Lateinwörterbücher im Internet

Es gibt mehrere Online-Wörterbücher, die im Lateinunterricht eingesetzt werden können, die sich aber in ihrer Funktionalität unterscheiden.

Hier sind die unten erläuterten Wörterbücher in einer Liste aufgeführt:

  1. Pons-Lateinwörterbuch
  2. Navigium
  3. Georges Ausführliches Handwörterbuch
  4. Dict.cc
  5. Albertmartin.de
  6. Latein-Deutsch-Wörterbuch von Paul Wittmayer

 

Erläuterungen

  1. Umfassend ist das Pons-Lateinwörterbuch. Auch hier werden nicht nur einzelne Wortbedeutungen angegeben, sondern der Benutzer bekommt eine logisch gegliederte Liste aller Verwendungen (siehe z.B. den Eintrag zu 'habere'.)
  2. Ebenfalls auf ein umfangreiches Vokabelverzeichnis greift das Lateinwörterbuch Navigium zurück; auch seltene Wörter werden gefunden. Das Eingabefeld ist am Fuß der Seite platziert. Ausgegeben werden mehrere Bedeutungen eines Wortes in einer inhaltlich (d.h. nach Bedeutungsgruppen) gegliederten Liste. Ferner wird die Form bestimmt. Der Benutzer kann also jede in einem Text aufgefundene Form eingeben und braucht z.B. den Infintiv eines Verbs nicht zu kennen.
  3. Altbewährt, aber in seiner Ausdrucksweise bisweilen etwas altertümlich ist das Standardwerk "der Georges" ("Georges - ausführliches Handwörterbuch"), dessen 8. Auflage von 1913 von der Online-Bibliothek Zeno.org in digitalisierter Form angeboten wird. Auf der Hauptseite dieses Lexikons findet man nicht nur ein Alphabet zum Anklicken, sondern am Fuß der Seite auch ein Eingabefeld.
    Der Benutzer hat die Wahl zwischen der Anzeige des Faksimiles der Druckseite (man klicke auf das Bild des Faksimiles) und einer Anzeige im gut lesbaren HTML-Format (Man klicke auf den blau unterlegten Titel des Eintrags). Zuverlässiger ist sicher die Ausgabe in der Faksimile-Form, da hier keine Digitalisierungs-Fehler vorkommen können. Allerdings macht das Digitalisat einen sehr guten Eindruck. Die Faksimiles kann nur verwenden, wer die Frakturschrift lesen kann.
    Für die alltägliche Übersetzungsarbeit in der Schule wird dieses Lexikon wegen des Umfangs der Einträge kaum zu verwenden sein - der Eintrag zu habere umfasst sechs eng bedruckte Schreibmaschinenseiten! Dafür dürfte es kaum ein Wort der lateinischen Sprache geben, das man hier nicht nachschlagen kann.
  4. Wörterbücher für mehr als 25 verschiedene Sprachen sind in dem Lexikon dict.cc enthalten. Damit ist dict.cc eine Alternative zu dem populären Leo. Anders als Leo enthält dict.cc auch ein Lateinwörterbuch, an dem die Benutzer mitschreiben können und das eine Vielzahl an Redewendungen und Verwendungsbeispielen aufführt; vgl. etwas das Beispiel capere. Dict.cc lässt sich direkt über die Adresszeile des Browsers bedienen; die Eingabe hat für das wort 'rex' z.B. diese Syntax: <http://la-de.dict.cc/?s=rex>
  5. Das Wörterbuch von Albert Martin gibt eine Liste mit Bedeutungen und häufig vorkommenden Wendungen aus. Bei Verben können Infinitive oder die 1. Ps. Präs. Sg. verwendet werden.
  6. Paul Wittmayers Lateinwörterbuchs gibt keine Verwendungsbeispiele, sondern eine Liste vieler möglicher Bedeutungen eines lateinischen Wortes. Von dieser Liste aus gelangt man leicht zu Synonymen des ursprünglich gesuchten Wortes.

Man findet über Suchmaschinen noch einige andere Lateinwörterbücher, die aber teilweise nicht frei von Fehlern sind.

Will man feststellen, ob eine bestimmte Form eines Wortes überhaupt jemals in der überlieferten Literatur verwendet wurde, dann kann man die 'Word Search'-Funktion der lateinischen Bibliothek des Packard Humanities Institute verwenden. Es empfiehlt sich, die Anleitung zur Suche vorher zu konsultieren.