Projekttreffen in Deutschland 2007
Am Donnerstag, 26. April 2007, reiste die spanische und die englische Gruppe mit dem Flugzeug an und die Schüler wurden bei den Gastfamilien untergebracht.
Am Freitag, 27. April, war Arbeit in der Schule angesagt: im PC-Raum präsentierten die Lehrer und Schüler der 3 Länder die bisherigen Schwerpunkte und Ergebnisse ihrer Arbeit: Von Videoclips auf der Video-Plattform YouTube im Internet über Fotoblogs, von ideenreichen Versuchen bis hin zu sachlichen
Zusammenfassungen - vielversprechend und anregend, was da bisher schon gemacht wurde. Im Biologieraum stellten dann die Schüler des Schickhardt-Gymnasiums stolz das Kaltwasseraquarium mit Armleuchteralgen und Elritzen vor, mussten allerdings gestehen, dass vor zwei Wochen der durch lange Verhandlungen von einem ungenannt bleiben wollenden Sponsor mühsam errungene gebrauchte Getränkekühler den Geist aufgegeben hatte und seitdem Tiere und Pflanzen „schwitzen“ mussten.
Am Freitag, 27. April 2007, fand nachmittags eine Exkursion in den Rotwildpark bei Stuttgart statt.
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Dr. Schedler vom Referat 56 des Regierungspräsidiums Stuttgart führte die Gruppe aus 9 Lehrern und 18 Schülern aus Deutschland, England und Spanien durch das Gebiet ausgehend vom Forsthaus 1. Besonders eindrucksvoll für die Gäste war der alte Baumbestand mit viel stehendem Totholz, der sich aus der Nutzung der letzten 400 Jahre entwickelt hat. Herr Dr. Schedler legte deshalb auch den Schwerpunkt auf die große Vielfalt der Insekten im Lebensraum Totholz. „In diesen Minibiotopen leben Hunderte verschiedener Arten“, erklärte er, sogar ein Hirschkäferweibchen war hier unter abgestorbener Rinde entdeckt worden. Außerdem kann man im Rotwildpark jede Menge Spechte (Grün-, Bunt- und Grauspecht) vor. Schließlich wurde auch der kleine Glemsweiher untersucht, in dem Amphibien, eine Ringelnatter und Stichlinge gefunden wurden.
- Schüler-BLOGs:
Die teilnehmenden Schüler waren vorher im Schickhardt-Gymnasium in 3 je trinational zusammengesetzte Gruppen aufgeteilt worden, die jeweils eine möglichst große Anzahl von verschiedenen biologischen Arten finden und ggfs. von Herrn Martin Rausch, Projektleiter am Schickhardt-Gymnasium, soweit wie möglich bestimmen lassen sollten. Das führte wunschgemäß auch zu intensivem Forschen und Rätseln bei den Schülergruppen und zu zwischennationaler Kommunikation über das Projektziel. Die Exkursion endete am Bärenschlössle, wo die Schüler sich bei Apfelschorle und Coca Cola von der Arbeit erholten.
Schüler-BLOGs
- Buchfink Fringilla coelebs:
Deutsch
Englisch - Rotkehlchen Erithacus rubecula:
Deutsch - Grasfrosch Rana temporaria
Deutsch
Englisch
Am Samstag, 28. April 2007, traf sich die Projektgruppe am ehemaligen Panzerübungsplatz in Böblingen, wo Dipl.-Biologin Frau Rohierse durch dieses biologisch wertvolle Biotop aus lauter wassergefüllten Fahrrinnen führte. Hier überwältigte die Abundanz und Biodiversität an Amphibien und Insekten wie Gelbrandkäferlarve und Plattbauch, eine Großlibelle. „Noch nie habe ich so viele Frösche gesehen“, meint ein spanischer Schüler beeindruckt, während die englischen Schülerinnen am Tümpel nebenan den Wasserschlauch bestaunten: eine fleischfressende Pflanze, die unter den mikroskopisch kleinen Schwimmkrebschen aufräumt.
Englischer
Schülerbericht ehemaliger Panzerübungsplatz in
Böblingen
Das FFH-Gebiet ehemaliger
Panzerübungsplatz in Böblingen
Schüler-BLOGs
- pH, Wasserhärte und Nitrit: Ehemaliger
Panzerübungsplatz in Böblingen:
Deutsch
Englisch
Fotos - Wasserhärte, Schilfrohr, Schmetterlinge:
Spanisch - Schilfrohr:
Deutsch
Englisch - Laubfrosch:
Deutsch - Tausendblatt:
Deutsch
Englisch - Trauermantel:
Deutsch
Englisch - Kleiner Schillerfalter:
Deutsch
Englisch - Großer Eisvogel:
Deutsch
Englisch
Am Sonntag brach die Gruppe mit dem Regionalexpress nach Konstanz auf, um am Montag früh an einer Führung durch das weltbekannte Wollmatinger Ried teilzunehmen. Eindrucksvoll war v.a. die Weitläufigkeit und die vielfältige Tierwelt (z.B. Schwarzmilan und Biber).dieses direkt an das Konstanzer Industriegebiet angrenzenden FFH-Gebiets. Leider war durch das Ausbleiben von Regen der Wasserstand des Bodensees extrem niedrig, so dass sich die Vogelwelt von manchen Beobachtungshütten weit mit dem zurückweichenden Ufer zurückgezogen hatte.
Am Dienstag fuhr die spanische Gruppe wieder nach Malaga zurück, während die deutschen Schüler zusammen mit den englischen Schülern englische Berichte über die Exkursionen verfasste. Am Mittwoch schließlich trat auch die englische Gruppe wieder die Rückreise an.



