Die Straße, in der ich wohne
ein Schreibprojekt für Kinder vom 1. bis 6. Schuljahr
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"Die Straße gehört den Kindern"(Der Artikel aus RegioPress, Erlangen, September 2003 stellt das Projekt vor)Wie heißt es in einem berühmten
Schlager: "Manchmal geh ich
meine Straße ohne Blick". Einen ziemlich genauen Blick auf
ihre Straße
- und vor allem Dingen einen sehr individuellen - haben Kinder. Da
können
zwei Beschreibungen ein- und derselben Straße schon einmal
ziemlich
stark voneinander abweichen. Wie Kinder die Straße, in der
sie wohnen,
sehen, ist der Ansatzpunkt eines ambitionierten Projektes aus
Nürnberg.
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| "Die Straße, in der ich wohne" richtet sich an die Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6. In dem Schreibprojekt werden die Kinder aufgefordert, anhand von sieben bis neun thematischen Fragestellungen, Geschichten aus ihrer Straße zu erzählen. Dabei entstehen dann Texte wie der von Dunja aus Nürnberg: "Ich heiße Dunja, bin zwölf Jahre alt und wohne in der Sybelstraße. In meiner Straße wohnen sehr viele Kinder, aber auch sehr viele alte Leute. Die Kinder sind zwischen neun Monaten und 14 Jahren. Sie sind alle verschieden, aber auf eine Art auch wieder gleich. Es gibt Kinder, die mögen Fußball, andere mögen Volleyball lieber, aber wenn es heißt, dass Verstecken gespielt wird, dann sind alle dabei. Die alten Leute sind zwischen 40 und 80 Jahren alt. Sie sind ganz nett und geben den Kindern manchmal etwas Süßes. Wenn mich jemand fragen würde, in welcher Straße ich wohne, dann würde ich sagen, dass ich in der besten Straße wohne, und dass es da die freundlichsten Leute und Kinder gibt." | |
| Gestartet wurde die Kinderstraße in Berliner Bezirken, im Frühjahr wurde in Nürnberg "Die Straße, in der ich wohne" erstmals in einer gesamten Stadt durchgeführt. Hier in Nürnberg gründete sich auch der Verein "Kinderstrasse e. V.", der nun sogar einen internationalen Ansatz verfolgt. | |
| Im vergangenen Jahr wurde das Projekt in
den Partnerstädten
Nürnbergs, Glasgow, Prag, Krakau und San Carlos
durchgeführt.
Analog den Partnerstädten schwebt den Initiatoren auch vor,
Partnerstraßen
ins Leben zu rufen. Hier könnten Partnerschaften zwischen
Straßen
mit ähnlichen Namen auf der ganzen Welt entstehen, wie
Wolfgang Schlenker
schwärmt. Ein ganz neuer Ansatz der
Völkerverständigung.
Der Kreis der Unterstützer ist groß. Unicef
Deutschland und
das Bundesministerium für Bildung und Forschung fungieren als
Schirmherren
des ehrgeizigen Projektes. Zu den Unterstützern
zählen verschiedene
Ämter und Bildungseinrichtungen, Stiftungen bis hin zur Walt
Disney
Company und der BMW Group. Die Geldmittel des Nürnberger
Vereins sind
dennoch knapp, gemessen an den möglichen Erweiterungen.
So könnte sich das Team um Schlenker gut vorstellen, internationale Kindertreffen zu veranstalten. Zunächst sollen nun aber die Schüler deutschsprachiger Schulen auf der ganzen Welt mit der Kinderstraße angesprochen werden. Immerhin 130 Auslandsschulen sind rund um den Globus verteilt. Da wartet jede Menge Organisation und Arbeit auf den Verein. Kosten werden dadurch gespart, dass die Kinderstraße als reines Internetprojekt umgesetzt wird. Man nutzt also den vernetzenden Gedanken des World Wide Web. |
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