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EU-Initiative klicksafe und jugendschutz.net machen „Rechtsextremismus im Netz“ zum Unterrichtsthema

Die EU-Initiative klicksafe bringt gemeinsam mit jugendschutz.net das Thema „Rechtsextremismus im Netz“ in den Unterricht.


Die EU-Initiative klicksafe bringt gemeinsam mit jugendschutz.net das Thema „Rechtsextremismus im Netz“ in den Unterricht. Aktuell wurde das vollständig überarbeitete Unterrichtsmaterial „Rechtsextremismus hat viele Gesichter: Wie man Rechtsextreme im Netz erkennt – und was man gegen Hass tun kann“ veröffentlicht. Bereits 2013 war die erste Auflage des Materials am Safer Internet Day vorgestellt worden.

Rechtsextreme Hassbotschaften im Internet erzielen regelmäßig hohe Reichweiten. Online-Beiträge, die vermeintliche Kriminalität von Geflüchteten thematisieren, die mit jugendaffinen Stilmitteln am Protestpotenzial junger Menschen anknüpfen oder die gezielt skandalisierende Falschmeldungen ("Fake-News") verbreiten, werden millionenfach angeklickt und sammeln oft schnell zehntausendende Likes und Shares (Quelle: jugendschutz.net). Während eindeutige Hetze auf vielen Plattformen gemeldet und durch die Betreiber gelöscht werden kann, erfordert unterschwellige, rechtsextreme Propaganda präventive Maßnahmen. Die Entwicklung von pädagogischen Konzepten ist hierbei wichtig, um kritische Auseinandersetzung und Zivilcourage im Netz zu fördern. Hier setzt das Unterrichtsmaterial „Rechtsextremismus hat viele Gesichter: Wie man Rechtsextreme im Netz erkennt – und was man gegen Hass tun kann“ an: Wie bereits für die erste Auflage 2013 haben erneut klicksafe und jugendschutz.net, das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet, ihre Expertise gemeinsam eingebracht.
Die Broschüre zeigt auf, dass Rechtsextremismus im Internet in vielschichtiger Form auftritt. Offen oder geschickt getarnt streuen Rechtsextreme ihr menschenverachtendes Weltbild, werben junge Menschen an und nutzen dabei immer häufiger Soziale Netzwerke wie YouTube oder Facebook, um junge User zu ködern. Oft sind die rechtsextremen Botschaften subtil in jugendaffine Unterhaltungsangebote integriert.
 
Das überarbeitete klicksafe-Material beinhaltet aktuelle Online-Beispiele aus dem rechtsextremen Spektrum, Informationen über jüngere Studien zu den Themen „Rassismus der Mitte“, „Fake News“ und „Hate Speech“, sowie neue Themenbereiche (z. B. Antifeminismus und Homosexuellen-feindlichkeit in der rechtsextremen Szene).  In den Arbeitsblättern für Schülerinnen und Schülern geht es u. a. um „Angst vor dem Fremden“ und um „Vorurteile“. Die insgesamt neun Arbeitsblätter bauen aufeinander auf und können auch in einem etwa zweitägigen Workshop nacheinander bearbeitet werden. Das Unterrichtsmaterial eignet sich besonders für den Geschichtsunterricht, im Politik-, Sozialkunde- und Gemeinschaftskundeunterricht, sowie Ethikunterricht.

Für Eltern bietet klicksafe Tipps in der Broschüre „Rechtsextremismus im Internet: So schützen Sie Ihr Kind gegen rechtsextreme Inhalte im Netz“ (verfügbar als Download und Printversion über www.klicksafe.de/materialien).
Die Broschüre wurde von klicksafe gemeinsam mit jugendschutz.net erarbeitet und von der LPR Hessen unterstützt.

Sie ist ab sofort kostenlos abrufbar unter: www.klicksafe.de/materialien und kann über das klicksafe-Bestellsystem als Printversion bestellt werden.
 
Weitere Informationen und kostenloser Download unter
 
http://www.klicksafe.de/rechtsextremismus/
 
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