Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Ein Notebook für den Schreibtisch!
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Ein Notebook für den Schreibtisch!

Ein Notebook als PC-Ersatz?

Viele stellen sich die Frage, ob ein Notebook nicht doch besser als ein ausgewachsener Desktop-PC mit Monitor ist: ca. ein Drittel aller verkauften Rechner sind Notebooks, sie scheinen gleichwertig zu sein und sind obendrein so schön handlich.
Um dazu einige Entscheidungshilfen zu geben, gehe ich hier auf wichtige Elemente eines Notebooks, daran anschließbare Geräte und den Einsatzbereich sowie auf Vor- und Nachteile ein. Eine Reihe von Abkürzungen werden erklärt, so dass sie hoffentlich ihren Schrecken verlieren.
Es gibt auch gebrauchte und wenig benützte Notebooks, die ihren Zweck erfüllen; sie sind jedoch oft langsamer und dreimal so teuer wie gebrauchte Desktop-PCs, und bald sind neue Akkus fällig. Älter als 2-3 Jahre sollten sie daher nicht sein. Vor dem Kauf eines bestimmten Geräts oder eines vermeintlichen Schnäppchens sollte man im Bekanntenkreis welche ausprobieren und nach Erfahrungen fragen und sich in Computerzeitschriften Vergleichstests von aktuellen Notebooks ansehen.
Subnotebooks kommen als Desktop-Ersatz aus ergonomischen Gründen wohl weniger in Frage, auch wenn sie leistungsmäßig langsam an Notebooks herankommen; noch weniger Mini-Notebooks oder gar Handhelds u.ä. Bei sog. Barebones müssen noch Festplatte, CD-Laufwerk, Prozessor und Speicher eingebaut werden.
Die Entscheidung selbst kann niemandem abgenommen werden. Für meine Vorschläge und Meinungen übernehme ich keinerlei Haftung.
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Inhalt

Ein Notebook als PC-Ersatz? Vor- und Nachteile
Mindestanforderungen an ein Büro-Notebook, Kosten
Prozessor
Display
Speicher und Festplatte
Grafik, Sound
Akku
Stromverbrauch, Kühlung
Verarbeitung, Tastatur, Mausersatz
Schnittstellen
Modem, ISDN, DSL, Mobilfunk, externe Zusatzgeräte: Maus, Tastatur, Monitor
Laufwerke
Backup und Speichermethoden
Verbindung mit weiteren Computern
Software, Handbücher
Kaufvertrag
Erweiterte Ausstattung, Zubehör, Aufrüsten
Ausrüstung für die Benutzung im Ausland
 

Vorteile des Notebooks gegenüber dem PC

Notebooks sind transportabel, "mobil", daher z. B. im Zug (und in den Ferien...) zur Unterrichtsvorbereitung verwendbar, Internet-Zugang und Homebanking sind überall möglich. In jedem Raum, in dem ein Beamer zur Verfügung steht, kann man umfangreiche Präsentationen vorführen oder Computerprogramme und CD-ROM-Inhalte zeigen, die nicht auf dem Schulserver installiert sind, im kleinen Kreis geht es auch ohne Beamer. Wer keinen CD-Brenner hat, kann über ein Notebook große Dateien allen im Computerraum Arbeitenden zur Verfügung stellen. Hat man zu Hause ein Notebook, tut man sich leichter in manchen Multimediaecken und mit sog.  Notebookklassen, wo sie u.a. in Projekten eingesetzt werden, die auch Methodenkompetenz fördern sollen. Sie gestatten von überall her einen Internet-Zugang.
Notebooks werden immer leichter und sind platzsparend, der Monitor verschwindet vom Schreibtisch. Zahlreiche externe Geräte, d.h. solche, die nicht ins Notebook eingebaut sind, z.B. eine zweite Festplatte, lassen sich an sie anschließen. Das verringert den Platz auf dem Schreibtisch natürlich wieder. Ihre Funktionalität entspricht weitgehend der des PCs. Notebooks entwickeln sich immer mehr zu "imageträchtigen Spaßmaschinen für unterwegs (...): Sie eignen sich als Spielemaschine, als Heimkino, als Ghettoblaster-Ersatz oder zur großformatigen Bild- und Videobearbeitung." (c't 6/03, S. 138f.) Für die in der Schule benötigten Anwendungen reicht jedoch im Allgemeinen ein "Einsteiger"-Notebook aus der unteren Preisklasse bis 1300 Euro. Ausnahmen sind etwa 3D-Grafikprogramme oder Videobearbeitung sowie großer Bedarf an Festplattenspeicher.
Das Traumnotebook - billig, flach und leicht, aber alles drin und großer toller Bildschirm - ist aber noch nicht gebaut, daher gibt es auch

Nachteile

Notebooks sind teurer als PCs; sie sind weniger leistungsfähig und empfindlicher. Man muss vor dem Kauf die benötigten Komponenten möglichst genau bestimmen, denn Nach- und Aufrüstung bzw. Reparatur durch den Besitzer ist oft unmöglich; häufig sind nur Festplatte und Speicher austauschbar. Besonders für billige Notebooks gibt es oft bald keine Ersatzteile mehr. Teuer kann es auch werden: viele Hersteller verlangen erst einmal eine hohe Grundgebühr; laut c't 3/02 wollte PC-Weltmarktführer Dell für eine einfache Plastiktaste 470,- Euro! Wegen der Möglichkeit, dass der Wärmehaushalt aus dem Gleichgewicht kommt, ist Umrüsten auch gefährlich. Kippt der Kaffee auf das Notebook, muss eventuell das ganze Gerät entsorgt werden, wenn nur eine nicht auswechselbare Komponente kaputt geht, während beim PC nur die Tastatur ausgetauscht werden muss. Späteres Upgrading auf neuere Betriebssystemversionen ist wegen dann fehlender Spezialtreiber für die Notebook-Hardware schlechter und teurer bzw. nicht möglich.
Die Händlerangaben enthalten oft beeindruckende Zahlen, doch es treten innerhalb einer Baureihe oft Qualitätsschwankungen auf. Daher ist die Prüfung vor Ort wichtig: ist der Bildschirm so, dass man davor auch stundenlang arbeiten kann, ist das Notebook leise genug, hat es die richtige Ausstattung? Die Geräte haben eine kürzere Lebenszeit. Sie sind weniger ergonomisch; so zwingen manche Tastaturen zu verkrampftem Schreiben; der Bildschirm sollte sich eigentlich senkrecht vor Ihnen befinden, der obere Rand in Augenhöhe oder etwas niedriger -  aber eine herausnehmbare Tastatur oder ein frei positionierbares Display haben die wenigsten Notebooks; intensive Nutzung des Trackpoint und des Touchpads kann Sehnenscheidenentzündungen hervorrufen. Sie haben eine geringere Soundqualität, das Display ist oft qualitativ schlechter (geringere Leuchtdichte, weniger brillante Farben, geringerer Kontrast, schlechterer Ablesewinkel) und eignet sich weniger für die 3D-Bildbearbeitung und für aufwändige 3D-Spiele. Sie hinken dem PC in vieler Hinsicht eine "Generation" hinterher. Notebooks können leichter gestohlen werden...

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