Können oder müssen BOGY-Beauftragte einen Praktikumsplatz auch ablehnen?

Dieser Fall tritt in der Praxis äußerst selten ein, aber er ist möglich zum Beispiel

  • wenn zu vermuten ist, dass in dem Praktikum die Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes nicht eingehalten werden;
  • wenn zu vermuten ist, dass eine Schülerin bzw. ein Schüler einen Nebenjob (z.B. in einem Supermarkt Regale einräumen o.Ä.) in dieser Woche ganz und gegen Bezahlung ausüben will;
  • wenn zu vermuten ist, dass die in der Verwaltungsvorschrift genannten Ziele nicht annähernd an dieser Praktikumsstelle erreichbar sind (z.B. nur Zimmerputzen im Hotel);
  • wenn die Praktikumsstelle weit außerhalb der Region oder im Ausland liegt und die Schülerin bzw. der Schüler nicht glaubhaft machen kann, dass für das angestrebte Berufs- u. Interessenfeld in der Region kein geeigneter Praktikumsplatz zu finden ist;
  • wenn die Eltern dem Praktikum und den ggf. damit verbundenen Fahrtkosten nicht zustimmen.

In den drei ersten Beispielen ist wichtig, dass die verantwortliche Lehrkraft Kontakt mit dem betreffenden Unternehmen aufnimmt oder dieses sogar besucht und sich vor ihrer Entscheidung Klarheit verschafft