Umweltdaten aus dem Internet
Allgemeines
Bei Luftschadstoffen, bei denen Industrieanlagen als Hauptverursacher in Frage kommen (z.B. Schwefeldioxid), ist die Analyse der Emissionssituation mit Transport der Schadstoffe in der Atmosphäre (Windstärke und -richtung, aber auch Niederschlagsmenge) lohnend. Hier können sich auch Schüleraktivitäten wie die Abfrage von Daten direkt bei den Industriebetrieben anschließen. Leider werden heutzutage Messdaten von Umweltschadstoffen in der Luft nur noch in fertig grafisch aufbereiteter Form angeboten, so dass Schüler hier nur noch Informationen abrufen und nicht mehr weiter aufbereiten können. Anders sieht es aus bei Umweltschadstoffen im Wasser. Hier können Schüler selber erzielte Messergebnisse zum einen in einer Tabellenkalkulation wie MS Excel in aussagekräftigen Grafiken präsentieren und zum anderen in Datenbanken im Internet eingeben (siehe Wasser).
Um aufeinanderfolgende Tage vergleichen zu können (bspw. Freitag mit Sonntag) speichert man Messgrafiken lokal auf Festplatte. Seiten mit den Grafiken von Messreihen im Umweltinformationssystem Baden-Württemberg (UIS) werden mit
Datei/Seite bearbeiten (NETSCAPE) in den Composer geladen (Abfrage: Daten erneut senden? mit
OK beantworten) und dort als HTML-Datei abgespeichert (Dateityp: Alle Dateien
(*.*)). Vorsicht, die Achsen ändern sich je nach höchstem Wert!
Es sollten immer auch Printmedien zur Umweltproblematik mit einbezogen werden, so z.B. die Jahresberichte der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg "Die Luft in Baden-Württemberg" (Bezugsadresse siehe Website).
Wichtig: Der Adobe Acrobat Reader sollte installiert sein, da einige Dokumente, z.B. die Monatsberichte aus dem Messnetz des Umweltbundesamtes, im PDF-Format vorliegen. Wenn es Hintergrundinformationen alternativ als WORD-Dokument und als PDF-Dokument gibt, sollte letzterem der Vorzug gegeben werden, da WORD-Dokumente prinzipiell die Gefahr der Übertragung von Makroviren beinhalten.
Ozon
Ozonmesswerte und -prognosen gibt es beim Umweltbundesamt nur in den Monaten Mai bis September. Interessant ist die Hinzunahme von Lufttemperaturen und die Entwicklung der Belastung durch Stickstoffoxide.
Stickstoffdioxid
Hier bietet sich zusätzlich zu den Hintergrundinformationen beim Umweltbundesamt die Abfrage von statistischen Informationen zum Straßenverkehr beim Statistischen Bundesamt Deutschland an (gerade in Bezug zur lokalen Situation). Außerdem sollten die Mobilitätswünsche der Schüler problematisiert werden.
Schwefeldioxid
Dies ist ein schlagendes Beispiel, wie sich eine veränderte Umweltgesetzgebung (nach der Wende in den neuen Bundesländern) auf die Belastung durch Schadstoffe auswirken kann.
Kohlenstoffmonooxid
Leider wird hier durchgehend die veraltete Bezeichnung "Kohlenmonoxid" verwendet. Lohnende Suchbegriffe sind auch "KFZ-Verkehr", "Geschwindigkeitsbegrenzung", "Abgasgrenzwerte" usw.
Kohlenstoffdioxid
Leider wird hier durchgehend die veraltete Bezeichnung "Kohlendioxid" verwendet. Lohnende Suchbegriffe sind hier "Klimaänderung", "Emissionen" usw.
Wasser
Lohnende Suchbegriffe sind hier "Schadstoffe in Luft und Wasser" usw.
Neben dem Abruf von Daten aus dem Umweltbundesamt können auch eigene Messwerte von Schülern in einem Tabellenkalkulationsprogramm eingeben und grafisch ausgewertet werden. Für das Programm Excel von Microsoft gibt es auf der Website von Microsoft eine kostenlose Software (sog. Viewer), mit der man das Kalkulationsblatt und die Grafiken betrachten kann. Im Browser NETSCAPE kann man im Menü unter
Bearbeiten/Einstellungen/Navigator/Anwendungen/Neuer Typ/ festlegen, dass dieser Viewer gestartet werden soll um ein Excel Tabellenkalkulation darzustellen (Mime-Typ: application/vnd.ms-excel). Die Alternative sind Internetdatenbanken, in die man eigene Messergebnisse einträgt und mit anderen Messwerten vergleichen kann:
GLOBE-Programm: Datenbank mit Daten zu pH-Wert, Leitfähigkeit, gelöster Sauerstoff und Nitrat usw.
Aquadata, Teilprojekt von Bionet e.V.
GREEN-Projekt: Einstufung in eine Gewässergüteklasse durch Berechnung eines chemischen Indexes durch unterschiedliche Wichtung von Faktoren wie Nitrat, Phosphat, pH-Wert usw.