Sprachanregende Dialoge

Viele Gelegenheiten zur Verwendung konzeptionell schriftlicher Sprache bieten Dialoge mit Kindern im Kita-Alltag.

Besonders förderlich sind hierbei offene Gespräche im Sinne eines „langandauernden gemeinsamen Denkens“ (sustained shared thinking), bei dem Erwachsene(r) und Kind „gemeinsam daran arbeiten, ein Problem zu lösen, Gedankengänge zu klären, gemeinsame Aktivitäten abzusprechen oder sich eine Geschichte auszudenken“ (Bereznai & Albers 2016, S. 32; Siraj-Blatchford & Sylva 2004).

Vielfältige Anlässe, um „den Interessen von Kindern nachzuspüren und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen“ (Weltzien 2011, S. 26), bieten die sogenannten Dialogboxen. Auch im Themenheft „Gemeinsam mit und von den Dingen lernen“ (Bree et al. 2015) finden sich Anregungen zur Ermöglichung sprachförderlicher Gespräche im Umgang mit bedeutungsoffenen Materialien. Konkrete Fragen, mit denen sprachlich und kognitiv anregende Dialoge mit Kindern initiiert werden können, enthalten die „Hosentaschen-Dialoge“, kleine Kärtchen mit „Forscherfragen“ („Was denkst du, warum...?“) und „Spekulierfragen“ („Was wäre, wenn...?“).

Werden in einer Kita Möglichkeiten der Partizipation von Kindern wie z.B. Beschwerdemanagement und Kinderparlament genutzt, so erwerben Kinder ganz nebenbei auch (schrift-)sprachliche Fähigkeiten (Beutel & Knauer 2017) – denn am besten lernen sie sprechen, wenn sie auch etwas zu sagen haben. Ausführliche Informationen zum Thema Partizipation finden sich in der WiFF-Expertise „Bildungsteilhabe und Partizipation in Kindertageseinrichtungen“ (Prengel 2016).