
Bestandteile von Notebooks und anschließbare Geräte
1. Mindestausstattung, KostenNach aktuellem Stand empfehle ich folgende Komponenten, die auf jeden
Fall im Notebook für Büroanwendungen und Internet vorhanden sein sollten. Genauere Beschreibungen s.
Inhalt.
Ansicht von oben
14-15 Zoll TFT Display, XGA-Auflösung (1024 x 768 Pixel)
Mobilprozessor
20 GB Festplatte
512 MByte Hauptspeicher
DVD/CD-ROM-Laufwerk mit Brenner
56k Modem
Li-Ion-Akku
mindestens 2 USB 2.0-Schnittstellen, FireWire-Schnittstelle
PC-Card-Slots Typ I und II
VGA-Port für den Projektor
Sound, Lautsprecher
8 MB Grafikkarte
Kosten: ab 400,- Euro, und damit ein paar hundert Euro mehr als vergleichbare PCs. Es gibt auch schon Geräte ab 300,- Euro, bei denen man genau auf die Qualität der Komponenten achten sollte, sowie Notebooks, die über 2 Kilo-Euro kosten.
2. ProzessorDas Notebook sollte einen Mobil-Prozessor haben; manchmal eingebaute Desktop-Prozessoren sind zwar billiger und schneller, aber heißer, wegen des dann notwendigen stärkeren Lüfters lauter und verringern die Akkulaufzeit des Notebooks. Häufig eingesetzte Prozessoren sind etwa der Celeron M (bis 2,6 GHz Prozessortakt) der Firma Intel oder seltener entsprechende AMD Mobile (Athlon, Sempron). Geringerer Stromverbrauch bei Prozessoren mit (Ultra-) Low Voltage (LV / ULV). AMDs Turion und Intels Pentium M (1,3 - 1,7 GHz), Bestandteil der Centrino-Notebooks, rechnen schneller, verbrauchen weniger Strom, sind leiser und ermöglichen leichtere, flache Gehäuse. Der Nachfolger des Pentium M mit zwei Kernen und doppelter Rechengeschwindigkeit nennt sich Core Duo - und er wird auch schon von Core 2 Duo und Turion 64 X2 verdrängt. Maßgeblich für die tatsächliche Leistung eines Computers ist aber nicht die Prozessorleistung allein, sondern die Gesamtheit von gut aufeinander abgestimmten Komponenten (Chipsatz). Für die in der Schule wichtigen Anwendungen reicht ein Standard-Prozessor.
3. Display
Notebooks verwenden LCD-Bildschirme/-Panel. Die Displays besserer Notebooks reichen qualitativ an die guter externer TFT-Displays heran.
Größe: meist etwa 15 (auch 17) Zoll Bilddiagonale. Für langes Arbeiten empfehlen sich die kleinen Tasten und das kleine Display der kleineneren, leichteren Notebooks mit 10- bis 14-Zoll-Display nicht, wohl aber für unterwegs. Je größer das Notebook, desto teurer. XGA-Auflösung 1024 x 768 Pixel
mit 256 Farben; hohe Auflösung bewirkt ein scharfes Bild und ist sinnvoll, wenn viele Fenster oder viele Daten gleichzeitig auf den Bildschirm müssen; möglicherweise sind die Schriften dann aber zu klein, besonders für Brillenträger, und man muss umkonfigurieren (SVGA-Auflösung bis zu 1280 x 1024 Pixel bei mindestens 16 Farben, UXGA-Auflösung, 16 Zoll, mit 1600 x 1200 Pixeln; auch Breitbild bis 1920 x 1200 Pixel, besonders zum Arbeiten mit vielen Fenstern und zum Anschauen von DVD-Videos geeignet; Notebooks mit Breitbild sind schwerer). Bei einem LC-Display genügt eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz für flimmerfreies
Arbeiten. Ein helles und kontrastreiches
TFT-Display,
das einen relativ großen Blickbereich gestattet, ist besonders bei
stundenlangem Arbeiten am Bildschirm und in ungünstigen Arbeitssituationen
(Zug) wichtig, wenn man keine Augen- und Kopfschmerzen bekommen will, sowie wenn mehrere auf den Bildschirm schauen sollen. Größe der Blickwinkel
ausprobieren, egal, welche Grad-Angaben ("160° / 160° horizontal
/ vertikal") gemacht werden; Display vor- und zurückklappen. IPS-Bildschirme haben einen größeren Blickbereich als herkömmliche LCD-Displays und sind heller, verbrauchen aber mehr Strom. Verschwimmt das Bild? Flimmert gar der Bildschirm, spiegelt er oder ist er wellig?
