Libellen: Hinweise zum Lerngang
![]() Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa), eine Kleinlibelle (Zygoptera) |
Bei diesen Insekten sollte man zuerst einmal die Angst nehmen, dass die Tiere stechen können.
Ort
Exkursionen sollten an stehende Gewässer gemacht werden, da hier mehr Libellenarten vorkommen. Nur wenige Arten haben sich an die Fortpflanzung in fließenden Gewässern angepasst, so bspw. die leicht anzusprechenden Prachtlibellen (Calopteryx). Am besten ist ein Untersuchungsgebiet, das beides bietet. Selbstverständlich muss man sich durch eine Vorexkursion von dem Vorhandensein von Libellen überzeugen.
Großgruppen
Die Unterscheidung zwischen Klein- und Großlibellen anhand der Imagines ist einfach durch die Stellung der Flügel in sitzender Position:
| Kleinlibellen | Flügel über dem Körper zusammengefaltet |
| Großlibellen | Flügel nach den Seiten ausgebreitet |
Körperbau
Hier sollte der grundsätzliche Aufbau eines Insektenkörpers wiederholt werden, dafür eignen sich Libellen in besonderem Maße.
Arten
Die Unterscheidung von Gattungen gelingt mit dem Bestimmungsschlüssel bei Jurzitza (2000), den man kopieren und laminieren sollte.
Frischgeschlüpfte Kleinlibelle (Zygoptera), unausgefärbt |
Fortpflanzung
Paarungsflüge im sog. "Paarungsrad" können in den Monaten Juni und Juli häufig beobachtet werden, meist sind es Kleinlibellen, bei denen man manchmal auch die Eiablage sieht. Die Heidelibelle kann aber auch noch an warmen Oktobertagen beim Hochzeitsflug und der Eiablage beobachtet werden.
Larven können zeitlich parallel beobachtet werden, da die Larven überwintern. Exuvien kann man während des gesamten Sommerhalbjahres finden, die Mehrzahl der Libellenarten schlüpft morgens und vormittags.
In dichter Unterwasservegetation, z.B. von Kanadischer Wasserpest, Armleuchteralgen oder Wasserschlauch findet man von Frühjahr bis Herbst lebendige Libellenlarven.
