zu den Jahren 1915-1919 auch ein Auszug aus dem Buch von Jean Finot: Civilisés contre Allemands von 1915, in dem der Autor seine Sicht der deutschen Armee darstellt.
  • Hier werden verschiedene französische Bildungsprojekte im Gedenkjahr vorgestellt.
  • Dossier zur Friedens- und Erinnerungskultur Friedens- und Erinnerungskultur in deutsch-französischen Jugendbegegnungen.
  • Vorschläge für konkrete Aktivitäten zur Friedensarbeit mit Jugendlichen.
  • Liste der Erinnerungsorte an den 1. Weltkrieg.
  • Deutsch-Französischer Kongress: LA PAIX - FRIEDEN. Friedenspädagogik und Französischunterricht 100 Jahre nach Verdun. 9. - 12. November 2016 in Dresden; besonders interessant für den bilingualen Geschichtsunterricht.

(26.09.2016)

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Kampf dem „accent“! - Aussprache online

Seit den 60er Jahren waren sie der Stolz der Schulleiter. Heute gibt es sie kaum noch, die Sprachlabore, in denen Generationen von Schülern mit müffelnden Kopfhörern verrauschte Kassetten nachgesprochen haben, so gut es eben ging. Trotzdem ist Aussprache gerade im Fach Französisch natürlich immer noch wichtig – in kaum einer anderen Sprache werden Nicht-Muttersprachler derart nach ihrem „accent“ beurteilt. Zahlreiche Internetseiten unterstützen Schüler heute dabei, sich den richtigen Zungenschlag anzueignen.

Übungen online

  • In den Mémos von TV5 werden in einem kurzen Clip (etwa 1 Minute) einzelne Laute erklärt und ihre Aussprache ausführlich demonstriert. Für die Anwendung gibt es einen weiteren Clip mit einer kurzen amüsanten Spielsequenz. Für Anfänger.
  • Die Seite mit Anbindung an die Universität von Ragusa (Sizilien) ist von Studenten gemacht. Obwohl nicht alle Links funktionieren, lohnt sich ein Blick auf das liebevoll gestaltete Angebot von Lautunterscheidungsübungen mit Sebstkorrektur.
  • Ähnliches haben sich die spanischen Kollegen von der Universität von León ausgedacht. Auch hier gibt es Unterscheidungsübungen; außerdem eine ausführliche Liste von Liedern zu besonderen Lauten des Französischen, sogar jeweils mit Hörbeispielen.
  • Eine Seite, die sich ganz der Phonetik verschrieben hat. Unterscheidungsübungen gibt es unter der Rubrik „phonème“. Die Seite hat ein recht einfaches Erscheinungsbild, dafür läuft mit Flashplayer alles ziemlich zuverlässig auf den meisten Browsern.

Aussprache zum Ausdrucken

  • Falls der Computerraum mal wieder besetzt ist und nichts tut außer dem Kopierer, gibt es auf "bonjourdefrance" Arbeitsblätter unterschiedlicher Niveaus mit vielen Ausspracheübungen zum Runterladen.
  • Eine Fundgrube ist auch der sympathische und reichhaltige Blog einer weit gereisten Phonetik-Expertin mit viel Lehrerfahrung; viel spielerisches Material zum Runterladen und Ausdrucken wartet dort auf den täglichen Einsatz im Klassenzimmer (comptines, Bildkärtchen zu den einzelnen Lauten etc.); es gibt auch Material zur Evaluation, dafür muss man manchmal orthografische Schwächen in Kauf nehmen. Die Autorin legt Wert auf den „rythme“ des Französischen.

(29.02.2016)

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Gesichter der Flucht - Histoires de réfugiés

Sie sind aufgebrochen, weil sie sich anderswo ein Leben in Sicherheit erhoffen. Viele Menschen, die vor aussichtslosen Lebensbedingungen, Krieg oder Terror fliehen, sind schon bei uns angekommen - auch in den Schulen. Bücher und Geschichten machen es leichter, im Unterricht über ihre Situation und ihre Schicksale zu sprechen. Aber auch Reportagen und Interviews geben den Betroffenen ein Gesicht. Eine Auswahl an geeignetem Material für den Unterricht.

Bücherempfehlungen: Geschichten und Reportagen

  • Die unentbehrliche Liste des Institut suisse Jeunesse et Médias bei ricochet-jeunes.org liefert kurze Inhaltsangaben und Altersempfehlungen zu Büchern, die sich mit dem Thema "Flüchtlinge" beschäftigen.
  • Die belgische Sektion des UNHCR hat eine etwas weniger umfangreiche kommentierte Lektüreliste, Livres sur les réfugiés (PDF), bestehend aus Romanen, Erfahrungsberichten und Reportagen, allerdings nur mit sehr groben Altersempfehlungen, zusammengestellt.
  • Bücher über Verlusterfahrungen, darunter viele über Krieg, Flucht und Vertreibung, haben Redakteure von Libération ausgewählt, liebevoll kommentiert und mit genauen Altersempfehlungen versehen: Livres pour parler du deuil.
  • Ein umfangreiches Dossier mit Unterrichtsvorschlägen (PDF) zum Thema Flüchtlinge und Menschenrechte für verschiedene Altersgruppen, am Ende ergänzt mit Lektüre- und Filmtipps, bietet die französische Sektion von Amnesty international.

Besondere Bücher

  • "Eux, c'est nous" heißt das bemerkenswerte kleine Büchlein, das dazu aufrufen will, Flüchtlingen zu helfen. Es entstand als ganz außergewöhnliches Projekt durch die Zusammenarbeit vieler Verlagshäuser, kostet nur 3 Euro und bietet durch die Kürze und gute Verständlichkeit seiner auf Aufklärung durch Information abzielenden Texte eine ganze Reihe von Anknüpfungspunkten für den Unterricht. Daniel Pennac hat ein Vorwort geschrieben, in dem er um Verständnis für Flüchtlinge wirbt.
  • Fast ohne Worte kommt Akim court aus. Die einfachen, aber eindringlichen Zeichnungen von Claude K. Dubois zeigen die Erlebnisse eines Kindes im Krieg. Die Bilder schaffen Sprechanlässe auch für junge Französischlernende; der Text ist einfach formuliert und mit wenig Hilfe auch für fortgeschrittene Anfänger zugänglich. Die deutsche Übersetzung wurde 2015 mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
  • Mit Bienvenue ! haben 34 namhafte Autoren und Illustratoren Arbeiten zum Thema Flüchtlinge für die éditions Points beigetragen. Die teilweise anspruchsvollen Texte sind allerdings eher für die Oberstufe geeignet. Der Erlös (5 Euro pro Ausgabe) kommt dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zugute.

Filme und Videos

  • Wie kommen Flüchtlingskinder in die Schule? Eine kurze Reportage aus Belgien erzählt von der Arbeit des Roten Kreuzes bei der Unterstützung von Flüchtlingsfamilien, von den Schwierigkeiten des Ankommens und dem Glück der kleinen Erfolge: Ecole et réfugiés.
  • Was ist eigentlich los in Syrien? Junge Syrer berichten von ihrem Land und ihrer Flucht: Vers une nouvelle vie.
  • Fünf Flüchtlinge stellen sich und ihre Geschichte in kurzen Porträts vor - produziert vom UNHCR, mit Dossier für den Unterricht in vielen Sprachen: Portraits - visages de la fuite."
  • Eine Giraffe im Regen ist die Protagonistin in diesem zauberhaften kurzen Trickfilm, der von der "Ligue des droits de l'homme" mitproduziert wurde. Die DVD und eine CD-Rom mit spielerisch gestaltetem Unterrichtsmaterial zum Thema Flucht können Lehrer per Mail kostenlos bestellen.

