Alte Krankheit - neue Gene
Wissenschaftler entdecken neue "Alzheimer"-Gene
9 Milliarden (9.000.000.000) Bausteine umfasst unsere Erbinformation, seit 2003 gilt das menschliche Genom als vollständig entschlüsselt. 13 Jahre internationale Forschung und Unsummen an Forschungsgeldern waren dazu nötig. Braucht die Menschheit das wirklich? Vielleicht schon. Eine genomweite Studie von mehr als 40 amerikanischen und europäischen Forschergruppen hat die Daten von mehr als 16.000 Personen abgeglichen und auf mögliche Alzheimer-Risikogene untersucht. Erste Ergebnisse liegen seit 06. September 2009 vor.
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Unter Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg entstand eine sichere Datenlage aufgrund eines Pools mit 16.000 Testpersonen in Europa und den USA. Die Alzheimer-Demenz betrifft über eine Million Menschen in Deutschland. Der genetische Anteil an den Erkrankungsursachen wird auf zirka 75 Prozent geschätzt. Bislang wurde nur ein Risikogen für die Alzheimer-Demenz identifiziert, ApoE4, welches etwa 19 Prozent des Risikos für eine Alzheimer-Demenz erklärt. Im Rahmen einer genomweiten Analyse konnten jetzt unter Beteiligung des Zentrums für Geriatrie und Gerontologie am Universitätsklinikum Freiburg erstmals zwei weitere Risikogene, Clusterin und PICALM, identifiziert werden. Clusterin ist wie ApoE4 ebenfalls ein Gen für den Fetttransport, PICALM ist ein Gen für den Zellmembrantransport.
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Originalpublikation zur Alzheimer-Studie unter Nennung aller beteiligten Institutionen
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"Die Ergebnisse der neuesten Studie unter Beteiligung europäischer und amerikanischer Gruppen sind im Vergleich zu vielen älteren Studien sehr sicher, da das gesamte Genom von mehr als 16.000 Menschen untersucht wurde," so Prof. Dr. Michael Hüll, Leiter des Zentrums für Geriatrie und Gerontologie Freiburg.
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