Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Hot Potatoes 6
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Warum Hot Potatoes einsetzen?

... wo es doch Zeit sparender ist, Übungen aus Büchern zu verwenden!

  1. Die Arbeit am PC ist motivierend - Neuigkeitseffekt (immer noch), "Fun Factor"
  2. Die Übungen können ansprechend gestaltet und mit Begleittexten und Multimedia-Elementen (Grafiken, Filme, Audio-Dateien) versehen werden
  3. Lernen geschieht individualisiert
  4. Die SchülerInnen haben das Gefühl, das eigene Lernen selbst zu bestimmen
  5. Direkter Bezug zur Lerngruppe; Bsp. Kreuzworträtsel mit Vokabular des aktuell im Unterricht behandelten Texts
  6. Durch "Tipps" (= SchülerInnen können sich einen Buchstaben der Lösung angeben lassen) wird der Lernprozess mehr angeregt als durch einfache Richtig-falsch-Bewertungen und (grammatische) Regeln allein
  7. Unterschiedliche Gewichtung von Lösungen ist möglich
  8. Schnelles, häufiges, nichtwertendes Feedback
  9. Feedback auch für von der Lehrkraft antizipierte falsche Lösungen fördert die Verständnisförderung
  10. Sofortige Interaktivität
    z.B. JQuiz: detailliertes Feedback zu jeder Lösung: Das Programm ist immer da, um zu helfen und die Lösungen zu kontrollieren (Bei der Arbeit mit dem Heft heißt es warten, bis die Lehrkraft kommt, die zudem alle Lösungen bei jedem/r SchülerIn anschauen muss)
  11. Die Ergebniskontrolle führen die SchülerInnen selbst durch
  12. Partner- und Gruppenarbeit und damit Kommunikation über Unterrichtsinhalte sind möglich.

Probleme

  1. Bei einer "binären Korrekturstrategie", d.h.: "Wenn Lösung A falsch ist, muss Lösung B richtig sein!" ist der Lerneffekt = 0
  2. (Zu) leichter Zugang zu Lösungen über den Quellcode der HTML-Dateien; daher ist HotPot kaum für Klassenarbeiten geeignet
  3. Geringe Motivation bei SchülerInnen, die den PC nur zum Spielen benutzen

Eventuell:

Erstellung von Übungen durch SchülerInnen

  1. HotPot ist für Laien gemacht, aber es lassen sich professionell aussehende Webseiten erstellen, die ins Internet gestellt werden können (Motivation). Daneben lernen sie Webseitengestaltung. LehrerIn = BeraterIn
  2. Konstruktivismus: SchülerInnen lernen am meisten, wenn sie ein für sie bedeutungsvolles Projekt durchführen; sie engagieren sich mehr, wenn andere ihre Produkte anschauen, bewerten oder gar zum Lernen benutzen, wie ein Geiger zwar allein spielen kann, aber zur Aufführung ein Orchester (= Interaktion) braucht.
  3. Vielseitiger Umgang mit Lernstoff: Zwar sind CD-ROMs grafisch "schöner", aber dort können Lernende das Programm nur auf eine einzige, unflexible Weise benutzen.

Teilweise nach: Steven Yoell

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