(01.02.2016)

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Les rois et la galette

Bei uns spielen sie kaum eine Rolle – in Frankreich jedoch werden sie schon im Kindergarten enthusiastisch gefeiert: Beim Fest der Heiligen Drei Könige mischen sich vorchristliches Brauchtum, biblische Überlieferung und Legendenbildung.
Die geheimnisvollen Weisen fühlen sich bestimmt auch in der Schule wohl.
Für einen feierlichen (und vielleicht auch lustigen) Unterrichtsbeginn nach den Weihnachtsferien gibt es im Netz Material für jede Altersstufe und jedes Niveau. Und eine "galette des rois" nach erprobtem Blitz-Rezept mit Geling-Garantie (sofern man den Kuchen rechtzeitig aus dem Ofen holt) gelingt jedem!

Geschichte(n) und Legenden:

  • Text nach Matthäus mit Anregungen zur Auseinandersetzung mit der biblischen Überlieferung (mit Kommentar): bei Bible-Service.
  • Sehr kurzer Abriss über die Geschichte der "rois mages", Symbolik und Brauchtum: Histoires et symboles.
  • Ausführliche und reich bebilderte Erläuterungen zur Legende der heiligen 3 Könige und dem historischen und theologischen Hintergrund: Légendes des mages.
  • Sehr kindlich aufgemacht, aber nett - Geschichte der Könige in Gedichtform und Geschichte "roule galette": Histoires des rois.

Spiele:

Brauchtum:

(17.12.15)

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Geschichten von Flucht und Vertreibung - Camp Joffo bei Rivesaltes

Die Geschichte der Flüchtlinge in Europa ist viel älter als die Syrienkrise. Ein Ort in der Nähe von Perpignan, in der Ebene zwischen Bergen und Mittelmeer, spiegelt die großen Konflikte Frankreichs im 20 Jahrhundert und ihre Folgen für die involvierten Menschen.
Etwa 60 000 "indésirables" waren in diesem größten Internierungslager Westeuropas teilweise unter unvorstellbaren Bedingungen untergebracht.
Lange Zeit wurde diesem leidvollen Ort wenig Beachtung geschenkt. Erst seit September 2015 soll ein großer Museumsbau an die Internierung und das Leid der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Lager erinnern.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut

Es sind stürmische Zeiten – vielleicht ist es gerade da angebracht, mal wieder einen Klassiker hervorzukramen, der die Macht der Liebe beschwört.
Eine filmische Neuauflage von Anoine de Saint-Exupérys "Petit Prince" ist gerade in den französischen Kinos angelaufen. Im liebevoll gestalteten Internet-Auftritt des Films verbirgt sich eine Fülle von Material für die Arbeit in der Schule: "Le petit prince - le film". Es gibt Verständnis- und Produktionsaufgaben zum Film, Informationen über dessen Machart und sogar eine Bastelanleitung für ein "thaumatrope", eine "Wunderscheibe", mit der man ein bewegtes Bild erzeugen kann. Ein buntes "cahier de jeux" (PDF) als PDF bietet weitere Möglichkeiten. Ein großer Teil des Materials kann auch benutzt werden, wenn man den Film selbst nicht (ganz) gesehen hat - die Seite verlinkt auf Plakate und Trailer, die sich gut in die Arbeit im Klassenzimmer einbinden lassen.
Etwas konventioneller, aber sehr praxisnah kommt der offizielle Web-Auftritt des Petit Prince daher. Im umfangreich gestalteten "Bereich für den Unterricht" gibt es Arbeitsblätter zum Runterladen, zu Wortschatz und Grammatik für alle Niveaus; ein tolles Angebot, unmittelbar einsatzbereit für binnendifferenziertes Arbeiten.
Ein wunderbar gelesenes Audiobook auf Youtube, "Petit Prince - audio", bietet eine sehr gut verständliche Textgrundlage für Hörverstehensübungen.
Etwas spielerischer gibt sich ein Projekt der Universität Genf: Dort kann man Auszüge aus dem "Petit Prince" in verschiedenen Sprachen auf einer interaktiven Karte anhören, ein Quiz dazu machen und sogar selbst aufgenommenes Sprachmaterial einstellen: "Sprachenprojekt Petit Prince"
Auf "Exercices en ligne schließlich, einer Seite mit Online-Übungen, gibt es ein Diktat mit Selbstkorrektur.
Und wem der Sinn nach Liedern steht: Yannick Noahs kleines Chanson "De planète en planète" zur Animationsserie bietet einen poetischen Text mit Anknüpfungspunkten zur Aktualität.
(01.12.15)

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Wie im Französisch-Unterricht über die Attentate sprechen?

     Source : Jean Jullien

Der Umgang mit den terroristischen Anschlägen in den verschiedenen Altersstufen treibt viele Eltern und Lehrkräfte um. Schülerinnen und Schüler sprechen auch von sich aus die Lehrkräfte an. Kindern kann man nicht einfach die Wahrheit verschweigen, sagt die Psychotherapeutin Hélène Romano, doch ist, zumal bei jüngeren Kindern, das erste Gebot, sie zu beruhigen und zu trösten, so Edwige Chirouter; Anne-Marie Bureau gibt dafür fünf einfache Ratschläge.
Zahlreiche Organisationen und Medien sowie das französische Erziehungsministerium wollen Hilfen geben. Hier einige Links, die ihrerseits oft weiterführende Links enthalten:

Ratschläge für Eltern und Lehrkräfte

  • Chez les collégiens et les lycéens, « ce qui ressort le plus, c’est la peur », Le Monde
  • Attentats à Paris : comment en parler aux enfants ? Für Eltern. Le Monde und Milan
  • Images de guerre au cœur de Paris : comment en parler aux enfants, Le Figaro
  • Attentats de Paris : comment en parler aux enfants, Le Parisien
  • Des livres pour parler aux enfants, vorgestellt von Libération
  • Des documents pour parler des attentats de Paris avec vos enfants, Milan, mit Links für Kinder bis 12 Jahre
  • Quels mots pour parler des attentats avec les enfants, à l’école ou à la maison ? France Info, mit weiterführenden Links
  • Le terrorisme expliqué aux enfants, Tahar Ben Jelloun (Schriftsteller), für größere Kinder
  • Comment parler des attentats de Paris aux élèves ? Des profs témoignent, Rue89
  • Comment rassurer mes élèves ? Qu’est ce que je vais leur dire ? Libération
  • Savoir accueillir la parole des élèves après les attentats terroristes en Ile-de-France, éduscol (Erziehungsministerium), sehr umfangreich
  • Attentats: comment les enfants les vivent, comment leur en parler, rfi
  • Dossier spécial après les attentats de Paris, 1jour1actu, speziell für Kinder
  • Erklären, ohne Angst zu schüren, taz; Reaktionen in deutschen Schulen

Unterrichtsmaterial

  • L'éducation face aux attentats, TV5MONDE
  • Unterrichtsmaterial zu den Terroranschlägen in Paris, Axel Braun
  • L’après attentats. Des ressources pour parler avec les enfants, Cahiers pédagogiques

(27.11.15)

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Freiwilligendienst in Frankreich

Sein Französisch verbessern? Das Nachbarland kennenlernen? Neue Freundschaften schließen?
Der Conseil Départemental du Bas-Rhin bietet interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst (Service civique) von 7 Monaten in einer seiner Abteilungen zu absolvieren. Das Angebot richtet sich an Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren, deren Sprachkenntnisse ausreichen, um sich in einem französischen Arbeitsumfeld zurechtzufinden. Aufgaben sind z.B.: Leistungsschwache Kinder unterstützen; einkommensschwachen Bürgern den Zugang zu einer würdigen Unterkunft und zu Energie ermöglichen; die Mitarbeiter des Conseil Départemental du Bas-Rhin für das Thema "Nachhaltige Entwicklung" sensibilisieren; s. ausführliche Liste. Vergütung : 717€ pro Monat.
Informationen auf Deutsch und Bewerberformular (dossier de candidature). Das ausgefüllte Bewerberformular schickt man per E-Mail an: jeunesse@bas-rhin.fr bzw. bringt es mit zum offiziellen Bewerbertag mit Auswahlgesprächen am 9. September 2015 im Hôtel du Département, 1, place du quartier Blanc, Straßburg.
Weitere Informationen auf Französisch: Tel: (+33) 3 88 76 64 96, jeunesse@bas-rhin.fr; auf Deutsch: Tel: (+33) 3 88 76 67 10, deti@bas-rhin.fr.
(4.8.15)

