Landesbildungsserver Baden-Württemberg - Ansetzen einer Winogradsky-Säule
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Nachweis von anaeroben Bakterien: Ansetzen einer Winogradsky-Säule

Eine Winogradsky-Säule besteht aus einem Standzylinder, den man bis zu 1 / 6 der Höhe mit Erde füllt. Die Erde tränkt man mit der Wasserprobe. Dazu werden Gelatinelösung und CaSO4 - Lösung hinzugegeben. Die Gelatinelösung ist Nährsubstrat und Calciumsulfat kann durch anaerobe Bakterien zu Schwefelwasserstoff reduziert werden, ist also ebenfalls Substrat. Den Standzylinder füllt man mit Wasser auf, verschließt ihn mit einer Petrischale und stellt ihn ans Licht. Jede Woche werden die Beobachtungen protokolliert.

Am Boden der Säule herrscht Sauerstoffmangel und Schwefelwasserstoffüberschuss. Dort werden sich daher nur Anaerobier entwickeln. Einige dieser Anaerobier (z.B. die Rhodospirillen) können eine Photosynthese durchführen. Deswegen stellt man die Säule ans Licht. Rhodospirillen färben das Wasser rot. Aerobe Bakterien entwickeln sich dagegen nur an der Wasseroberfläche.

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