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Buchvorstellung: Die Hölle in Worte gebannt

Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart stellt eine spannende Publikation zum Zeitalter Napoleons vor: die neu erschienene deutsch-russische Edition des Tagebuchs und der Erinnerungen des württembergischen Oberleutnants Heinrich von Vossler (1791-1848).

Buchvorstellung: Die Hölle in Worte gebannt

Donnerstag, 13. Juli 2017, 19 Uhr, Hauptstaatsarchiv Stuttgart


Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart stellt eine spannende Publikation zum Zeitalter Napoleons vor: die neu erschienene deutsch-russische Edition des Tagebuchs und der Erinnerungen des württembergischen Oberleutnants Heinrich von Vossler (1791-1848).

Der aus Tuttlingen stammende Vossler nahm im Jahr 1812 als junger Offizier am Russlandfeldzug Napoleons teil.
Er wurde Zeuge unbegreiflicher Grausamkeiten und tausendfachen Todes. Nur mit viel Glück überlebte er die Vernichtung der französischen Grande Armée. Im darauffolgenden Jahr geriet Vossler in Sachsen in russische Kriegsgefangenschaft. Er wurde bis nach Czernigow (heute Ukraine)
verbracht und konnte erst im Frühjahr 1814 nach Württemberg zurückkehren.

Während seiner Kriegseinsätze und in der Zeit seiner Gefangenschaft führte Vossler regelmäßig Tagebuch. Seine Aufzeichnungen arbeitete er in den Jahren 1828/1829 zu einem Erinnerungswerk aus. Eine Kooperation des Hauptstaatsarchivs Stuttgart mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau ermöglichte, sowohl dasTagebuch als auch die Erinnerungen Vosslers erstmals im deutschen Original sowie in russischer Übersetzung zu publizieren. Die Edition ist mit zeitgenössischem, bisher wenig bekanntem Bildmaterial illustriert.

Bei der Buchvorstellung wird Dr. Wolfgang Mährle, der den deutschen Text bearbeitet hat, den Lebensweg Heinrich von Vosslers nachzeichnen und das Manuskript vorstellen. Dr. Claus Scharf (Mainz), ausgewiesener Experte für autobiografische Zeugnisse der napoleonischen Epoche, übernimmt die Präsentation des Buches und dieEinordnungder Aufzeichnungen Vosslers in den historischen Kontext.

Der Eintritt ist frei.