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Le corbeau et le renard

Zur bekannten Fabel "Le corbeau et le renard" von Jean de La Fontaine finden sich alle erdenklichen Materialien im Internet. Hier eine Auswahl:

Darbietungen des Texts

  • Als Einstieg zu "Le corbeau et le renard" (und auch zu "Dégustation de fromages", s. vorigen Lien de la semaine) ist die Parodie von Olaf et Korpatas (Lied und Zeichentrickfilm) bestens geeignet.
  • Bilder, Videos, Versionen...
  • Le Corbeau et le Renard als Zeichentrickfilm mit eingeblendetem Text für Kinder, langsam vorgelesen.
  • Text der Fabel zum Lesen und Anhören, mit Grafiken zum Weiterklicken.
  • Gepfiffene Version von Roger Pierre (1958), bereitgestellt von der INA (Institut national de l'audiovisuel).
  • Zum Illustrieren des ausgedruckten Texts findet sich eine große Auswahl von Grafiken über eine Bildersuche im Internet; z.B. die Zeichnung von Grandville.
  • Text der Fabeln La Fontaines als PDF und als E-Book (ePUB), kostenlos bei TV5MONDE.

Überprüfung des Textverständnisses (nach Schwierigkeitsgrad)

Interpretation

Parodien

gibt es z. B. von J.-L. Moreau, Vidaud (unter "Détournement") oder P. Perret; s. auch die o.g. Parodie von Olaf et Korpatas.

Textproduktion

  • Hier bieten sich u.a. Stellungnahmen zu den o.g. oder anderen Interpretationen an.
  • Als kreative Übung können die Schülerinnen und Schüler z. B. eine eigene Fabel(-parodie) schreiben und illustrieren, mit zwei frei wählbaren Tieren (und einem vorgegebenen (?), weit gefassten "moralischen" Thema).
  • Und wie wäre es mit Auswendiglernen (une fois n'est pas coutume !), Deklamieren und szenischem Darstellen?

(22.7.15)

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Schuljahrsende: Dégustation de fromages

Warum nicht das Schuljahr mit einer Käseprobe in der Klasse beschließen? Marie Quatrehomme, fromager affineur et meilleur ouvrier* de France gibt dazu Ratschläge. Es muss ja nicht ein Atelier de dégustation de fromages für 60,00 € pro Person sein...
Aufgaben können sein, Käsesorten und etwa die Website des Camembert-Museums und die von La vache qui rit zu explorieren und zu präsentieren. Die Firma Bel betreibt auch La Maison de La Vache qui rit in Lons-le-Saunier.
Einen Überblick und eine Liste der französischen Käse gibt es bei Wikipédia; dort findet man Links zu den Käsesorten, die man beschreiben und verkosten will. Das im Entstehen begiffene Wikipédia-Projekt WikiCheese möchte möglichst viele Fotos von Käsesorten zur Verfügung stellen; s. Bericht bei L'Obs. Einen Guide du fromage bietet La maison Androuët (fromageries) (Geschichte, Produktionsprozess, Tipps), dessen Chef im Käse einen Pfeiler der französischen Gastronomie sieht.
Die Appellation d'Origine Protégée (AOP), die geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) der EU gilt auch für Käse. Der Kampf um die Markennamen tobt auf EU-Ebene; so darf der französische Gruyère weiter so heißen, muss aber, anders als der Schweizer Gruyère, Löcher haben. Und endlich ist jetzt das Geheimnis der Löcher im Schweizer Käse enthüllt... Le Figaro berichtet über den angeblichen "Raubüberfall" ausländischer Käse auf den französischen Markt, G. Laval sieht die Tradition des Rohmilchlkäses durch die EU-Normes und die großen Nahrungsmittelkonzerne bedroht. Schließlich gehören "Les arts culinaires" zu Frankreichs Kulturerbe, auch wenn der Käse wohl im nahöstlichen Croissant fertile entstanden ist.
Der Bedeutung des Käses in Frankreich entsprechend fand kürzlich das Mondial du fromage in Tours samt einem Concours Mondial du Meilleur Fromager 2015 statt. Manche Franzosen sind tyrosémiophiles (Käse-Etikettensammler) mit eigenen Internetseiten wie Le tyrosémiophile oder Club Tyrosémiophile de France.
S. Kraland et M. Le Breton versuchen eine (nicht ganz ernst gemeinte) Charakterisierung der Käseliebhaber nach ihrer Lieblingssorte. Und sind nicht die Franzosen insgesamt "râleurs" und daher unregierbar, weil sie so viele Käsesorten haben? "Comment voulez-vous gouverner un pays où il existe 258 variétés de fromage ?" soll Ch. de Gaulle gesagt haben - die Zahl der Käsesorten ist aber mangels sicherer Quellen umstritten (246, 258, über 300, 365...)
Die Ausdrücke En faire tout un fromage und Entre la poire et le fromage erklären Expressio oder Les produits laitiers.
Note: Man beachte den konservativen Verzicht auf die korrekte weibliche Form "une maître fromagère", bei ATILF und sogar im Internet zu finden.
(15.7.15)

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Weinanbau der Champagne und der Bourgogne ist "Weltkulturerbe"

Zwei neue Stätten in Frankreich wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe deklariert: Die Weinberge, Gebäude, Weinkeller und die besondere Methode zur Herstellung des Champagners der Champagne sowie die "Climats" der Bourgogne mit ihren Hängen, dem Mikroklima, der Anbauweise und dem einzigartigen Wein sowie der Altstadt von Dijon. Damit stehen 41 französische Stätten auf der UNESCO-Liste.
Vorbereitet wurde die Aufnahme der Champagne durch ein aufwändiges Dossier des Vereins Paysage du Champagne, dessen Mitglieder v.a. staatliche Institutionen und Wirtschaftsverbände sind. Auf der Website dieses Vereins finden sich viele ansprechende Materialien (Pressekommuniqués; Dossiers zu den Coteaux, Maisons et Caves de Champagne (PDF) und zur Aufnahme (PDF) in die UNESCO-Liste; Kurzfassung des Dossiers). Auch der Verein Climats du vignoble de Bourgogne bietet viele Materialien (Video (unten auf der Startseite), Dossier, eine Frise historique mit vielen Bildern, eine umfangreiche Docuthèque mit zahlreichen Dossiers, u.a. auch eine gut verständliche "plaquette jeune public" (PDF) mit Hilfen für Pädagogen und Vereine und eine anschauliche Darstellung des Aufnahmeverfahrens). Viele dieser Materialien eignen sich für Präsentationen u.ä. schon in der Mittelstufe.
Sarkastisch bemerkt allerdings Kommentator(in) "LEM" in der Humanité: "Ahhhh, la Champagne, le Champagne, ses pesticides, ses herbicides, ses travailleurs détachés sous-payés de Pologne - et prochainement de Hongrie - en guise de vendangeurs enfin au patrimoine mondial de l'UNESCO ! Tout un poème..."

