22.06.2018 Bildungsnews
22.06.2018 Wettbewerbe

Aktuelle News, Wettbewerbe, Stellenausschreibungen und Hinweise auf neue Unterrichtsmodule

Studienbereich Informatik wird immer stärker

MINT-Fächer bleiben beliebteste Fächergruppe, Zahl der Studierenden steigt weiter an.

Immer mehr junge Leute nehmen ein Studium auf – besonders häufig in den zukunftsweisenden MINT-Berufen. 2016 beginnen insgesamt 867.472 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester ein Studium in Deutschland und damit 11.072 (+ 1 %) mehr als im Jahr zuvor. Davon entfallen auf die Fächergruppe Ingenieurwissenschaften 243.732 neue Studierende und auf die Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften 107.136 Studierende. Auf die MINT-Studiengänge verteilen sich damit insgesamt 350.868 Studienanfängerinnen und -anfänger. Die MINT-Fächer bleiben daher mit über 40 % die Fächergruppe mit dem größten Anteil an Studierenden im 1. Fachsemester.
2008 startete auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ Die mittlerweile mehr als 250 Paktpartner ermutigen junge Frauen durch verschiedenen Maßnahmen für ein Studium im MINT-Bereich. Das Engagement im Netzwerk von „Komm, mach MINT.“ und weiteren Initiativen zeigt Erfolge: Im Studienbereich Informatik steigen die Zahlen der Männer (54.094) und Frauen (18.123) weiter an und erhöhen sich 2016 gegenüber dem Vorjahr bei den Studienanfängern um +3 % und bei den Studienanfängerinnen um fast +7 %. Damit liegt der prozentuale Anteil von Frauen unter den Erstsemestern erstmals bei über 25 % und damit so hoch wie nie zuvor. 2008, beim Start von „Komm, mach MINT.“ lag der Frauenanteil noch bei unter 20 %.
Auch der Studienbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, der im Vergleich zu den anderen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen deutlich geringere Frauenanteile aufweist, entwickelt sich weiter positiv. Seit 2008 hat sich der Frauenanteil an den Studienanfängerinnen von unter 10 % auf immerhin 16 % (4.508) in 2016 erhöht und erreicht damit Maximalwerte bei Anzahl und Anteil der weiblichen Erstsemester.
Im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik sowie im Bauingenieurwesen gingen die Gesamtzahlen sowohl bei den Männern wie bei den Frauen zurück. Da die Zahl der Frauen in beiden Studienbereichen weniger stark sank als die der Männer, führte dies gar zu leichten Steigerungen bei den Frauenanteilen in beiden Studienbereichen. Sie liegen 2016 in Maschinenbau/Verfahrenstechnik bei fast 22 % und im Bauingenieurwesen bei gut 30 %.
In der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften ergibt sich durch die Änderung in der Fächersystematik aus 2015 (das Studienfach Informatik gehört seitdem zur Fächergruppe Ingenieurwissenschaften) mittlerweile eine nahezu paritätische Verteilung von Frauen (49 %) und Männern (51 %) im 1. Fachsemester. Bezogen auf die einzelnen Studienbereiche schneiden insbesondere Mathematik und Chemie mit Frauenanteilen von 48 % und 46 % besonders gut ab. Einzig der Studienbereich Physik/Astronomie weist einen für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich niedrigen Frauenanteil von 34 % auf, der sich im Vergleich zu 2015 jedoch um einen Prozentpunkt erhöht hat.

Weitere Infos unter: http://www.komm-mach-mint.de/Presse/Pressemitteilungen/Studienbereich-Informatik-wird-immer-staerker