WELL - Wechselseitiges Lehren und Lernen
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Strukturierte Kontroverse -
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Unterrichtsbeispiel
Weiterführende Schulen
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A) Pro:
Fernsehen muss sein!
Über das Fernsehen wird viel Gutes und viel Schlechtes gesagt.
Einige Dinge stimmen, andere sind übertrieben. Manche Familien
haben gleich mehrere Fernseher, damit es zu keinem Streit kommt.
Familie Bogel ist so eine Familie. Sie haben einen Fernseher im
Wohnzimmer, einen im Schlafzimmer und einen im Kinderzimmer.
An vielen Abenden sitzen sie gemeinsam vor dem Fernseher und schauen
ihre Lieblingssendungen zusammen an. Bei manchen Serien fehlt keiner
der Familie Bogel und danach sitzen sie oft noch lange beieinander und
reden über den Inhalt. An anderen Abenden verteilen sich die
Mitglieder der Familie aber auf mehrere Zimmer, so dass jeder das
anschauen kann, was ihm gefällt.
Familie Bogel macht das Fernsehen einfach Spaß. Sie
genießen es, unterhalten zu werden und nichts tun zu
müssen.
Beim Fernsehen können sie sich nach der Schule und der Arbeit
so
richtig gut entspannen.
Manchmal läuft der Fernseher auch nebenher, z.B. beim Kochen,
Bügeln oder Hausaufgaben machen. Alle finden, dass die Arbeit
dann
nur halb so schlimm ist.
Die Eltern schauen sehr viele Informationssendungen an, zum Beispiel
Nachrichten, Reportagen oder Diskussionsrunden. Sie finden, dass man
ohne Fernseher in der heutigen Zeit nicht richtig informiert sein kann.
Außerdem sind sie der Meinung, dass auch ihre Kinder beim
Fernsehen viel Lernen können.
Ralf Bogel findet Fernsehen wichtig, weil er sonst in der Schule nicht
über die neuesten Serien und Filme mitreden kann. Er
würde
sich irgendwie ausgeschlossen vorkommen. Außerdem haben er
und
seine Freunde viele Spielsachen, die sie aus dem Fernsehen kennen.
Hätte er kein Fernsehen könnte er nur schlecht mit
seinen
Freunden mitspielen.
Werbung im Fernsehen findet Familie Bogel nicht schlimm. Sie
fühlen sich durch die Werbung gut informiert über
neue
Produkte und Sonderangebote. So kann Familie Bogel beim Einkaufen viel
Geld sparen.
Viele Menschen leben vom Fernsehen. Sie verdienen ihr Geld vor der
Kamera oder hinter den Kulissen. Frau Bogel arbeitet zum Beispiel im
Bereich der Werbung eines Fernsehsenders. Sie verhandelt mit Firmen,
wie viel diese für die Werbeminuten bezahlen müssen
und wie
oft ihr Werbespot laufen soll. Ohne Fernsehen wären sie und
viele
andere ohne Arbeit.
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B) Kontra:
Fernsehen muss nicht sein!
Über das Fernsehen wird viel Gutes und viel Schlechtes gesagt.
Einige Dinge stimmen, andere sind übertrieben. Einige Familien
haben den Fernseher „abgeschafft“ oder noch nie
einen gehabt weil sie
sich bewusst gegen einen Fernseher entschieden haben. Sie sagen: Ohne
Fernsehen ist es toll! Eine dieser Familien ist Familie Wanner, sie
haben sich vor einem Jahr in einer langen Diskussion dazu entschieden,
den Fernseher probeweise in den Keller zu stellen.
Familie Wanner hat seitdem viel mehr Zeit füreinander. An
manchen
Abenden spielen sie etwas zusammen, sie haben dazu extra ihre
Spielesammlung erweitert. Sie haben Zeit für lange
Gespräche,
für lustige Grillabende oder auch für viele spannende
Bücher. Keiner schreit mehr: “Ich hab jetzt keine
Zeit, ich will
Fernsehen!“.
Die Kinder Lena und Jan Wanner sind seit der „fernsehfreien
Zeit“
besser in der Schule geworden. Sie können sich besser
konzentrieren und müssen nicht mehr dauernd an die Filme des
vorherigen Abends denken.
Experten sagen, dass sich viele Gewalttaten verhindern lassen
könnten, wenn Kinder und Jugendliche nicht jeden Tag Gewalt im
Fernsehen sehen würden. Außerdem wären
weniger Kinder
dick oder krank, weil sie mehr Zeit zum Spielen im Freien und zum Sport
machen hätten.
Fernsehen baut eine eigene Welt auf, die man eigentlich nicht braucht.
Lena hat zum Beispiel nur noch für ihre Vorabendserie gelebt.
Sie
hat mitgelebt und mitgelitten, sich jedes Starheft gekauft, Fanpost
geschrieben und irgendwann gar nicht mehr gemerkt, dass das ja nur eine
künstliche Welt war.
Auch Jonas war total vom Fernsehen beeinflusst und wollte zum Beispiel
nur noch bestimmte Dinge haben, die in der Werbung angepriesen wurden.
Als ihnen eine Freundin der Familie sagte, dass bei RTL2 von 60 Minuten
„Stargate“ 18 Minuten Werbung seien (3 mal 6
Minuten), wurden auch
Jonas und Lena sehr nachdenklich.
Zu guter Letzt ist Fernsehen teurer als viele denken. Kabelfernsehen
kostet zum Beispiel im Monat ca. 15 Euro. Außerdem muss der
Fernseher bei der GEZ angemeldet sein, das sind zusätzlich
ca.16
Euro im Monat. Das macht ca. 372 Euro im Jahr, die Stromkosten kommen
noch dazu. Dieses Geld legt Familie Wanner jeden Monat in ein extra
Sparschwein und ab und zu gönnen sie sich daraus etwas
Schönes.
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Was spricht für das Fernsehen?
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Argumente:
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Begründungen:
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Was spricht gegen das Fernsehen?
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Argumente:
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Begründungen:
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Unterrichtsverlauf
Download
Kontroverse " Fernsehen" als zip-datei (11KB) 
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