Weitere Links:

(8.7.15)

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Vidéos à didactiser

Der Fernsehsender TV5MONDE hat eine neue Rubrik für Französch-Lehrkräfte: Vidéos à didactiser. Dort werden Reportagen mit Transkription zum Download zur Verfügung gestellt. Auch für die eigentliche didaktische Arbeit stellt TV5MONDE Hilfen zur Verfügung: 6 étapes pour créer un cours avec un document audiovisuel: Ideen für pädagogische Szenarien mit audiovisuellen Materialien, vom Einstieg über Hör-/Sehverstehen bis zur sprachlichen und kreativen Arbeit. Das reicht bis zu Vorschlägen für die Produktion eigener Radio- und Fernsehsendungen im Französischunterricht.
Der Newsletter Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue (1/2014) gibt weitere Informationen, wie man TV5MONDE nutzen kann, nicht nur für Französisch bilingual!
(1.7.15)

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Theater in der Klasse

Sketche und Theaterstücke sowie Anregungen für die Umsetzung, von der Grundschule bis zur Kursstufe. Einige Links:

  • Le Proscenium, nach eigenen Angaben "La plus grande bibliothèque de textes à jouer francophones téléchargeables gratuitement". Über 5000 Texte lebender Autoren. Suche nach mehreren Kategorien möglich..
  • Planète Enseignant. Viele Links zu Theaterstücken, Sketchen, Pantomimen, Comédies musicales u.a.
  • La Comédiathèque. Jean-Pierre Martinez, vielgespielter Autor, stellt Theaterstücke (comédies, sketchs, saynètes, monologues) zum Download zur Verfügung.
  • École de petite Prune. Pièces de Théâtre, sketches... pour le spectacle de fin d'année, für französische Grundschulen.
  • Comedies historiques pour les enfants. Episoden aus dem Leben historischer Persönlichkeiten, ab 11 Jahre. Texte im Word-Format herunterladbar.
  • Graines de Paix. Einige "Sketchs drôles" zur Friedenserziehung im weitesten Sinne.
  • Dramaction: Le site pédagogique des enseignants de théâtre. Kanadische Website mit Übungen, Arbeitsblättern und Informationen für Theater-Workshops.

(24.6.15)

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Ont ne jouent pas avec le français !

Dieses Motto hat sich das Blog "Bescherelle ta mère. On t'apprend à parler français, putain." auf seine Fahnen geschrieben. Die Internetpräsenz mit den verbreiteten Grammatikbüchern von Bescherelle und den vulgären Anspielungen im Namen lädt ein, Verstöße gegen die französische Rechtschreibung und Grammatik aufs Korn zu nehmen. Die Jagd auf (grobe) Französisch-Fehler interessiert offenbar viele Leute, die witzige Fälle fotografieren und auf "Bescherelle ta mère" veröffentlichen können.
So werden mit großen Lettern überschriebene Katzenfotos angeboten, um Facebook-Freunde zurechtzuweisen: "Comme même", "Si j'aurais su", "Bonne anniversaire", "Je me suis fait mordu". Zahlreiche andere Fehler werden aufgespießt: "La sanseur remarche. Vous pouver le prandre o res de chausé. mercie"; ein Preisschild: "Bouse blanche" (Kuhfladen; statt "blouse"); "La rentrer des classes". Besonders gern werden Druckfehler in offiziellen Dokumenten wie den Abituraufgaben angeprangert. Aber man findet auch gefakte Objekte: "Temple protestant. Cuite le dimanche À 10 heures 30.": Ein Spaßvogel verwandelte das "l" in "culte" (Gottesdienst ) in "cuite" (fam.: Rausch) und provozierte weitere Kommentare von Leserinnen und Lesern. Eine Suche oder das Durchstöbern in den Kategorien ist möglich. Wo wir doch sonst bei Korrekturen nicht viel zu lachen haben...
Das Niveau der Rechtschreibung der Franzosen sinkt seit 1960, nicht nur die Universitäten machen sich Sorgen. Die "cinq bêtes noires des Français" (die "roten Tücher") sind übrigens angeblich der Plural der zusammengesetzten Wörter und der Zahlen, die Unterscheidung von Futur und Konditional und die Angleichung des Partizips bei avoir und den Reflexivverben.
Das Diktat hat eine lange Tradition seit etwa 1850. Welche Massen sich für gute Rechtschreibung mobilisieren lassen, zeigen viele Internetseiten wie Ladictée.fr oder La dictée de Bernard Pivot (mit Kontrolle der eigenen Lösung) sowie der Erfolg von "la dictée des cités" in Saint-Denis (93), mitten auf dem Platz vor der Kathedrale, die zu "la plus grande dictée de France" geriet. Und nicht jeder akzeptiert die "rectifications de l'orthographe française".
(17.6.15)

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Ausstellung KARIKATUR PRESSE FREIHEIT in Stuttgart

poires
  Honoré Daumier, Les poires Wikimedia
Domaine public

Aus Anlass der schockierenden Anschläge auf die Mitarbeiter der Pariser Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" im Januar diesen Jahres präsentiert die Staatsgalerie Stuttgart unter dem Titel KARIKATUR PRESSE FREIHEIT. Honoré Daumier und die französische Bildsatire rund 60 ausgewählte Lithografien; die Staatsgalerie verfügt über einen vollständigen Bestand der Zeitschrift "La Caricature", die die Presssefreiheit gegen König Louis-Philippe I. verteidigte. Im Zentrum der Ausstellung steht Honoré Daumier (1808-1879), der aufgrund zweier Karikaturen des französischen Königs Louis-Philippe 1832 sechs Monate lang im Gefängnis saß. Bekannt ist z. B. seine Karikatur "Les poires" (s. Grafik), nach der Zeichnung "La Métamorphose du roi Louis-Philippe en poire" von Charles Philipon, dem Leiter der satirischen Zeitschriften La Caricature und Le Charivari (etwa: "lautstarkes Buhen, Pfeifkonzert"). Auch andere Karikaturisten wie Grandville, Desperret und Traviès werden vorgestellt.
Auf den Seiten der Staatsgalerie finden Sie eine kurze Einführung in die Ausstellung und Hinweise auf Veranstaltungen und Führungen. Der Besuch ist für Schülerinnen und Schüler sowie eine Begleitperson kostenlos; s. Öffnungszeiten und Anmeldung.
S. auch die Liens de la semaine "Terroranschlag auf Charlie Hebdo" und "Karikaturen".
(10.6.15)

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Reform des "Collège"

Das Dekret zur Reform des Collège ist nun im Journal officiel veröffentlicht und wird 2016 in Kraft treten. Die genaue Ausgestaltung ist noch nicht erfolgt.
Basiswissen, die Verbindung von Theorie und Praxis (enseignements pratiques interdisciplinaires, EPI), größere pädagogische Freiheiten für Lehrkräfte, individuelle Förderung (accompagnement personnalisé), und geringere Arbeitsbelastung der Schülerinnen und Schüler, mehr Chancen für alle auf bessere Schulbildung, aber auch "Kampf gegen Langeweile" sind die Grundpfeiler der Reform; laut Regierung ist sie "unerläßlich". Eine Gruppe von Lehrkräften sah sich genötigt, eine Seite "La Réforme du Collège 2016 en Clair" zu veröffentlichen, um Details darzustellen; s. auch ein Quiz zum Fachchinesisch der Reform bei Libération. Im Namen des Kampfs gegen den "élitisme" und die "filières cachées" des französischen Schulsystems soll u.a. die sog. Section (pré-)européenne et bilangue abgeschafft werden; Kritiker befürchten, dass gerade dadurch die "mixité sociale" in den Collèges in Gefahr ist oder dennoch schnell Umgehungsstrategien entstehen. Alte Sprachen werden deutlich weniger unterrichtet, Deutsch wird z.B. allen angeboten und ein Jahr vorgezogen, mit insgesamt mehr Wochenstunden. Nicht nur Deutschlehrkräfte sehen dennoch ihr Fach bedroht, diese Regelung könnte auch angesichts des Élysée-Vertrags von 1963 zu diplomatischen Verwicklungen führen; so meldete sich auch die deutsche Botschafterin Susanne Wasum-Rainer zu Wort. Auch die Reform des Geschichtsunterrichts führt zu Kontroversen.
Die Reform ist politisch umstritten; sie rührt an politische Grundvorstellungen der Linken und Rechten Frankreichs: "élitisme" vs. "égalité". Der Oppositionspolitiker Bruno Le Maire etwa will ein "collège diversifié" statt eines "collège unique", der Zentrumspolitiker Bayrou ruft zu einer großen Demonstration auf, die oppositionelle UMP kündigt schon jetzt an, die Reform rückgängig machen zu wollen. Lehrkräfte demonstrierten, andere unterstützen sie; s. einige Meinungen von Lehrkräften und Lehrergewerkschaften.
Premierminister Valls verteidigt die Reform der Erziehungs- und Wissenschaftsministerin Najat Vallaud-Belkacem, die sich auch auf die immer schlechteren PISA-Ergebnisse beruft. Ein Bild von der verbalen Heftigkeit der Auseinandersetzungen ("Untergang Frankreichs"...) gibt eine Chronologie bei Libération.
Solche Polemiken von Regierung, Politikern und Intellektuellen veranlassten z.B. Le Monde, Libération oder L'Obs zu "Richtigstellungen", andere Autoren versuchen, den aufgekommenen "Hass" zu verstehen.
Elternverbände und der Verband der katholischen Privatschulen scheinen der Reform jedoch nicht so feindlich gegenüberzustehen wie die ihnen politisch nahestehenden Parteien.

