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Stiftung Lesen richtet bundesweit 265 neue Leseclubs ein

Zahl der 22 Leseclubs in Baden-Württemberg soll verdoppelt werden / Mittel kommen aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Mainz, 06. Februar 2018. Gemeinsam lesen, spielen, Geschichten als Theaterstück aufführen oder dazu etwas basteln, all das machen Kinder und Jugendliche regelmäßig in Leseclubs. Bereits 22 dieser Clubs gibt es in ganz Baden-Württemberg. In den nächsten Jahren will die Stiftung Lesen diese Zahl verdoppeln und ruft Einrichtungen auf, sich zu bewerben. Deutschlandweit sollen mit den Leseclubs rund 60.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 12 Jahren in ihrer Freizeit erreicht werden. Möglich ist dies mit Mitteln aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Programm wurde jüngst verlängert und die Stiftung Lesen ist einer von insgesamt 30 Projektpartnern, die bis 2022 mit insgesamt 250 Millionen Euro gefördert werden.
 
„Wir begrüßen die Programmverlängerung sehr“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Mit den Leseclubs erreichen wir vor allem junge Menschen, die sonst gar nicht oder nur sehr wenig in ihrer Freizeit lesen oder sich mit Büchern auseinandersetzen. So verankern wir Leseförderung auch außerhalb des Unterrichts und verbinden es mit spielerischen Elementen. Eine gute Lesekompetenz ist grundlegend, um am Alltag, in der Schule und auch an kultureller Bildung erfolgreich teilhaben zu können.“
 
Die Leseclubs sind eine bundesweite Initiative der Stiftung Lesen und stehen unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“. In den Leseclubs erhalten die Kinder besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen und können ohne Notendruck ihre Lesemotivation in ihrer Freizeit steigern. Die Leseclubs machen sich den sogenannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und zum regelmäßigen Lesen zu motivieren. 
 
Interessierte Einrichtungen wie Bibliotheken, Jugendzentren, Mehrgenerationenhäuser und Ganztagsschulen aus ganz Deutschland können sich noch bis Ende des Jahres um die Einrichtung eines Leseclubs bewerben. Neben einer umfangreichen Medienausstattung erhalten die Leseclub-Betreuer Weiterbildungen und eine Aufwandsentschädigung für ihr ehrenamtliches Engagement. 200 der bereits bestehenden Leseclubs werden weiterhin gefördert.
 
Mehr Informationen und die Bewerbungsunterlagen auf: www.leseclubs.de 
 
Die Stiftung Lesen arbeitet dafür, dass Lesen Teil jeder Kindheit und Jugend wird. Denn Lesefreude und Lesekompetenz sind wichtige Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und ein erfolgreiches Leben. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen breitenwirksame Programme sowie Forschungs- und Modellprojekte durch. Dazu zählen der „Bundesweite Vorlesetag“, der „Welttag des Buches“ und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt. Mehr unter www.stiftunglesen.de