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Perspektiven der Digitalisierung in der Schule - Kultusministerin Eisenmann kündigt Digitale Bildungsplattform an

Beim Bildungskongress des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) am heutigen Montag (23.10.2017) unter dem Titel „Perspektiven und Potenziale digitaler Medien in der Schule“ bekräftigte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, dass das Land „allen Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit die Entwicklung der Kompetenzen ermöglichen will, die für einen fachkundigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien und Technologien in der digitalen Welt erforderlich sind“. In den kommenden Jahren werde es darauf ankommen, die Digitalisierung im Unterricht curricular und methodisch-didaktisch zu verankern, Lehrkräfte zu qualifizieren und die technischen Voraussetzungen in den Schulen zu schaffen. Eine landesweite digitale Bildungsplattform soll dazu beitragen, dass Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler digitale Medien rechtssicher und komfortabel im Unterricht einsetzen und nutzen können. Die Plattform soll allen Schulen mit entsprechendem Bedarf ab Frühjahr 2018 zur Verfügung stehen, 100 ausgewählte Schulen sollen die Plattform parallel im Rahmen einer circa einjährigen Pilotphase intensiv testen und Weiterentwicklungen anregen.
Beim Bildungskongress des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) am heutigen Montag (23.10.2017) unter dem Titel „Perspektiven und Potenziale digitaler Medien in der Schule“ bekräftigte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, dass das Land „allen Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit die Entwicklung der Kompetenzen ermöglichen will, die für einen fachkundigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien und Technologien in der digitalen Welt erforderlich sind“. In den kommenden Jahren werde es darauf ankommen, die Digitalisierung im Unterricht curricular und methodisch-didaktisch zu verankern, Lehrkräfte zu qualifizieren und die technischen Voraussetzungen in den Schulen zu schaffen. Eine landesweite digitale Bildungsplattform soll dazu beitragen, dass Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler digitale Medien rechtssicher und komfortabel im Unterricht einsetzen und nutzen können. Die Plattform soll allen Schulen mit entsprechendem Bedarf ab Frühjahr 2018 zur Verfügung stehen, 100 ausgewählte Schulen sollen die Plattform parallel im Rahmen einer circa einjährigen Pilotphase intensiv testen und Weiterentwicklungen anregen.
 
Die nachfolgenden Vorträge und Foren fächerten den rund 500 Gästen im Haus der Wirtschaft in Stuttgart auf, wo genau die Potenziale digitaler Medien in der Schule liegen. Für Wolfgang Kraft, den Direktor des LMZ, ist die Einbeziehung digitaler Medien im Unterricht eine schlichte Notwendigkeit, „denn es geht darum, Kinder und Jugendliche vorzubereiten auf eine immer stärker digitalisierte Welt und ihnen Kompetenzen zu vermitteln, damit sie in dieser Welt kenntnisreich und verantwortungsvoll handeln und die Gesellschaft aktiv mitgestalten können“.
Ähnlich sieht das Professor Stefan Aufenanger, Erziehungswissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: „Digitale Bildung muss ein zentraler Bestandteil aller Bildungsinstitutionen, insbesondere von Schulen sein, um allen Menschen einen kompetenten, selbstbestimmten, souveränen und sozial verantwortlichen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen“.

Professor Alex Burow prophezeite, dass „die Digitalisierung die Schule radikal verändern wird. Wir werden völlig neue Lehr-Lernformate kennenlernen, die ein passgenaues, individualisiertes und personenbezogenes Lernen ermöglichen“.
Vertreter aus der Schulpraxis betonten die erweiterten Möglichkeiten für Lehrkräfte, etwa Schülerinnen und Schüler individuell besser zu fördern, ihren Lernstand besser analysieren und leichter Feedback zu Arbeitsergebnissen oder Lernwegen geben zu können. „Tablets bieten neben einer allgemeinen Steigerung der Lernmotivation die Möglichkeit zur Zusammenarbeit, der Unterricht wird interaktiver und individuelle Förderung wird möglich“, betonte etwa Katharina Müller von der Heinrich-Schickhardt-Schule Freudenstadt. Michael Vollmer, Schulleiter des Nellenburg-Gymnasiums in Stockach hob die Potenziale hinsichtlich einer einfacheren und schnelleren Kommunikation, einer leichteren Zugänglichkeit von multimedialen Materialien sowie einer höheren Anschaulichkeit hervor.
 
Zu Beginn des Schuljahres wurde in Baden-Württemberg der Aufbaukurs Informatik im Gymnasium ab Klasse 7 eingeführt. In einem Forum zu „Medienbildung und Informatik“ wurden bei dem Kongress die möglichen Schnittmengen dieser beiden Disziplinen herausgearbeitet. Professor Torsten Brinda, selbst Informatiker und Mitglied der Gesellschaft für Informatik machte deutlich: „Eine informatische Grundbildung ist unabdingbar, damit die Lernenden die sie umgebende Welt verstehen und ihre Zukunft aktiv mitgestalten können“. Alexander Mittag vom Landesinstitut für Schulentwicklung (LS) erläuterte: „Ziel des Informatikunterrichts ist es, dass Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für Hintergründe, Mechanismen und Funktionsweisen von informatischen Systemen entwickeln. Dabei geht es darum, nicht nur zu wissen, wie Anwendungen genutzt werden, sondern auch ihre Funktionsweise zu verstehen“. Weitere Foren fanden statt zu Themen wie „Individuelles und Kooperatives Lernen“, „Lernen mit mobilen Endgeräten“, „Digitales Erleben und Kommunikation“ und zur Medienentwicklungsplanung. Der Kongress wird in den nächsten Tagen ausführlich dokumentiert unter
http://www.lmz-bw.de/kongress2017.html
 
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ)
Dr. Corinna Kirstein
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