Weitere nützliche Links:

(20.5.15)

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10. Mai: Gedenken an Sklavenhandel und Abschaffung der Sklaverei

Staatspräsident Hollande weihte in Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) eine Gedenkstätte ein: das Mémorial ACTe (Centre caribéen d'expressions et de mémoire de la Traite et de l'Esclavage; Website), ein Museum und Kulturzentrum. Es steht symbolträchtig an der Stelle der ehemaligen Zuckerfabrik Darboussier. "Nous avons voulu éviter le lamentarium, et cherché à ne pas opposer les blancs et les noirs" erklärt Victorin Lurel, Präsident der Region Guadeloupe, zur Konzeption des Mémorial ACTe. Es ist aber bis heute umstritten.
Auch im metropolitanen Frankreich finden Gedenkveranstaltungen statt. So besteht in Nantes, dem einst wichtigsten Hafen für den französischen Sklavenhandel, seit 2012 ein Mémorial de l'abolition de l'esclavage (Website; Gedenken 2015). In Brest wurde eine Statue eingeweiht. Bis Juni gibt es verschiedene Veranstaltungen.
Am 10. Mai 2001 hatte Frankreich als einziges Land der Welt per Gesetz den Sklavenhandel als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt (loi Taubira); 2006 machte Präsident Chirac den Tag der Verabschiedung dieses Gesetzes zum nationalen Gedenktag.
Ist die Sklaverei ein abgeschlossenes Kapitel? Der Cran (Le Conseil représentatif des associations noires de France) verlangt Reparationszahlungen, auch von Banken und Privatpersonen, und klagt gegen den Baron Seillère. Reparationen, z.B. an Haiti, lehnt Hollande ab.

Weitere Links:

(13.5.15)

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La bédé en cours de français

Eine Unterrichtseinheit zur Einführung in die Vielfalt der frankobelgischen "bande dessinée". Fachvokabular, Analyse und Interpretation werden anhand von im Internet frei verfügbaren Bildern und Alben eingeübt.
(6.5.15)

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La Grotte Chauvet

Chevaux de la grotte Chauvet
Chevaux de la grotte Chauvet
Wikipedia / Domaine public

Die Höhlenmalereien der Chauvet-Höhle (Département Ardèche), "la grotte ornée du Pont d’Arc", aus dem Aurignacien, der archäologischen Kultur des europäischen Jungpaläolithikums, sind mit 36 000 Jahren die ältesten der Menschheitsgeschichte. Sie wurde nach einem ihrer Entdecker benannt. Durch diese Entdeckung 1994 musste die (Kunst-)Geschichte umgeschrieben werden. Seit 2014 gehört die Höhle als 39. französisches Kulturdenkmal zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Um Zerstörungen wie bei der etwa 18 000 Jahre jüngeren Lascaux-Höhle zu vermeiden, ist sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, und Maler, Bildhauer, Architekten, Baufirmen und Eventmanager bauten eine 1:1-Replik von Teilen der Höhle; sogar an Gerüche und Klänge wurde gedacht! Die Replik wurde von Präsident Hollande nun am 25.4.2015 eingeweiht.
Für eine Behandlung der Grotte im Unterricht sollte sich doch ein Platz in den Themenkreisen Kultur, Geschichte oder Tourismus finden lassen!
Einige Links:

(29.4.15)

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Zigaretten bald im "Paquet neutre"

Nachdem das französische Parlament im Dezember den Verkauf von Zigaretten über das Internet verboten hatte, beschloss es nun, dass ab Mai 2016 die Zigarettenschachteln wie in Irland, Australien und bald auch in Großbritannien "neutral" sein müssen. Auf den gleich großen und gleichfarbigen Päckchen wird dann der Markenname ohne Logo klein und typografisch identisch aufgedruckt; s. Grafik. Das Verbot ist eingebettet in eine Reihe von Maßnahmen eines Gesundheitsgesetzes. Nach einer Studie des Journal du Dimanche (JDD) sind alle Pariser Kinder Passivraucher, weshalb Gesundheitsministerin Marisol Touraine angekündigt hatte, das Rauchen in Parks, vor Schulen und im Auto zu verbieten, wenn Kinder unter 12 Jahren mitfahren; s. weitere Ankündigungen; s. auch die ursprünglich geplanten Maßnahmen des "plan anti-tabac". Viele Städte engagieren sich gegen das Rauchen. Die Debatte "entfesselte die Leidenschaften" auch in der Assemblée nationale. Die Opposition brachte mehr als 100 Änderungsanträge gegen das Gesetz ein; ein Abgeordneter behauptete sogar, durch das Verbot werde der Djihadismus gefördert!
Die Tabakindustrie argumentiert, damit würde das Recht auf geistiges Eigentum verletzt. Auch die "buralistes" (Tabakwarenhändler) sagen nein, sie fürchten um ihre Arbeitsplätze; s. Video. Der Theatermann Nicolas Bedos schrieb in einem offenen Brief, dass man ihm schon die Nationalgarde und die Antiterroreinheit GIGN auf den Hals hetzen müsse, um ihn vom Rauchen abzuhalten - die Ministerin antwortete ihm; s. eine Zusammenfassung dieser Korrespondenz.
Selbst Pat McCrory, Gouverneur von North Carolina, dem größten amerikanischen Tabakanbaugebiet, drohte mit Klagen: Wenn man sowas mit Wein- und Champagnerflaschen machen würde...
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte 2008 neutrale Tabakverpackungen vorgeschlagen. Sie sind dann weniger verführerisch und glamourös.
Dass sie wirken, sei wissenschaftlich bewiesen, sagt Prof. Karine Gallopel-Morvan, so werde auch "Desinformation" vermieden. Das glauben viele Raucher und die Mehrheit der Bevölkerung, einer Umfrage zufolge, gerade nicht.
Über eine Milliarde Raucher gibt es weltweit. Die Zahl der Raucher in Frankreich sinkt, der Tabakpreis steigt; dennoch nimmt der Staat 14 Milliarden Euro an Steuern ein. Eigentlich müsste das Päckchen fast doppelt so viel kosten wie jetzt: 13,07 statt 7 Euro, wenn man das Prinzip "pollueur-payeur" anwendet. Der Tabak tötet in Frankreich über 70 000 Menschen pro Jahr, 44 000 davon durch Lungenkrebs; s. ein Schaubild mit weiteren Zahlen bei Le Monde.
Übrigens: die Seita, die bis 1976 das Tabak- und Streichholzmonopol in Frankreich hatte, wurde 1995 privatisiert und gehört seit einigen Jahren zu einem britischen Konzern; die "Gauloises" werden heute in Polen produziert.
(22.4.15)

