Schulen für Erziehungshilfe
Die Schule für Erziehungshilfe nimmt Kinder und Jugendliche auf, deren psychische Erlebnis- und Verarbeitungsweisen zu Störungen von Lernprozessen und des sozialen Handelns führen und deren Förderbedarf in der allgemeinen Schule, auch unter Berücksichtigung der sonderpädagogischen Kooperation, nicht Rechnung getragen werden kann. Die Schule für Erziehungshilfe in Baden-Württemberg orientiert sich an den Bildungszielen wie sie in den Bildungsplänen der Grundschule, der Hauptschule, der Realschule und der Förderschule beschrieben sind. Einzelne Schulen für Erziehungshilfe führen Bildungsgänge der Beruflichen Schulen.Schulen für Erziehungshilfe werden in der Regel als Halbtagsschulen - in der weit überwiegenden Mehrzahl als Schule am Heim - geführt. Den differenzierten Förderbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen unterschiedliche äußere und innere Organisationsformen. Schulen für Erziehungshilfe haben in Verbindung mit der Jugendhilfe erweiterte Möglichkeiten der pädagogischen Förderung. Ambulante, teilstationäre und stationäre Angebote der Jugendhilfe ergänzen und unterstützen die sonderpädagogische Förderung. Die Schule für Erziehungshilfe arbeitet eng mit Schulkindergärten, Kindergärten, Grundschulförderklassen, verschiedenen Beratungsstellen, Jugendämtern und Einrichtungen der Jugendarbeit oder der Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammen. Die Schülerinnen und Schüler besuchen nach Möglichkeit die Schule für Erziehungshilfe nur während eines Teils ihrer Schulzeit (Durchgangsschule).
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