- Lyrik und PowerPoint - ein Projekt in der Oberstufe
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Lyrik und PowerPoint - ein Projekt in der Oberstufe

Erläuterungen:

  • Interpretieren im herkömmlichen Sinne heißt primär: Markieren des Textes nach Auffälligkeiten, Thema, Inhalt, Form ...
  •  "PowerPoint" heißt: Die Ergebnisse werden per Computer in PowerPoint so aufbereitet, dass etwaige Schlüsselworte oder auch "atmosphärische" Wörter als "Auffälligkeit" gekennzeichnet werden, so dass in einer Präsentation zuerst diskutiert werden kann (Plenum), um dann die "Analyse" oder auch "Lösung" der Kleingruppe vorzustellen.
  • Leerstellen heißt: Die Kleingruppe kann sich entscheiden, zunächst einmal diese "Wörter" auszusparen (oder auch Sonstiges, z. B. Überschriften weglassen oder die Strophenfolge verändern usw.). Durch das Gespräch erhält dann die "Lösung" eine "innere Logik".
  • Richtig oder falsch? Bewusst provokativ gestellte Frage: noch immer herrscht in den Köpfen der Schüler und Schülerinnen die Vorstellung, dass ein Gedicht "richtig oder falsch" interpretiert werden kann. Hier dann der Idealfall, dass der Dichter persönlich anwesend ist und nicht richtig oder falsch definiert, sondern "Variablen" im Gespräch aufzeigt. 
  • "Wer interpretiert, verliert"! Nahezu wichtigster Lernschritt! Wenn nicht interpretiert wird, bleibt das Lesen belanglos! Wenn interpretiert wird, bleibt das Gefühl des Beliebigen oder eben doch des "Falschen" und "Richtigen". 

Beurteilung:
Das Projekt kann als voll gelungen bezeichnet werden. Die Schülergruppen diskutierten die einzelnen Werke am Computer sehr intensiv, was will man mehr, als Lyrik und Literatur ins "livehaftige" Gespräch zu bringen? Außerdem versuchten sie sich gegenseitig in der Gestaltung der Präsentationen zu übertreffen, auch gestalterische Symbole verstärkten die Aussagekraft.
Die Vorführungen selbst dauerten fast 3 Schulstunden, auch die verbale Erklärung der Präsentationen war eine sehr gute Übung für die Abiturienten.
Walle Sayer selbst empfand diesen Vormittag als äußerst produktiv, kam er doch so selbst mit Rezipienten seiner Werke ins Gespräch. Überraschend waren deshalb für beide Seiten oft die festgestellten Unterschiede und die Gemeinsamkeiten.
Herzlichen Dank Herrn Walle Sayer für die Genehmigung zur Internet-Veröffentlichung der ausgewählten Lyrik und Kurzprosa. 

Hier zum Download von Schülerpräsentationen

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