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"Astuces pour apprendre"

Zusammenhängende Übungen zur Medienerziehung mit vielen "Astuces pour apprendre" zur Arbeit mit Reportagen, Interviews, Filmtrailern, Porträts und Filmen (unter "Fiction") für verschiedene Niveaus bietet TV5MONDE.
Die Website von TV5MONDE funktioniert wiieder, nachdem der Sender durch die "cyberattaque" "ins Herz getroffen" worden war.
(15.4.15)

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Die Départements-Wahlen in Frankreich

Die erste Runde der Départements-Wahlen brachten einen Sieg der konservativen UMP und starke Verluste der Sozialisten (PS), die zwar etwas besser als in den Umfragen erwartet abschnitten, aber auch auf ihrer Linken bedrängt werden. Dabei war damit gerechnet worden, dass der rechtsextreme Front national (FN) "premier parti de France" wird, er wurde aber hinter der UMP "nur" zweiter - kein Grund zur Freude für Rue89. Nach der Analyse der fast 200 individuellen "étiquettes" der Kandidaten steht der FN aber doch an erster Stelle. Nach Eigenalyse der Parteien hatten allerdings alle gewonnen. Der Wahlkampf bezog sich kaum auf die eigentlichen Kompetenzen der Départements - vor allem Collèges, Straßen und einen Teil der Sozialpolitik - sondern eher auf nationale Themen, und so wird das Ergebnis auch "national" interpretiert. Le Figaro zieht 5 Lehren aus den Wahlen, darunter auch eine geringere Zahl von Nichtwählern; etwas ausführlicher s. Le Monde.
Das Neue an diesen Wahlen, die früher Kantonalwahlen hießen, sind v.a. die "binômes": In den Wahlkreisen mussten paritätisch besetzte Listen, ein Mann und eine Frau, aufgestellt werden. Die Frauen werden also die Départements erobern, so jedenfalls Le Monde. Oder ist es nur eine rechnerische Parität?, fragt Libération. In Paris und Lyon wurde nicht gewählt, wo die Stadtverwaltungen Conseil de Paris bzw. Conseil métropolitain gleichzeitig Conseils départementaux sind.

Bis Dienstagabend mussten die Allianzen für den zweiten Wahlgang am 29. März feststehen. Die Sozialisten kündigten einen "front républicain" an, d.h. Unterstützung der konservativen Kandidaten gegen die FN-Kandidaten, wenn der PS nicht mehr antreten kann oder chancenlose Kandidaturen aus "triangulaires" zurückzieht, während die UMP sich im Falle eines "duel" PS-FN nicht auf die Unterstützung des PS festlegen will ("ni - ni"), was Premierminister Valls (PS) als "faute morale" bezeichnet.
Allerdings gibt es eine erhebliche Unsicherheit, was künftig aus den Départements im Zuge der "réforme territoriale" wird: Teilweise Erhaltung, komplette Abschaffung und Übertragung ihrer Zuständigkeiten auf die neuen Regionen - oder auf die neu geschaffenen Metropolen oder auf Zweckverbände (intercommunalités)? Und wann ist es so weit?
(25.3.15)

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"Apartheid" in Frankreich?

Premierminister Manuel Valls nutzte die Neujahrswünsche an die Presse, um eine "territoriale, soziale und ethnische Apartheid", alltägliche Diskriminierungen und eine Gettoisierung in den französischen Vorstädten anzuprangern. Laut einer Umfrage stimmt ihm über die Hälfte der Franzosen zu. Seit den "émeutes" (Unruhen) von 2005, als er noch Bürgermeister im als "cité sensible" geltenden Évry war, vertrete er diese Ansicht. Um gegen die Ungleichheiten anzugehen, brauche es mehr Chancengerechtigkeit und eine soziale Durchmischung durch entschlossenes Vorgehen gegen Gettoisierung und Segregation.

Reaktionen

Diese Analyse bedeute einen Bruch, konstatiert Le Monde, denn damit gestehe er das Scheitern rechter wie linker Urbanismus-Politik, insbesondere der Wohnungsbau-, Erziehungs- und Beschäftigungspolitik, der letzten 30 Jahre ein. Amar Henni geißelt die Untätigkeit des Staates.
Auch wenn er Valls' Wortwahl kritisiert, stimmt ihm der Geograf Christophe Guilluy, Autor von "La France périphérique", inhaltlich zu. Matthieu Croissandeau sieht durch die Segregation den republikanischen Konsens gefährdet.
Die Wortwahl Valls' könne allerdings auch Vorurteile verstärken, meint der Soziologe Renaud Epstein. Man müsse gegen die Mechanismen des Immobilienmarkts vorgehen, der in erster Linie "Ghettos du gotha" (Oberschicht) produziert und Verdrängungsprozesse in Gang setzt.
Die Verwendung des Begriffs "Apartheid" sei ein Fehler, befindet UMP-Chef Nicolas Sarkozy; sein Parteifreund Patrick Devedjian beurteilt die französische Integrationspolitik insgesamt und historisch gesehen als "intelligent und effizient" und als erfolgreicher als die anderer Länder.
In Frankreich sei die Politik aus Gründen der "égalité" blind gegenüber Minderheiten; so gibt es keine ethnischen Statistiken, folglich kann es auch keine wirksame, darauf aufbauende Integrations- und Antidiskriminierungspolitik geben, so der Demograf Patrick Simon.
Der Soziologe Eric Fassin verweist auf eine verkappte "racialisation" der französischen Politik - zu der auch Valls' selbst beitrage, s. seine Aussage: "Les Roms ont vocation à retourner en Roumanie ou en Bulgarie".

Was tun?

Es fehlt wahrlich nicht an Ideen. Laurent Joffrin verlangt, man solle aus dem Kampf gegen die "tödlichen Spaltungen" eine "urgence nationale" machen, der Regisseur Christophe Nick will ein Programm positiver Diskriminierung, Minister Patrick Kanner will die Gesetze über sozialen Wohnungsbau strikter anwenden, die Juristin Virginie Duval möchte mehr Hilfen für jugendliche Straftäter, die Schriftstellerin Faïza Guène ("Kiffe kiffe demain" u.a.) will mehr Busse nach 21:30 Uhr und mehr Aufmerksamkeit der Politiker und Medien für die "banlieue", Wirtschafswissenschaftler Jean-François Amadieu setzt auf den anonymen Lebenslauf, der Politologe Thomas Guénolé auf die Bekämpfung des Stereotyps der "jeune-de-banlieue", die Grünen verlangen ein nachhaltiges Zukunftsprojekt, der Oppositionspolitiker Vincent Delahaye (UDI) zählt auf, was seine Stadt, Massy, alles tut und verlangt mehr Geld für die Kommunen...
Die Regierung legte nun einen Plan mit 60 "Versprechen" vor: Änderung der Concours-Verfahren für den öffentlichen Dienst, ein großer Wohnungsbauplan für die "mixité sociale" (eine Milliarde Euro über 3 Jahre), Maßnahmen, die nichts kosten u.a. Nichts Schockierendes und wenig finanzielle Mittel, findet Sylia Zappi, die Probleme werden nicht an der Wurzel angegangen, Nicolas Duvoux. Nur Worte, sagt die Oposition (Camille Bedin), Halbheiten, urteilen Lilian Alemagna und Laure Bretton.
(11.3.15)

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Prügeln von Kindern nicht verboten: Europarat verurteilt Frankreich

