Vele verdienen ihr täglich Brot in der Automobilindustrie und in den Kfz-Service-Betrieben - auf der anderen Seite kommen viele Menschen bei Verkehrsunfällen zu Schaden.

Wie setze ich einen Fahrradhelm richtig auf?

Stuttgart, 14.6.2015. Fahrradhelme schützen den Kopf vor schwerwiegenden Verletzungen. Im Jahr 2014 trugen 17 Prozent der Deutschen einen Fahrradhelm. Am meisten verbreitet ist er in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen, von denen 69 Prozent einen Helm trugen. Bei den 17- bis 21-Jährigen lag die Quote mit sieben Prozent am niedrigsten. Insbesondere bei heißem Wetter sollte daran gedacht werden, dass die Helme nicht aus Bequemlichkeit zu Hause gelassen werden. Schließlich haben heutige Helme eine gute Belüftung und einen Blendschutz.

Dass das Tragen eines Radhelms für alle Radfahrer und Radfahrerinnen zwingend notwendig ist, macht ein Blick auf die Unfallzahlen mehr als deutlich. Im Jahr 2014 sind von der Polizei Baden-Württemberg insgesamt 8.186 (Vorjahr: 7.591) Radfahrunfälle mit Personenschaden registriert worden. Bei diesen Unfällen wurden 1.997 (1.859) Fahrradnutzer schwer und 6.194 (5.715) leicht verletzt. Insgesamt kamen bei den Unfällen leider 53 (50) Radfahrer ums Leben. 31 der tödlich verunglückten Radfahrer und somit 59% hatten keinen Helm getragen und sind oft aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen gestorben.

Damit ein Helm seine Schutzwirkung optimal entfalten kann, muss er richtig sitzen und ein paar Sicherheitsaspekte erfüllen:

  • Der Helm muss in seiner Größe und Form zum Kopf passen. Er sollte angenehm sitzen und nicht drücken, darf aber auch nicht wackeln.
  • Die Feinjustierung erfolgt über einen Ratschen- oder Drehverschluss am Hinterkopf.
  • Der Kinnriemen teilt sich direkt unterhalb der Ohren und führt vorne und hinten an ihnen vorbei. So bildet sich um die Ohren ein Dreieck, das am Kopf anliegt. Zwischen Kinnriemen und Kinn sollte noch ein Finger passen. Weiche Riemen sind angenehmer zu tragen und schonen die Haut.
  • Der Kinnverschluss sitzt unter dem Kinn. Er sollte einfach zu bedienen und sicher zu fixieren sein.
  • Der Helm sollte - von der Seite betrachtet - waagerecht auf dem Kopf sitzen. Helme, die im Nacken hängen, können bei einem Sturz schwere Verletzungen hervorrufen. Werden sie zu weit in die Stirn gezogen, beeinträchtigen sie möglicherweise das Sichtfeld.
  • Eine gute Belüftung und herausnehmbare Polster erhöhen den Tragekomfort. Die Polster können so leichter gereinigt oder ausgetauscht werden
  • Bei schlechten Sichtverhältnissen oder Dunkelheit sorgen Reflektoren und integrierte Rück- und/oder Blinklichter für mehr Sicherheit.
  • Mit dem Prüfzeichen DIN EN 1078 (CE) ist sichergestellt, dass der Helm den normierten Anforderungen und Prüfverfahren entspricht.
  • Das Design ist für die Sicherheit nicht relevant. Doch es gilt auch: Nur wenn der Helm gefällt, wird er getragen. Insofern ist es ratsam, auf die Optik zu achten.

Wenn all diese Punkte zutreffen, sitzt der Helm richtig. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) empfiehlt eine professionelle Beratung im Fachhandel. In jedem Falle muss der Helm anprobiert und individuell eingestellt werden.

Quelle: Der Artikel beruht auf Informationen der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und der Aktion "Gib acht im Verkehr" Baden Württemberg.