Gegenüber einem Desktop-Monitor verändern sich mit dem Blickwinkel auch die Farben (Hat "Weiß" einen Grün-, Gelb-,
... Stich? Sind die Ecken verfärbt?), der Kontrast
(z. B. 270 : 1, weiße zu schwarzen Bildwerten; das Bild ist
umso kontrastreicher, je höher dieser Wert ist; Desktop-LCDs erreichen höhere Kontrastwerte bis zu 700 : 1. Nimmt der Kontrast
nach den Rändern hin ab?) und die Helligkeit ("Leuchtdichte/Luminanz", gemessen
in Candela/m2: in heller Umgebung und für Präsentationen sind
über 150 cd/m2, bei Tageslicht 135 cd/m2, in dunkler Umgebung
70 cd/m2 recht günstige Helligkeitswerte; sind auch die Ränder hell?). Hat das Notebook eine eigene Hintergrundbeleuchtung, verbessert sich die Lesbarkeit auch in heller Umgebung. Notebooks mit glatter Oberfläche spiegeln v.a. in heller Umgebung und haben oft auch kleinere Blickwinkel.
Frühere Passiv-/Dual Scan-/DSTN-(=
HPA-), HCA-Displays (Passiv-Matrix) waren billiger, aber kontrastärmer, stellten Farben schlechter dar und der Ablesewinkel war kleiner; Videos ruckelten beim Abspielen.
Der Bildschirm sollte sich übrigens senkrecht vor Ihnen befinden, der obere Rand in Augenhöhe oder etwas niedriger: ein weiterer Nachteil des Notebooks.
Sollten Sie den ganzen Tag am Notebook sitzen müssen, ist ein externes Display ratsam; gute 17"-TFT-Monitoren sind ab 500 Euro erhältlich. An deren Leistung kommen nur recht schwere und auch teurere Notebooks heran, die deutlich größere, hellere und kontrastreichere Displays oder Breitbildschirme haben.
Billigere Notebooks sparen gerne bei der Qualität des Displays.
Zum Reinigen des Displays verwendet man ein Brillenputz- und Antistatiktücher.
Arbeitsspeicher 512 MB RAM/SDRAM; wenn viel mit Grafik gearbeitet werden soll, wird mehr Speicher benötigt.
Der Steckplatz (SO-DIMM)
für die Speichererweiterung soll gut zu erreichen sein.
DDR-(S)DRAM als Bildspeicher. Es ist zu beachten, dass die Speicherkapazität höher ausfallen sollte, wenn keine separate Grafikarte eingebaut ist, sondern die Grafik in den Chipsatz integriert ist.
Empfehlenswert ist eine Markenfestplatte. Die Festplattenkapazität bemisst sich nach GByte; meist drehen sie sich mit 5400 Umdrehungen pro Minute. Bei größeren Mengen von digitalen Fotos, Musik oder Videos ist eventuell eine externe Festplatte nötig.
Sie richten sich nach den individuellen Qualitätsansprüchen.
Oft ist die Grafik in den Chipstz integriert. Alternativ gibt es separate leistungsfähigere Markengrafikkarten, ggf. mit der Fähigkeit zur Darstellung komplexer 3D-Szenen und mit großem Grafikspeicher - und hohem Strombedarf, und damit kurzer Akkulaufzeit. Einsteigernotebooks reichen aber etwa für Wirtschaftssimulationen, die ohne 3D-Beschleunigung auskommen, sowie für normale DVD-Videos. Grafikkarten in Notebooks sind i.d.R. nicht austauschbar.
Ausrüstung für Sound: Soundkarte, interner Lautsprecher
(die Wiedergabe tiefer Töne ist meistens schlecht; testen: Klang verzerrt?), internes Mikrofon (Lautstärke der aufgenommenen Töne meistens zu gering), Kopfhörer (testen: Lautstärkeeinstellung),
Lautstärkeregler, Mute-Knopf (Stummschalter). Vibriert die Handauflage? Höheren Ansprüchen genügende Codecs und Lautsprecher bedeuten einen höheren Preis. Um externe Verstärker mit Digitaleingang anzuschließen, ist eine SPDIF-Schnittstelle erforderlich, die jedoch oft fehlt. 5.1-Audio-Sound findet sich selten auf Notebooks.
Soundfunktionen für Musiker lassen sich auch über den PC-Card-Slot nachrüsten.