"La France fessée par le Conseil de l'Europe", konstatiert Libération (fast wortgleich Le Monde): Der Europarat hatte eine symbolische Verurteilung ohne Strafe über Frankreich verhängt, denn es gibt dort im Gegensatz zu 27 europäischen Ländern (s. Karte) kein Gesetz, das körperliche Strafen ausdrücklich untersagt, auch wenn Frankreich die entsprechende UN-Konvention gegen Kindesmisshandlung (maltraitance) unterzeichnet hat. Im Gegenteil, es gibt ein elterliches "droit de correction" zur Ausübung der "autorité légitime"; s. ausführliche Erläuterung. Und das im Vaterland der Menschenrechte; s. Karikatur von Emmanuel Chaunu. Doch auch ohne Gesetz wurde 2013 ein Vater wegen einer "fessée" zu einer Geldstrafe verurteilt.
2009 hatte die damalige UMP-Abgeordnete Edwige Antier ("Le mot de fessée n'existe pas dans les autres pays") einen Gesetzentwurf in die Assemblée nationale eingebracht und damit leidenschafliche Diskussionen ausgelöst. Später fügte sie das Verbot psychischer Gewalt hinzu. Eine überparteiliche Initiatve konnte sich 2013 nicht durchsetzen, ebenso wenig eine Initiative der Grünen 2014.

Pro Gesetz:

Der Europarat brachte einen "kit d'information" für die Kampagne "Levez la main contre la fessée !" heraus. Ein Gesetz könnte die Mentalität der Franzosen positiv beeinflussen. Viele Psychologen sind für ein Verbot. In Ländern mit einem entsprechenden Gesetz ging die Kindesmisshandlung zurück. Prügel senken den IQ, bewirken Veränderungen im Gehirn und haben andere negative Folgen, so wie sonstige körperliche Strafen das tun, vor denen auch die Fondation pour l'Enfance warnt. Prügel sind kein Erziehungsmittel (Video, 1:26), sie helfen dem Kind nicht, zu verstehen. Kann man etwa "fai[re] entrer les vertus par le cul" (Anatole France)?

Contra Gesetz:

Nach Umfragen sind 80% der Franzosen gegen ein Verbot. Die zuständige Staatssekretärin Laurence Rossignol, die noch vor kurzem ein Gesetz angekündigt hatte, ist nun dagegen: ein Gesetz bringe nichts, sie wolle die Franzosen nicht spalten. Für andere ist ein Verbot Ausdruck von "angélisme" (etwa: Gutmenschentum), gibt den Kindern die Macht und untergräbt die elterliche Autorität. Es gäbe dringlichere Probleme (Video 2:42). Man solle lieber die Eltern erziehen. Auch Papst Franziskus erklärte jüngst „Schläge mit Würde“ für angemessen.

Eng verwandtes Thema: La gifle (Ohrfeige)

2013 machte die Fondation pour l'Enfance die Kampagne « Il n'y a pas de petite claque ! » gegen die Ohrfeige: "Entre adultes, toute violence est un délit, alors pourquoi ne l'est-elle plus quand elle a pour cibles nos enfants ?"; s. Video 0:31, Pub de sensibilisation 8:57 und Pressedossier. Schließlich dürfen in Frankreich auch Tiere nicht geschlagen werden.

Hinweise:

Einen historischen Blick auf die Kinderrechte in Frankreich (Video, 4:16) wirft Ivan Jablonka.
Das "droit de correction" erlaubte früher auch das Züchtigen von Ehefrauen, wie im "Kinderlied" Il était un p'tit cordonnier, wo das Schlagen als "juste" und "tout dret" (droit) bezeichnet wird; s. Kritik bei "Osez le féminisme".
In Deutschland sind seit dem Jahre 2000 körperliche Bestrafungen verboten, bei Verstoß ist aber keine Bestrafung vorgesehen.
Der Europarat, nicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat und dem Rat der Europäischen Union (Ministerrat), ist ein Bündnis von 47 Ländern zur Förderung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
(4.3.15)

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Neue Philharmonie in Paris

Philharmonie
  Source : Philharmonie © Beaucardet

Nach 8 Jahren Bauzeit und riesigen Kosten von 386 Millionen Euro wurde nicht weit vom Parc de la Villette die neue Pariser Philharmonie im Januar von Präsident Hollande eingeweiht (Video; 7 Videos bei Arte). Mit 5 Orchestern, 2400 Sitzplätzen des Großen Konzertsaals, weiteren Konzertsälen, einem Museum, einer Mediathek, pädagogischen Räumen und für verschiedene Konzertarten umbaubar ist sie "ein wahrer architektonischer Kraftakt, ein umhüllender Saal, der das Eintauchen des Publikums in den Raum und die Musik mit einem nie dagewesenen intimen Hörgefühl verbindet" "eine akustische Großtat" des Akustikers Sir Harold Marshall, schwärmt ihre Website, das bedeutendste Ereignis seit der Opéra Bastille 1989, ergänzt Hollande. Paris brauche nicht mehr auf Berlin neidisch zu sein, so "Libération". Der Architekt der Philharmonie, Jean Nouvel, zog es allerdings vor, der Einweihung fernzubleiben: man habe ihm "Verachtung" entgegengebracht, die Philharmonie sei nicht vollendet.
Kritiker fragen, neben den Kosten, nach der mangelnden Musikerziehung in den Schulen und bezweifeln, dass das betuchte Publikum aus dem Pariser Westen in den schlecht zu erreichenden Nordosten fahren werden. Philharmonie-Chef Laurent Bayle hofft gegenüber den alternden Publikum der Salle Pleyel im Pariser Westen auf ein neues, jüngeres Publikum durch klassische, Rock-, Jazz- und Weltmusik-Konzerte, Ausstellungen und Workshops.

Einige Links:

(25.2.15)

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France Bienvenue

France Bienvenue
   Source : France Bienvenue

Die liebevoll gestaltete Website France Bienvenue bietet kurze Videos, MP3-Dateien und Fotos mit Vokabelerklärungen und Transkriptionen zum Download für den Französisch-Unterricht an: "De vraies conversations pour apprendre le français comme on le parle et tout pour les comprendre"; s. Präsentation der Seite. Man kann in der rechten Randspalte nach "Articles récents" und in den "Rubriques" (Evénements, La vie professionnelle, La vie quotidienne, Le français, Le sport, Les fêtes...) suchen. Es geht auch um die französische Sprache: "Des mots écrits et dits, des textes, des photos pour raconter (un peu) la France et le français", z.B. um Grammatik oder Ausdrücke.
(11.2.15 )

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Der "Service Civique" in der Diskussion

Logo Service Civique
   Source : Agence du service civique

Der Service Civique ist das französische Pendant zum Bundesfreiwilligendienst (BFD, "Bufdi"). 16-25-jährige Franzosen, EU-Bürger, aber auch andere Europäer und Nicht-Europäer, die seit einem Jahr in Frankreich leben, können zwischen einem staatlich (teil-)finanzierten "engagement de service civique" (6-12 Monate) und einem "volontariat de service civique" (6-24 Monate) in vielen Tätigkeitsfeldern des In- und Auslands wählen. Geprüfte Verbände und öffentliche Organisationen können Plätze anbieten. Der Zweck ist, die Werte der Republik und "la cohésion nationale et la mixité sociale" zu stärken und auch Kompetenzen zu vermitteln. Diese Intentionen wurden durch die Anschläge im Januar noch verstärkt. So sieht das auch der Präsident der Agence du service civique, François Chérèque.
35 000 Freiwillige gab es 2014; nur jeder 5. Bewerber fand einen Platz. Nun strebt Präsident Hollande 150 000 Plätze bis 2017 an. Schon im Juni soll ihre Zahl verdreifacht werden, bei entsprechenden Mehrkosten für den Staatshaushalt - und möglichen negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Hollande denkt auch an einen unbezahlten obligatorischen Dienst ("service universel") für 2-3 Monate. Schon vor der Einführung des Freiwilligendienstes wurde diskutiert, ob er obligatorisch sein sollte. Hollande stieß er zwar auf Widerspruch, z. B. bei Verbänden, aber auch auf der Linken, aber ansonsten stimmen Regierung und Opposition wie auch Umfragen weitgehend überein. Die konservative Opposition möchte teilweise noch weiter gehen und wieder einen Wehrdienst einführen, andere denken an einen europäischen "service civique".
Eine ergiebige Informationsquelle ist die Website des Service Civique. Zur Vorstellung des Service Civique durch die Klasse eignen sich das kurze "Vidéo de présentation", eine Vielzahl weiterer Videos und der "Dépliant", aber auch Werbeplakate (Downloads) und die Charte des valeurs. Viele Zahlen liefert L'Obs, Le Monde vergleicht die jetzige Situation mit der künftigen. Für jüngere Schülerinnen und Schüler ist die Kurzinformation "La bonne idée du service civique" von 1jour1actu geeignet.
Im Unterricht: Eine kontroverse Diskussion in höheren Klassen und ein Vergleich mit dem BFD liegen nahe.
(6.2.15)

