Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Auditive Medien
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Auditive Medien

Auditive Medien wurden schon sehr früh als geeignetes Werkzeuge zur Umsetzung pädagogischer Ziele im Unterricht erkannt. Dies führte in den zwanziger Jahren zur Entstehung des so genannten "Schulfunks". Dennoch fristet dieses Medium gegenüber den audiovisuellen Möglichkeiten eher ein Schattendasein. Ein Blick in die Curricula zeigt, dass hier nur bestimmte Leitfächer für auditives Lernen zuständig sind. Im Zeitalter der MP3-Player, Radios, Walkman, und CD-Player sollte sich die Schulpädagogik aber auch um dieses Medium kümmern. Auf diesen Seiten werden auditive Lernmittel vorgestellt, deren Einsatz im Unterricht geeignet erscheinen.

Sekundarstufe I

Schniefnase, der Igel von Hans-Wilhelm Smolik


  Schniefnase Realistische und abenteuerliche Lebensgeschichte eines Igels, sachlich und spannend erzählt. Der mit 9000 Stacheln bewehrte und erstaunlich giftfeste Igel Schniefnase wird im 1. Kapitel beinahe von einem Auto überfahren. Schniefnase erschrickt natürlich furchtbar, ist beleidigt und beschließt, da es schon sehr herbstelt, im darauf folgenden 2. Kapitel schlafen zu gehen, das heißt, seine Höhle für den Winterschlaf aufzusuchen. Im Monat März, im 3. Kapitel, erwacht er klapperdürr und geht erfolgreich auf die Jagd nach Insekten, Schnecken und Regenwürmern, sogar ein Grasfrosch muss daran glauben. Im 4. Kapitel erlebt Schniefnase ungeheuer viele Aufregungen.
  Ein kleiner Junge nimmt ihn mit auf den Campingplatz und schließlich landet er bei einem Lehrer und in einer Schulklasse, von 30 Kindern umringt. Zum Glück ist der Lehrer ein Tierfreund und bringt Schniefnase im 5. Kapitel zurück zu seiner heimatlichen Höhle unter dem Rosenbusch. Schniefnase lernt ein Weibchen kennen, es heißt Triefmäulchen. Schon im 6. Kapitel wird Schniefnase stolzer Vater von fünf kleinen Igelkindern. Im 7. Kapitel wird es gefährlich. Schniefnase kämpft mit einem starken IItisweibchen, entrinnt nur knapp dem Rotfuchs und gerät beinahe unter einen Traktor. Das 8. Kapitel verläuft friedlicher, Schniefnase beweist sich als treu sorgender Familienvater. Doch schon im 9. Kapitel hat er genug von dieser Rolle, wird wieder zum Einzelgänger und säubert einen Steinbruch von Kreuzottern. Im 10. Kapitel lernt Schniefnase fliegen, da ihn ein Habicht ergreift und mit sich davon trägt. Zufälligerweise schießt der Förster auf den Habicht, dieser lässt Schniefnase fallen, und so ist er noch einmal gerettet, wenn auch schwer verletzt durch den Absturz aus luftiger Höhe. Im letzten Kapitel wird Schniefhase durch einen Hund aus seinem Winterschlaf aufgeschreckt, dann noch von einem großen Schwarm schwarzer Krähen gejagt und wechselt schließlich in die ewigen Jagdgründe hinüber.


Grimback, der Hamster von Hans-Wilhelm Smolik


  Grimback, der Hamster Realistische Lebensgeschichte eines Feldhamsters, sachliche und spannende Erzählung vom abenteuerlichen Lebenslauf eines streitsüchtigen und einzelgängerischen Feldhamsters. Das 1. Kapitel erzählt wie Grimback in seiner Schlafkammer, 2 Meter unter der Erdoberfläche, aus dem Winterschlaf erwacht, hungrig und abgemagert, obwohl er während des Winters etwa einmal pro Woche zu seinen reichhaltigen Getreidevorräten getrottet ist: 3 Getreidekammern mit insgesamt 5 kg Futter. Grimback ist schon 3 Jahre alt, wiegt 500 g und ist etwa so groß wie ein Meerschweinchen. Ein sehr liebenswürdiger Kerl ist er nicht.
  Er ist ein jähzorniger Bursche, ein überzeugter Einzelgänger und verträgt sich mit kaum einem Lebewesen auf der ganzen weiten Erde. Nur eines kann man ihm nicht nachsagen: Furcht und Angst kennt er nicht. Er greift tollkühn jedes Tier an. Ob Bussard, Eule, Storch, Mauswiesel, Igel, ob Ratte, Otter oder Hund, er fürchtet sich vor keinem. Wir erleben im 2. Kapitel seinen Kampf mit einem Igel, im 3. Kapitel gerät er in die Fänge eines Mäusebussards, im 4. Kapitel paart er sich mit einem hübschen Hamsterweibchen. Schon im 5. Kapitel ist die Liebe vorbei und Frau Feldhamster muss vor dem rabiaten Grimback ihre gemeinsamen Kinder in Sicherheit bringen. Im 6. Kapitel genießt Grimback den Sommer und die goldene Erntezeit auf den Feldern, gerät aber beinahe in die Messer der Erntemaschinen. Im 7. Kapitel muss unser kleiner Held leider sterben, da er auf der Landstraße von einem Auto überfahren wird.


