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Stuttgarter Symposion zum Thema Hunger

Mit Hunger beschäftigt sich das Stuttgarter Symposion 2017, das am 23. und 24. November vom Haus der Geschichte und vom Stadtarchiv Stuttgart im Rathaus der Landeshauptstadt veranstaltet wird. Die Vortragsveranstaltung erinnert daran, dass diese existentielle Bedrohung nicht nur die Entwicklungsländer betrifft. Auch der deutsche Südwesten kennt eine vielfältige Hungergeschichte.

Mit Hunger beschäftigt sich das Stuttgarter Symposion 2017, das am 23. und 24. November vom Haus der Geschichte und vom Stadtarchiv Stuttgart im Rathaus der Landeshauptstadt veranstaltet wird. Die Vortragsveranstaltung erinnert daran, dass diese existentielle Bedrohung nicht nur die Entwicklungsländer betrifft. Auch der deutsche Südwesten kennt eine vielfältige Hungergeschichte. Missernten führten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts regelmäßig zu Hungersnöten. Im 20. Jahrhundert hungerten die Menschen in Baden und Württemberg vor allem als Folge der Kriege. Auch danach bewegt der Hunger bis heute immer wieder große Teile der Bevölkerung: durch die mediale Vermittlung aus den Krisengebieten der Welt, aber auch durch Hungerstreik-Aktionen wie die der RAF in den 1970ern. Und nicht zuletzt ist heute das freiwillige Hungern als Mittel der Selbstoptimierung zu einer Mode geworden.
Zu den Referenten gehören renommierte Historiker wie Prof. Christian Gerlach (Bern), der über Hunger in den besetzten Gebieten im Zweiten Weltkrieg spricht. Die verheerenden Hungersnöte unter Mao und Stalin sind das Thema des Sinologen Prof. Felix Wemheuer. Landessozialminister Manne Lucha widmet sich dagegen der Teilhabe als Grundnahrungsmittel.
Der Eintritt zum Stuttgarter Symposion „Hunger. Zur Geschichte einer existentiellen Bedrohung“ ist frei. Eine Anmeldung wird bis zum 13. November 2017 unter der Telefonnummer 0711/212-3989 oder der Mailadresse sekretariat@hdgbw.de erbeten.