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Prenez + l'air !

Bei TV5MONDE gibt es eine Sendereihe über neue Outdoor-Freizeitaktivitäten (Kitesurf, pêche à la mouche, marche nordique, longe-côte, escalade, tir à l'arc, paintball...). Die Videos dauern ca. 3-4 Minuten. Einige dieser Videos (karting, street dance, snowkite, motoball, skateboard) sind für verschiedene sprachliche Niveaus didaktisch aufgearbeitet, mit Transkription und Arbeitsblättern einschl. Lösungsvorschlägen, und stehen zum Download bereit. Auch die restlichen Videos sind gut für Hör-/Sehverstehensübungen geeignet
(28.1.15)

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Nach den Attentaten: Reform der Schule

Viele französischen Lehrerinnen und Lehrer taten sich schwer damit, in ihren Klassen über die Attentate zu sprechen. Eine rege Diskussion, z.B. im Café pédagogique, zeigen, dass viele die Schülerinnen und Schüler erzählen ließen, sie beruhigen wollten und versuchten, Meinungsfreiheit, Toleranz und die Grundwerte der Republik anzusprechen. Eine Hilfe kann dabei die Zeitung Mon Quotidien für vier Altersstufen sein; s. Bericht. Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem hatte zu einer Schweigeminute in den Schule aufgerufen; s. eine kritische Betrachtung eines Lehrers dazu. In diesen Schweigeminuten kam es auch zu Entgleisungen.
Die französische Regierung plant als Reaktion auf die Attentate Maßnahmen wie größere Sicherheitsanstrengungen oder den Kampf gegen die "apartheid territorial, social et ethnique" (so Premierminister Valls) in Frankreich. Auch auf das Schulwesen soll eingewirkt werden. Jüdische Schulen wurden stärker von Polizei und Armee beschützt. Eric Debarbieux, Beauftragter des Erziehungsministeriums für Gewaltprävention, gibt der Schule eine Mitverantwortung für das Scheitern des französischen Integrationsmodells und verlangt, dass man Lehrkräften beibringen solle, Diskussionen in der Klasse zu organisieren, eine bloße "transmission magistrale des notions de citoyenneté et de laïcité" sei nicht denkbar. Der Soziologe François Dubet will Schülerinnen und Schüler, die die Mörder rechtfertigen, nicht bestrafen, die Institution Schule müsse mit ihnen reden und man müsse sich auf konkrete Regeln einigen, statt abstrakte Prinzipien von oben zu verordnen. Die Familienverbände verlangen eine stärkere Unterstützung der Eltern. Ab dem nächsten Schuljahr wird es den schon früher geplanten Unterricht in "morale civique" geben. Das Erziehungsministerium sieht drei noch etwas wolkige Prioritäten: den Laizismus (s. geplante Maßnahmen), die Veringerung der Ungleichheiten und die Mobilisierung der Partner der Schule. Reformen, die Le Monde als "konsensfähig" betrachtet.
(22.1.15)

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Karikaturen

Der "dessin de presse" will kritisch Dinge bewusst machen und gehört somit zur Demokratie, konstatiert eine Autorengruppe. Und damit auch in einen aktuellen Französischunterricht. Es gibt allerdings kein "Wikipedia der Karikatur", die Mühe, geeignete Karikaturen für den Unterricht zu finden, bleibt der Lehrkraft leider nicht erspart. Die Suche im Internet nach "dessin de presse" plus dem entsprechenden Schlagwort kann zum Ziel führen. Hier sollen nun ein paar nützliche Hinweise gegeben werden.
Bei Caricatures.fr von Manuel Lapert, Karikaturist (dessinateur, dessinateur de presse) des Midi Libre, kann man die Bedeutung des Worts "caricature" im Unterschied zu "dessin de presse / dessin d'actualité" und "dessin humoristique / dessin d'humour" ermitteln lassen oder illustrieren; links auf Dessins d'actu klicken. "Caricature" als Zeichnung hat eine engere Bedeutung als die deutsche "Karikatur": laut dem Online-Wörterbuch Reverso ist sie ein "dessin qui exagère volontairement les traits saillants d'un visage ou d'un individu, le rendant burlesque", im übetragenen Sinn bedeutet das Wort "description satirique et outrée d'une situation, d'un événement, de la réalité". Alternativ zu Caricatures.fr kann man diesen Bedeutungsunterschied auch bei Bar à Mines oder bei L'actualité en dessins erarbeiten lassen. Dort findet man aktuelle Karikaturen und "Liens Amis" zu anderen Internetsites mit Karikaturen. Die Zeitung Courrier international bringt Dessins à la une, z. B. 40 Zeichnungen zu 2014. Bei Dessins de Presse Satiriques findet man eine Vielzahl von Karikaturen. Bei der Bibliothèque nationale de France (BnF) gibt es eine Geschichte der Karikatur. Unzählige Abbildungen der Titelseiten der satirischen Wochenzeitung Charlie Hebdo finden sich im Internet, z. B. 22 Unes célèbres de Charlie Hebdo en images. Didaktische Vorschläge zum Umgang mit Karikaturen und einem Video über vier der ermordeten Mitarbeiter von Charlie Hebdo (Hör-/Sehverstehen) im Unterricht für drei Niveaus macht TV5MONDE (bis 23.1.15).
Eine kurze Unterrichtssequenz "La caricature" für die Seconde findet man auf dem Blog de Français des Lycée Evariste Galois in Sartrouville, Unterrichtsmaterial zur Arbeit mit "dessins de presse" bei Cartooning for Peace. Hinweise zur Arbeit mit Karikaturen geben Le dessin de presse dans le journal (Académie de Versailles) und J.-E. Gardenne (PDF).
(14.1.15)

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Terroranschlag auf "Charlie Hebdo"

 J. Roncin, Wikipedia CC0

Die satirische Wochenzeitung Charlie Hebdo war das Ziel des größten terroristischen Anschlags in Frankreich seit dem 2. Weltkrieg. Dabei wurden 12 Menschen getötet, darunter Chefredakteur Charb und die Karikaturisten Wolinski und Cabu. Charlie Hebdo wurde regelmäßig bedroht und war 2011 Opfer eines Brandanschlags, weil sie in der Vergangenheit Mohammed-Karikaturen abgedruckt hatte. Die Terroristen sollen "Wir haben den Propheten gerächt" geschrien haben. Die Regierung kam angesichts dieses "äußerst barbarischen Akts" (Präsident Hollande), der auch ein Anschlag auf die Pressefreiheit ist, zu einer Sondersitzung zusammen, Hollande wird eine heute Abend Ansprache halten. Verurteilungen des Anschlags kamen aus aller Welt, von Obama bis Putin.
(7.1.15)

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