Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Heimsonderschulen in Baden-Württemberg
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Heimsonderschulen in Baden-Württemberg

Die Heimsonderschule vermittelt behinderten Kindern und Jugendlichen im Rahmen einer ganzheitlichen Förderung in Unterricht und Internat all die Fähigkeiten und Kenntnisse, die sie für ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben benötigen.

In der Heimsonderschule tritt das Internat mit seinen Fördermöglichkeiten als dritte Säule neben die Angebote von Elternhaus und Unterricht. Es eröffnet dem behinderten Kind ein weiteres Lern-, Erfahrungs- und Lebensumfeld, das den Prozess der persönlichen Reifung mit zusätzlichen Möglichkeiten begleitet und unterstützt.


Aufnahme


In eine Heimsonderschule werden Kinder- und Jugendliche aufgenommen, wenn "Orientierungshilfen " PDF-Icon (434KB)
  • der individuelle Förderbedarf auf Grund der Behinderung eine Intensivförderung in einer Heimsonderschule erforderlich macht

  • oder
  • keine entsprechende schulische Fördermöglichkeit vor Ort vorhanden ist.
Lernort


Das Internat in der Heimsonderschule

  • ist ein spezieller Lebensraum, in dem auf die jeweiligen entwicklungs- und behinderungsbedingten Bedürfnisse professionell eingegangen werden kann;
  • bietet dem behinderten Kind eine akzeptierende Gemeinschaft, in der es mit seiner Behinderung angenommen wird und so Selbstvertrauen und ein positives Selbstwertgefühl entwickeln kann;
  • fördert die Entwicklung der sozialen Kompetenz durch Selbsterfahrung in einer Peergroup; hier besteht die Möglichkeit, Freunde zu finden, Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen zu führen und den Umgang mit dem anderen Geschlecht zu üben;
  • bietet im Besonderen ein vielschichtiges Übungsfeld zur Kommunikation, in dem sowohl Sprache erweitert und gefestigt als auch gegenseitiges Verstehen und Verständnis füreinander erreicht werden;
  • ist ein Trainingsbereich für lebenspraktische Fähigkeiten; indem die Internatsgruppe ihr Zusammenleben selbst organisiert, üben und vertiefen die Schülerinnen und Schüler in echten Alltagssituationen des Internats Aufgaben der Haushaltsführung und der Gestaltung der Wohnwelt und ihrer Freizeit, die im Unterricht modellhaft vorbereitet werden;
  • bahnt Kontakte zu behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen an, unterstützt und begleitet die Prozesse der Begegnung, organisiert vielfältige Treffen und ermuntert zu eigenständigen Kontaktaufnahmen; es trägt damit wesentlich zur erwünschten Integration von behinderten und nichtbehinderten Menschen bei;
  • unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Erschließen der umgebenden Welt, indem sie u.a. an den Besuch von kulturellen Veranstaltungen, den Umgang mit Behörden und Institutionen und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel herangeführt werden;
  • entlastet, begleitet und berät die Eltern bei der Betreuung und Erziehung des behinderten Kindes und gibt den Familien damit neue Freiräume und neue Handlungsmöglichkeiten.
Verantwortung

Schule und Internat bilden eine pädagogische Einheit. Dieses Zusammenwirken gewährleistet, dass sowohl eine ganzheitliche als auch eine behinderungs-spezifische individuelle Förderung stattfinden kann, die alle Lebensbereiche des Kindes und Jugendlichen einschließt und aufeinander abstimmt.

Das Internat führt Therapie- und Fördermaßnahmen fort und ergänzt sie mit eigenen Angeboten.
Gemeinsam mit der Schule fördert das Internat insgesamt die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit des Schülers und bereitet den Übergang in eine möglichst weitgehend selbstbestimmte Berufs- und Lebenswelt nach der Schule vor.

Enge Kooperation und Kommunikation zwischen allen Mitarbeitern der Heimsonderschule ist Voraussetzung für das Gelingen einer wirksamen ganzheitlichen Förderung. Sie wird gewährleistet durch einen intensiven Austausch über Schülerinnen und Schüler und durch eine gemeinsame pädagogische Planung, die in den individuellen Förderplänen dokumentiert wird. Auf der Basis gemeinsam festgelegter Ziele wird somit eine Kontinuität der Förderung über den ganzen Tag und die Verzahnung der Förderung in Unterricht und Internat ermöglicht.

Vernetzung


Die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen (Lehrer, Erzieher, therapeutische Fachkräfte, Schulpsychologe) eröffnet eine umfassende Betrachtungsweise des Kindes, seines Förder- sowie Entwicklungsbedarfs.




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