Rauschebart, die Eiche von Hans-Wilhelm Smolik


  Rauschebart, die Eiche Naturmärchen vom Lebenslauf und Überlebenskampf einer 1000jährigen Eiche, von der Eichel beginnend bis zum mächtigen alten Baumriesen. In lustigen Dialogen und anhand vieler Abenteuer lernen wir alle angenehmen und unangenehmen Gäste der Eiche Rauschebart kennen. Das 1. Kapitel beginnt vor 1000 Jahren, als die kleine Eichel zu Boden fällt, leider auf einen sehr ungünstigen schattigen Standort zwischen einige gehässige Steinpilze. Ein Eichkater findet sie zum fressen gut, verschleppt sie und verliert sie am Waldrand, wo der Standort schon besser ist.
  Im 2. Kapitel kämpft die kleine Eiche erfolgreich gegen einen Holunder, der ihr das letzte bisschen Sonnenlicht rauben möchte, und der Maulwurf untergräbt ihre Wurzeln. Im 3. Kapitel muss die junge Eiche zusehen, wie die Raupen des Nonnenfalters die Fichten am Waldrand fast kahl fressen. In letzter Minute bekämpfen die Ameisen, die Käfer und der Kuckuck aber doch noch erfolgreich diese große Gefahr, und der Wald ist gerettet. Das 4. Kapitel heißt „Der große Sturm" und schildert wie die vom Raupenfraß geschwächten Fichten am Waldrand vom Sturm entwurzelt werden. Aber unsere Eiche hält Stand, und sie steht nach dem Sturm ganz vereinzelt und frei auf der Waldlichtung und bekommt von den übrigen Waldbewohnern den schönen Namen „Rauschebart". Im 5, Kapitel wird Rauschebart 70 Jahre alt und blüht zum ersten Mal. Das 6. Kapitel zählt die Gäste auf, die den inzwischen 500 Jahre alten Rauschebart bewohnen. Besonders unangenehme Gäste sind die Borkenkäfer, am gefährlichsten und gefräßigsten sind jedoch die Raupen des Eichenprozessionsspinners, eines kleinen unscheinbaren Schmetterlings. Im 7. Kapitel wird Rauschebart 1000 Jahre alt.


Knorzel, der Baumstumpf von Hans-Wilhelm Smolik

  Knorzel, der Baumstumpf

Fortsetzung der Lebensgeschichte von Rauschebart, der Eiche, die jetzt, nachdem sie wegen Altersschwache gefällt wurde, in Form eines Baumstumpfes weiterlebt. Knorzel, der Baumstumpf, wettet mit Christinchen, der hübschen Christrose oder Nieswurz, dass innerhalb von sechs Jahren 100 Gäste in seinem Wirtshaus zum Baumstumpf wohnen werden. Christinchen verspricht ihm drei heiße Küsse, falls ihm das gelingt. Und tatsächlich, nach vielen Rückschlägen, füllt sich im Laufe der Jahre ganz langsam das Gasthaus Knorzel mit immer mehr Tieren.

  Zuerst zieht die Kröte Goldauge unter seinen Wurzeln ein. Es folgen einige fette Käferlarven. Dann gründet die Ameisenkönigin Diana ihr neues Reich im Gasthaus Knorzel und füllt gleich mehrere Stockwerke. Es ziehen außerdem ein Mäuse, Asseln, Schnecken, Blindschleichen, Eidechsen, Käfer, Holzwespen, Regenwümer und Spinnen. Doch es gibt auch einige unglückliche Rückschläge. Pilzsammler belagern den morschen Baumstumpf, stochern in ihm herum und richten großen Schaden an. Danach stürzt sich ein Grünspecht auf Knorzels Schädel und hackt, auf der Suche nach knusprigen Ameisen, so wild in Knorzels Schädeldach herum, dass die Holzspäne nur so durch die Luft fliegen. Zum Glück wird er durch Brando, den Fuchs, verjagt. Und nach 6 Jahren, überwuchert von Pilzen, Flechtenbärten und dicken Moospolstern, geht Knorzel doch noch glücklich und siegreich aus dieser Wette hervor und bekommt seine drei heißen Küsse von der hübschen Christrose.
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