Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Biodiversität von Säugetieren: Untersuchung von Gewöllen von Eulen: Lösungsblatt
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Lösungsblatt Untersuchung von Gewöllen von Eulen

Schulterblatt und Beckenknochen
Schulterblatt und Beckenknochen

Technische Hinweise

Für die Bestimmung der Knochen kann man Blatt 1 aus der Zeitschrift Unterricht Biologie 269/25. Jahrgang/November 2001, ab Seite 26, verwenden.

Blatt 1: Bestimmungsschlüssel für häufig in Gewöllen enthaltenen Kleinsäugerknochen

Für die Bestimmung der biologischen Arten benötigt man nur die Schädel. Man kann verwenden:

  • Interner Link Online-Bestimmungshilfe
  • Blatt 2: Bestimmungsschlüssel häufig in Eulengewöllen zu findender Schädel und Unterkiefer, aus der obigen Zeitschrift
  • Die Schrift "Gewölle, Wirbeltiere in Gewöllen der Schleiereule (Tyto alba)", von Beatrix Wuntke und Ole Müller, Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung (Online-Bestellung möglich)

Schleiereulen fressen zu über 95% Säugetiere, davon sind über 92% Wühlmäuse, Langschwanzmäuse oder Spitzmäuse. Wühlmäuse (Arvicolinae) gehören zu der Familie der Kurzschwanzmäuse (Cricetidae), zu denen die Hamster (Cricetinae) und die Neuweltmäuse gehören. Zu den Wühlmäusen gehört bspw. die Gattung der Feldmäuse (Microtus). Die Familie der Langschwanzmäuse (Muridae) umfasst bspw. die Altweltmäuse (Murinae) mit den Gattungen Waldmäuse (Apodemus), Zwergmäuse (Micromys), Echte Mäuse (Mus mit der Hausmaus Mus musculus) und Echte Ratten (Rattus). 

Diese Arten wird man also in ihren Gewöllen erwarten. Die Oberfläche von Gewöllen von Schleiereulen ist schwärzlich.

Der Gelenkkopf auf einem Oberschenkelknochen sitzt auf einem Stiel.
Der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens sitzt auf einem Stiel.
Teil eines Vogelschädels
Teil eines Vogelschädels

Bestimmung

Vertreter der Familie der Langschwanzmäuse=Muridae werden leicht durch ihre Backenzähne erkannt. Diese haben Schmelzhöcker und voneinander getrennte Wurzeln, die sehr viel schmaler sind als der Zahn, der aus dem Knochen ragt. Achtung: "Gezogene Zähne" mehrfach umwenden, um zweifelsfrei die Anzahl der Wurzeln zu bestimmen. Zu den Langschwanzmäusen gehören die Ratten und bspw. die Hausmaus und die Waldmaus.

Die Backenzähne von Vertretern der Familie der Kurzschwanzmäuse (Wühler) Cricetidae sind außerhalb und innerhalb des Knochens gleich breit und haben Schmelzschlingen. Im Knochen sind sie in eine durchgehende Längsgrube eingelassen. Hierzu gehören die Wühlmäuse und die Feldmaus.

Wenn bei einem Schädel alle Zähne fehlen, sollte man versuchen, für die entsprechenden Schüler noch einen anderen Schädel mit vorhandenen Zähnen bereit zu stellen.

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