25 Jahre Benachteiligtenförderung in der Berufsbildung
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Maßgeblich beteiligt an der Entstehung und Weiterentwicklung
des zugrunde liegenden Qualifizierungskonzeptes waren
engagierte Praktikerinnen und Praktiker vor allem aus dem Bereich
der Jugendhilfe. Sie hatten die Erfahrung gemacht, dass gerade
in Zeiten knapper werdender Ausbildungsplätze zahlreiche
Jugendliche ohne ein zielgruppengerechtes Förder- und Qualifizierungsprogramm
keine Chance auf einen Ausbildungsabschluss
hatten. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führte
zahlreiche Modellversuche zur beruflichen Erstausbildung durch,
evaluierte sie und brachte diese Erfahrungen in die konzeptionelle
Gestaltung ein.
Das Benachteiligtenprogramm startete 1980 mit zunächst 600 Ausbildungsplätzen. 25 Jahre später begannen knapp 100.000 junge Menschen eine außerbetriebliche Ausbildung oder nahmen ausbildungsbegleitende Hilfen an. Hinzu kamen rund 285.000 Eintritte in die berufsvorbereitende Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit und berufliche Schulen. Gesetzliche Grundlage ist das Sozialgesetzbuch III.
Die Ministerin hob bei der Benachteiligtenförderung deren nachhaltige Wirkung hervor: "Die Berufsausbildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche berufliche und persönliche Entwicklung und nach wie vor der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit." Die berufliche Benachteiligtenförderung sei eine der zentralen Aufgaben der Berufsbildungspolitik. Folgerichtig habe die Bundesregierung die Berufsausbildungsvorbereitung im Berufsbildungsgesetz verankert.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat seit 2001 rund 60 Millionen Euro in sein Programm zur Beruflichen Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF-Programm) investiert. Zum 25-jährigen Bestehen der beruflichen Benachteiligtenförderung veranstaltet das Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam mit dem BMBF und der Universität Hannover am 27. und 28. September 2005 in Bonn eine Tagung. Zur Benachteiligtenförderung hat das BMBF ein Handbuch veröffentlicht. Es bietet einen Gesamtüberblick über Fördersysteme und -instrumente, Programme und Entwicklungen.
Das Handbuch können Sie im Internet als pdf-Dokument abrufen unter:
http://www.bmbf.de/pub/berufliche_qualifizierung_jugendlicher.pdf
oder als kostenlose Druckversion bestellen beim:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Postfach 30 02 35
53182 Bonn
Tel.: 0 18 05-262 302
Fax: 0 18 05-262 303
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