Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Woran kann man eine Rechenschwäche erkennen?
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Woran kann man eine Rechenschwäche erkennen?

In der Fachliteratur sowie im Internet (Suchbegriffe: Rechenschwäche, Arithmasthenie, Dyskalkulie) finden sich eine ganze Reihe von Symptomlisten. Es werden deshalb an dieser Stelle nur einige Hinweise gegeben, die einen „Anfangsverdacht“ auf das Vorliegen einer Rechenschwäche begründen können.

Ein Kind

  • hält am zählenden Rechnen fest, deshalb arbeitet es deutlich verlangsamt mit entsprechender Häufung von Zählfehlern
  • automatisiert den Zahlraum bis 20 nicht
  • scheitert deshalb schon bei der Erweiterung des Zahlraums auf 100
  • entwickelt kein oder nur unzureichendes Verständnis für das Stellenwertsystem
  • entwickelt kein oder nur unzureichendes Verständnis für verschiedene Größen
  • kann die Bedeutung von Rechenoperationen nicht oder nur teilweise erfassen,
  • verwechselt Operationszeichen
  • verwechselt die Rechenrichtung
  • prüft ermittelte Ergebnisse nicht auf Plausibilität
  • hat Schwierigkeiten mit Gleichungsumstellungen
  • kann Rechenoperationen nicht mit Sachverhalten in Verbindung bringen
  • rechnet bei mehrschrittigen Sachaufgaben oft nur den ersten Teil
  • entwickelt eigene (fehlerhafte) Algorithmen
  • behilft sich mit Kompensationsstrategien wie
    • Auswendiglernen ( Rechenrezepte, Musteraufgaben, schriftliche Verfahren, 1x1
    • Eselsbrücken
    • Abschreiben
    • Flucht in schriftliche Verfahren
  • Vergisst (in Mathematik) Gelerntes und Geübtes oft sehr schnell
  • übt erfolglos
  • braucht sehr viel Zeit für Hausaufgaben in Mathematik
  • fühlt sich durch Hilfestellung der Eltern oft verwirrt, wehrt ab
  • entwickelt Ängste vor Klassenarbeiten in Mathematik, Lehrkräften in Mathematik, (bis hin zu psychosomatischen Reaktionen)
  • überträgt seine Lernschwierigkeiten auch auf andere Fächer
Betroffene Eltern und Lehrer sind mitunter verzweifelt über die erfolglosen Förderversuche an ihren „belehrungsbehinderten“ Schülern. Erfolgversprechende Hilfen bedürfen nicht nur vertiefter Kenntnis über den Erwerb elementarer mathematischer Konzepte. Sehr oft müssen auch emotionale Störungen, die für eine Rechenschwäche ursächlich sein können oder als Begleitsymptomatik auftreten, mitbehandelt werden. Eine herkömmliche Nachhilfe ist in solchen Fällen fast immer erfolglos, wenn nicht sogar kontraproduktiv.
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