Woran kann man eine Rechenschwäche erkennen?
In der Fachliteratur sowie im Internet (Suchbegriffe: Rechenschwäche, Arithmasthenie, Dyskalkulie) finden sich eine ganze Reihe von Symptomlisten. Es werden deshalb an dieser Stelle nur einige Hinweise gegeben, die einen „Anfangsverdacht“ auf das Vorliegen einer Rechenschwäche begründen können.
Ein Kind
- hält am zählenden Rechnen fest, deshalb arbeitet es deutlich verlangsamt mit entsprechender Häufung von Zählfehlern
- automatisiert den Zahlraum bis 20 nicht
- scheitert deshalb schon bei der Erweiterung des Zahlraums auf 100
- entwickelt kein oder nur unzureichendes Verständnis für das Stellenwertsystem
- entwickelt kein oder nur unzureichendes Verständnis für verschiedene Größen
- kann die Bedeutung von Rechenoperationen nicht oder nur teilweise erfassen,
- verwechselt Operationszeichen
- verwechselt die Rechenrichtung
- prüft ermittelte Ergebnisse nicht auf Plausibilität
- hat Schwierigkeiten mit Gleichungsumstellungen
- kann Rechenoperationen nicht mit Sachverhalten in Verbindung bringen
- rechnet bei mehrschrittigen Sachaufgaben oft nur den ersten Teil
- entwickelt eigene (fehlerhafte) Algorithmen
- behilft sich mit Kompensationsstrategien wie
- Auswendiglernen ( Rechenrezepte, Musteraufgaben, schriftliche Verfahren, 1x1
- Eselsbrücken
- Abschreiben
- Flucht in schriftliche Verfahren
- Vergisst (in Mathematik) Gelerntes und Geübtes oft sehr schnell
- übt erfolglos
- braucht sehr viel Zeit für Hausaufgaben in Mathematik
- fühlt sich durch Hilfestellung der Eltern oft verwirrt, wehrt ab
- entwickelt Ängste vor Klassenarbeiten in Mathematik, Lehrkräften in Mathematik, (bis hin zu psychosomatischen Reaktionen)
- überträgt seine Lernschwierigkeiten auch auf andere Fächer