Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Lerntempoduett Muenchhausen
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WELL - Münchhausen

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Lerntempoduett -Unterrichtsbeispiel Weiterführende Schulen

Text A: Wer war Münchhausen?


Karl Friedrich Hieronymus Freiherr von Münchhauen lebte von 1720 bis 1797. Er stammt aus Bodenwerder an der Weser.
Kaum aus der Schule, wurde Münchhausen Offizier. Zu dieser Zeit gab es viele Kriege und so gab es auch viele Armeen, die Offiziere brauchten. Hatte das eigene Land keinen Krieg, so ritt man in ein anderes Land und trat dort in die Armee ein.
So machte es auch Münchhausen. Als im eigenen Land kein Krieg war, trat er in die russische Armee ein. Im Krieg zwischen Russland und der Türkei wurde er festgenommen und erst nach einigen Jahren wieder frei gelassen.

Später rief ihn sein alter Vater heim nach Bodenwerder, so hieß ihr Gut und das kleine Schloss. Nun war Münchhausen ein Gutsherr. Er zog die Uniform aus, ging auf die Jagd, ritt durch die Felder und saß abends bei einem kräftigen Punsch mit anderen Baronen, Doktoren, Amtsmännern,… zusammen.

Fragen zum Text:

  • Wie lautet Münchhausens gesamter Name?
  • Was machte ein Offizier in Münchhausens Zeit?
  • In welchem Krieg geriet Münchhausen in Gefangenschaft?
  • Was machte Münchhausen später als Gutsherr?

Text B: Wer war Münchhausen?

Münchhausen besaß als Baron ein Gut. Er liebte die Jagd, hatte gerne Gäste um sich, mit denen er aß, trank und feierte.

An den Abenden erzählte er ihnen Geschichten von seinen Kriegszügen und Heldentaten. Dass er dabei übertrieb und Jägerlatein erzählte, fanden seine Zuhörer sehr unterhaltsam.
Ein „Lügenbaron“ war Münchhausen in Wirklichkeit nicht. Wer wirklich lügt, der will, dass man es nicht merkt. Münchhausen aber log so übertrieben, dass es jeder gleich bemerkte. Er beteuerte zwar immer: „Es ist wahrhaftig war, was ich euch erzähle“ und nannte die Namen wirklich existierender Länder und Städte, damit es so klang, als sei es wirklich passiert. Doch was dann kam, war so unmöglich, dass jeder seiner Zuhörer nur lachen konnte über so viel Fantasterei.

Einem seiner Zuhörer gefielen seine Lügengeschichten so gut, dass er einige davon in einer Berliner Zeitschrift 1781 veröffentlichte. Seitdem werden die Geschichten immer wieder gerne gelesen. Münchhausen selbst war über die Veröffentlichung anscheinend nicht erfreut.

Fragen zum Text:

  • Was machte Münchhausen zur Unterhaltung seiner Gäste?
  • Wie stellte es Münchhausen an, dass seine Geschichten wahr klangen?
  • Was bedeuten die Wörter „Jägerlatein“ und „existieren“? (Wörterbuch)
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