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Internationaler Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai

Rund um den Globus nimmt die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen dramatisch ab. Daran erinnert der Internationale Tag der biologischen Vielfalt. Zugleich macht der Tag Menschen Mut, sich für Biodiversität auch vor der Haustür einzusetzen. Wie das geht, beweist der Deutsche Wanderverband mit einer Reihe von Initiativen.
Experten schätzen, dass weltweit täglich rund 150 Tier- und Pflanzenarten verschwinden. Die Tiere und Pflanzen, die übrig bleiben, haben es oft schwer. In Deutschland etwa nahmen die Bestände der meisten heimischen Feldvögel-Arten in den vergangenen Jahren stark ab und das Bienensterben erschwert vielerorts schon heute die Bestäubung von Obstbäumen. Fast immer ist der Mensch für den Rückgang der Arten verantwortlich indem er die Landschaft betoniert, die Landwirtschaft intensiviert und die Umwelt verschmutzt. Dabei ist klar: Wir selbst leben in dieser Umwelt, atmen in ihr und ernähren uns von ihr.

Um das Bewusstsein für dieses Thema zu stärken, haben die Vereinten Nationen 1993 den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 22. Mai ein anderes Thema in den Fokus rückt.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass sich Biodiversität und nachhaltiger Tourismus gegenseitig bedingen, engagiert sich der Deutsche Wanderverband (DWV) als einer der ältesten Naturschutzverbände Deutschlands auch hinsichtlich des diesjährigen Themas des Internationalen Tages für biologische Vielfalt „Biodiversität und nachhaltiger Tourismus“. Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes: „Intakte und vielfältige Lebensräume in der Natur sind wichtige natürliche Angebotsfaktoren für erfolgreichen Tourismus. Umgekehrt kann Tourismus zum Erhalt von intakten und vielseitigen Lebensräumen beitragen, indem etwa Wanderer oder Radfahrer intakte Natur erleben, sie zu schätzen lernen und sich dann für ihren Schutz einsetzen.“ Deswegen sei es wichtig, den Zugang zur Natur für Natursportler und Touristen nachhaltig zu sichern. Das gelte gerade auch für Kinder, die schon früh einen starken Bezug zur Natur aufbauen könnten.

Um Biodiversität und nachhaltigen Tourismus zu fördern, zertifiziert der DWV Qualitätswege „Wanderbares Deutschland“. Das Zertifikat bekommen Wanderwege nur, wenn sie den Belangen des Naturschutzes entsprechen. Gerade ist am hessischen Edersee ein Qualitätswege „Wanderbares Deutschland– Familienspaß“ ausgezeichnet worden. Der knapp fünf Kilometer lange Familien-Wanderweg „Eddis Edersee Erlebnistour“ ist ideal für Kinder und führt auf teils verschlungenen Pfaden vorbei an 13 Erlebnisstationen zu Naturthemen. „Ein informatives Wandervergnügen für Kinder ebenso wie für Eltern“, so Dicks. Außerdem habe der DWV – ebenfalls um Biodiversität und nachhaltigen Tourismus zu verbinden – die Software NatursportPlaner entwickelt. „Mit dem Online-Geoinformationssystem können Naturschützer, Touristiker, Forstakteure und alle anderen am Wander- und Sportinfrastrukturmanagement interessierten Menschen Wege digital planen und abstimmen“, erklärt die DWV-Geschäftsführerin. Vermeintliche Interessenskonflikte würden mit der Software schnell entschärft, was der Biodiversität und damit einem nachhaltigen Tourismus zu Gute komme. Diese Erfahrung hätten bundesweit schon eine Reihe von Naturparken, Landkreisen und Wandervereinen gemacht, welche den NatursportPlaner nutzen.

Daneben unterstützt der Deutsche Wanderverband (DWV) mit einer Vielzahl von weiteren Initiativen den Erhalt biologischer Vielfalt. Zum Beispiel berät der DWV so genannte Draußenschulen, also Schulen, an denen ein Tag in der Woche außerhalb des Klassenzimmers unterrichtet wird. Nicht zuletzt organisiert der DWV Schulwander-Wettbewerbe, die Schüler und Lehrer für biologische Vielfalt sensibilisieren.