Fremde Federn: Plagiate aus dem Internet
"Die Plagiatoren" von Alfred Lichtenstein
Ein jeder ist ein Teil vom Schicksal anderer,
Die vor ihm waren und die um ihn gehen,
Die auch nur einmal, eilge Weiterwanderer,
Den Weg ihm kreuzend, flüchtig bei ihm stehen.
Sie kommen, kommen ohne Zweck und Sinn,
Entfernen sich mit leichtem Wanderschritt.
Sie bringen alle etwas zu ihm hin.
Sie nehmen alle etwas von ihm mit.
Ein Plagiat (lat. plagium, Menschenraub) ist die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes Werk oder als Teil eines eigenen Werkes.
Der Begriff "Plagiat" geht zurück auf einen Fall aus
dem Rom des ersten Jahrhunderts nach Christus. Nachdem ein gewisser
Fidentinus Gedichte des Martial als seine eigenen ausgegeben hatte,
verglich Martial die Veröffentlichung eines Gedichtes mit der
Freilassung eines Sklaven und folglich die Aneignung durch einen
anderen als Menschenraub.
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